CEO.Table – Ausgabe 55

M&A-Markt 2026: Rückkehr zur Normalität + Celonis-Gründer im Interview + Bulgariens umstrittener Euro-Beitritt

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Executive.Summary

M&A-Markt 2026: Rückkehr zur Normalität

Private-Equity-Investoren stehen für 2026 mit prall gefüllten Kassen bereit. Julian Riedlbauer, Partner bei der Investmentbank Drake Star, spürt den Druck konkret: „Ich habe aktuell sicherlich 30 Prozent mehr Anfragen von Private-Equity-Fonds zur Besprechung der Pipeline 2026 als in den Vorjahren“, sagt er zu Table.Briefings. Sein Kernsegment sind Tech-Firmen mit Bewertungen bis zu 500 Millionen Euro – bei diesen Mandaten gebe es regelmäßig zwischen zehn und 15 Angebote.

Immer mehr Firmen sind reif für einen Verkauf, und Investoren brauchen ihre Returns. Die Bewertungen sind dabei von den Höchstständen deutlich zurückgekommen. Enterprise-Software-Firmen seien 2021 und 2022 mit 30 bis 50-mal dem jährlich wiederkehrenden Umsatz (Annual Recurring Revenue, ARR) bewertet worden, heute liege man zwischen acht und 15 Mal ARR, erklärt Riedlbauer. Firmen müssten ihre Umsätze also mehr als verdoppelt haben, um die Werte von vor einigen Jahren nur zu halten.

Das Ziel der meisten Deals ist ein weiterer Private-Equity-Verkauf. Riedlbauer schätzt, dass die meisten PE-Verkäufe an den nächsten Fonds gehen – nicht an strategische Käufer. „Es gibt einfach zu wenig europäische börsennotierte Technologie-Firmen, die als Käufer agieren könnten“, analysiert er. Selbst große Secondary-Runden wie die 1,2 Milliarden Euro für Trade Republic Ende 2025 ermöglichen es Firmen, länger privat zu bleiben. „Wir müssen die Grundgesamtheit der Tech-Firmen erhöhen, um dann am Ende auch mehr Unicorns und mehr große weltweit dominante Player zu erschaffen.“ Generell braucht es eine stärkere finanzielle Basis, glaubt Riedlbauer: „Unsere deutschen Technologie-Firmen brauchen mehr Kapital. Aber sie müssen dann auch akzeptieren, dass die Investoren Mitsprache- und Kontrollrechte erhalten.“

Deutschlands M&A-Markt zeigte sich zuletzt überraschend robust – zumindest beim Transaktionswert. Im dritten Quartal 2025 wurden laut Mergermarket 551 Deals in der DACH-Region angekündigt, 17,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Gesamtwert schoss jedoch um 66,4 Prozent auf 59 Milliarden Euro nach oben. Das Paradox: Während die Bundesregierung ihre Wachstumsprognose auf magere 0,2 Prozent senkte und die Arbeitslosigkeit auf über drei Millionen Menschen kletterte, investieren ausländische Käufer massiv in deutsche Assets. US-Investoren führen mit 16,4 Milliarden Euro die Liste an – fast dreimal so viel wie deutsche Käufer selbst ausgaben.

Die größten Deals konzentrieren sich auf Infrastruktur und stabile Cashflows.

  • Der niederländische Staat verkaufte 46 Prozent der deutschen Tennet-Tochter für 9,5 Milliarden Euro an ein Konsortium aus dem Pensionsfonds ABP, dem Staatsfonds Government of Singapore Investment Corporation (GIC) und dem norwegischen Staatsfonds Norges Bank Investment Management.

  • Die Londoner Private-Equity-Gesellschaft CapVest sicherte sich für zehn Milliarden Euro (inklusive Schulden) 70 Prozent am Pharmakonzern Stada.

  • Ein Konsortium um GIC und das US-amerikanische Private-Equity-Haus TPG übernahm den Energiedienstleister Techem für 6,7 Milliarden Euro.

Die Deal-Pipeline bleibt mit 419 potenziellen Verkaufsprozessen gut gefüllt – Investoren setzen trotz schwacher Konjunktur auf die Substanz deutscher Mittelständler und Infrastruktur-Assets.

Der Ausblick für 2026 ist verhalten optimistisch. KPMG erwartet rund 800 Transaktionen mit einem Volumen von 38,2 Milliarden US-Dollar in Deutschland. 42 Prozent der Marktakteure rechnen mit steigenden M&A-Aktivitäten. Auf Käuferseite planen Unternehmen 13 Prozent mehr Deals, auf Verkäuferseite sogar 30 Prozent mehr. Lincoln International prognostiziert insgesamt 20 Prozent mehr M&A-Transaktionen mit deutschen Zielunternehmen.

Das IPO-Fenster öffnet sich langsam wieder. „2026 wird ein gutes IPO-Jahr“, sagt Mark Miller, Gründer und Managing Partner der M&A-Beratung Carlsquare, zu Table.Briefings. In den USA gab es 2024 deutlich mehr erfolgreiche Börsengänge als in Europa – diese neu kapitalisierten US-Plattformen werden wiederum zu aktiven Käufern im M&A-Markt auch in Deutschland. EY rechnet mit bis zu zehn deutschen Börsengängen 2026 – darunter Kandidaten wie TK Elevator, der deutsch-französische Panzerkonzern KNDS oder der Kleinanzeigenanbieter Mobile.de. Miller erwartet, dass spätestens im Herbst „die Zeit der schlechten Nachrichten zum Ende kommt und man wieder normales M&A-Geschäft macht“.

Application AI wird zum entscheidenden Wachstumstreiber. Miller sieht 2026 als „Jahr der Application AI", in dem aus Software-as-a-Service zunehmend Service-as-a-Software wird: Besonders im Legal-Tech-Bereich oder bei Callcenter-Automatisierung entstehen spannende Firmen, die gut wachsen. Der Fachkräftemangel treibe die Nachfrage nach Automatisierung an, die großen Sprachmodelle seien für alle verfügbar. „Wir können ein Leapfrogging schaffen, indem wir mit der KI viele Stufen überspringen in der Automatisierung“, sagt der M&A-Experte.

Deutschland profitiert als verlässlicher Standort vom neuen Narrativ. „Dieses ‚Boring is the new sexy' spielt uns hier in die Karten", analysiert Miller. Für US-amerikanische Investoren sei ein Investment in Deutschland mindestens so attraktiv wie in den USA, beim Zugang zu Talenten vielleicht sogar besser. Der Hauptgrund bleibe die Technologie. „Wenn unsere jungen Technologiefirmen erfolgreich werden, haben wir in Deutschland nicht genug Käufer“, warnt auch Miller allerdings. Das wertvolle Know-how drohe bei einem Verkauf ins Ausland abzuwandern. „Wir müssen es schaffen, Menschen hereinzubringen, die die notwendige Erfahrung haben – und die Firmen wirklich groß machen können.“

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CEO.Talk

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Was Deutschland von seinen Unicorns lernen kann

Der öffentliche Sektor könnte deutschen Tech-Unternehmen zum Durchbruch verhelfen, wenn er als strategischer Kunde auftritt. „Der Staat kann da wirklich eine starke Rolle spielen als Ankerkunde“, sagt Bastian Nominacher, Mitgründer und Co-CEO von Celonis, im Podcast von Table.Briefings. Das Münchner Unternehmen, das mit Process-Mining-Software einen digitalen Zwilling von Geschäftsprozessen erstellt, um diese zu optimieren, erkennt im Public-Sektor-Markt enormes Potenzial. „Wir sehen, dass im Moment die Verwaltung sehr starken Bedarf hat nach Steigerung der Prozesseffizienz, nach souveränen Alternativen“, erklärt Nominacher. Anders als bei Rüstungs-Start-ups wie Helsing, wo sich Politiker derzeit gerne ablichten lassen, bleibt die politische Aufmerksamkeit für zivile Tech-Champions meist begrenzt.

Celonis ist einer der wenigen deutschen Tech-Champions, die Münchener Firma wurde 2021 – zehn Jahre nach der Gründung – das erste „Decacorn“ Deutschlands, also ein Unternehmen mit einer Bewertung von zehn Milliarden Dollar. Doch die Erfolgsgeschichte begann mit 12.500 Euro und einer Notlösung. Nominacher erzählt, warum das Start-up 2011 bootstrappen, also ohne Investorengelder allein aus operativen Erträgen wachsen musste: „Wir fanden keine Business Angels, die in das technologische Risiko investieren wollten.“ Erst als Ankerkunden wie Siemens, BMW und Bayer mitzogen, gelang der Durchbruch. Die Lektion: Ohne starke erste Kunden entsteht kein globaler Player.

Der Standort München zeigt, wie es funktionieren kann – aber das Modell muss skalieren. Die Kombination aus starken Universitäten, Industrieclustern und Initiativen wie UnternehmerTUM hat das Ökosystem geschaffen, aus dem Celonis hervorgegangen ist. „Das kann man auf andere Städte ausrollen", sagt Nominacher – eine entsprechende Leuchtturminitiative der Bundesregierung wurde im Oktober gestartet. Es brauche fünf bis sieben solcher Zentren in Deutschland, glaubt Nominacher. Die Alternative: Talent und Kapital wandern ab.

Beim AI Act zeigt sich Nominacher gespalten. Er unterstützt einen offenen Brief für eine zweijährige Aussetzung, betont aber gleichzeitig die Unterstützung der Prinzipien. Die Balance sei entscheidend: Es gehe darum, die Ziele „in einem Weg umzusetzen, dass es einerseits nutzbar ist und auch die Anwender entsprechend nicht zu stark einschränkt". Konkrete Fälle pausierter Projekte wegen des AI Acts kennt er allerdings nicht.

Was die 100 Millionen Dollar schwere Indien-Strategie von Celonis über den Standort Deutschland aussagt, worüber sich das Unternehmen mit dem Wettbewerber SAP streitet und warum ein Börsengang weiter auf sich warten lässt, hat Nominacher im Podcast Table.Today verraten – hier können Sie ihn anhören.

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CEO.News

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Erstmals seit zehn Jahren sinkt der Frauenanteil in deutschen Vorständen

Nach einem Jahrzehnt kontinuierlichen Wachstums ist der Frauenanteil in den Vorständen der Dax-40- und M-Dax-Unternehmen erstmals wieder rückläufig. Im größten deutschen Aktienindex liegt er bei 25,5 Prozent, im M-Dax bei 19,5 Prozent. Das zeigt eine Analyse von Russell Reynolds Associates. Deutschland und Schweden sind die einzigen Märkte von neun verglichenen Ländern mit sinkendem Frauenanteil. Mit bereits angekündigten Änderungen könnte der Dax-Frauenanteil im ersten Halbjahr 2026 auf 26,1 Prozent steigen – gleichzeitig wird zum 1. Mai 2026 Belén Garijo bei Merck durch Kai Beckmann als neuen CEO ersetzt.

Die bedenklichste Entwicklung: Alle 2025 neu berufenen DAX-Vorständinnen übernahmen ausschließlich Personal- oder Finanzpositionen. Keine einzige Frau wurde in eine der 14 Rollen mit direkter Ergebnisverantwortung berufen. Ohne diese Erfahrung ist der Schritt hin zum CEO für Frauen unverändert deutlich schwieriger als für Männer, heißt es vom Studienbetreiber. Alle fünf neu besetzten CEO-Positionen gingen an Männer.

Frauen verlassen Vorstände deutlich früher. Während Männer durchschnittlich 7,9 Jahre im Amt bleiben, scheiden Frauen bereits nach 4,9 Jahren aus. Gleichzeitig erreichen erstmals vier Dax-Unternehmen (Beiersdorf, Merck, MTU und Siemens Healthineers) sowie 5 M-Dax-Firmen Parität – während zwei Dax-Konzerne (Brenntag, Porsche) und 16 M-Dax-Unternehmen keine einzige Frau im Vorstand haben. Alex Hofmann

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Taxfix-CEO: „Gründer warten wochen- oder monatelang auf Steuernummern“

Deutschland will zur Start-up-Nation werden, doch in der Praxis kommen die politischen Versprechen bei vielen Gründern noch nicht an. Zwar habe die Bundesregierung mit der Schaffung eines eigenen Digitalministeriums erstmals ein deutliches Signal gesetzt. Die Weichen werden gestellt, und das Verständnis ist da, dass wir nicht so weitermachen können wie bisher“, sagt der CEO des Berliner Fintechs Taxfix, Martin Ott, im Gespräch mit Table.Briefings.

Gleichzeitig räumt er ein, dass von den großen Versprechen aus dem Koalitionsvertrag bislang wenig im Gründeralltag angekommen sei. Es sei „noch nicht messbar einfacher geworden“, in Deutschland zu gründen. „Noch immer warteten Gründer wochen- oder monatelang auf Steuernummern“, kritisiert Ott und verweist darauf, dass Identitäten analog verifiziert werden müssten oder Gründer zwischen verschiedenen Behörden wechseln müssten.

Dabei formuliert der Koalitionsvertrag klare Ambitionen: Die Bundesregierung kündigt an, Unternehmensgründungen künftig deutlich zu beschleunigen, bürokratische Hürden abzubauen und mit Instrumenten wie dem Zukunftsfonds und dem Deutschlandfonds mehr privates Kapital für Start-ups zu mobilisieren. Zudem sollen Verwaltungsprozesse stärker digitalisiert werden.

Abhilfe schaffen solle ein staatlicher One-Stop-Shop, über den sich eine Gründung vollständig digital abwickeln lasse. Ein solches Vorhaben ist auch im Koalitionsvertrag der Bundesregierung vorgesehen. „Gerade junge Start-ups ohne eigene Rechts- oder Finanzabteilungen würden dadurch erheblich entlastet“, sagt Ott.

Auch beim Zugang zu Wachstumskapital sieht Ott Nachholbedarf. Während sich die Frühphasenfinanzierung in Deutschland verbessert habe, fehlten in späteren Unternehmensphasen große heimische Investoren. Dass Taxfix eine Finanzierungsrunde über mehr als 200 Millionen Euro mit einer kanadischen Pensionskasse abgeschlossen habe, sei symptomatisch. Deutsche Pensionskassen dürften bislang kaum in Venture-Capital-Fonds investieren – mit der Folge, dass Renditen und Wertschöpfung ins Ausland abwanderten.

Trotz aller Kritik glaubt Ott grundsätzlich an den Standort Deutschland. Er würde „definitiv noch einmal in Deutschland gründen“, sagt er. Deutschland verfüge über starke Universitäten, qualifizierte Talente und einen großen europäischen Markt. Ob das Land tatsächlich zur Start-up-Nation werde, entscheide sich nun daran, ob die politischen Versprechen der schwarz-roten Koalition schnell und konsequent umgesetzt würden. Alexander Wiedmann

Martin Ott ist seit 2021 CEO von Taxfix. Zuvor arbeitete er als Vice President bei Meta, damals noch Facebook, und verantwortete als Managing Director die Geschäftsentwicklung in Zentraleuropa. Taxfix bietet digitale Software zur Erstellung von Steuererklärungen und richtet sich vor allem an Privatpersonen ohne steuerliche Vorkenntnisse. Im Podcast Table.Today spricht Ott darüber, wie sich Steuerprozesse durch den Einsatz von KI weiter automatisieren lassen, wo dabei rechtliche Grenzen bestehen und warum fehlende digitale Schnittstellen in der Verwaltung die Weiterentwicklung solcher Angebote bremsen.

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dm-Chef Werner zur Wirtschaftslage und zur Debatte um sein Statement: „Damit hatte ich nicht gerechnet“

Der Drogeriekonzern dm kommt in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld vergleichsweise stabil durch die Zeit. Für dm-Chef Christoph Werner ist das vor allem eine Frage der Anpassungsfähigkeit. „Es ist unsere Aufgabe, immer Wege zu finden, dass wir unter den Rahmenbedingungen auch klarkommen“, sagt Werner im Gespräch mit Table.Briefings. Im Geschäftsjahr 2024/2025 (Stichtag 30. September 2025) erwirtschaftete dm allein in Deutschland einen Umsatz von 13,27 Milliarden Euro – ein Plus von 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Zugleich verweist Werner auf strukturelle Herausforderungen des Standorts Deutschland. Die hohe Exportquote führe dazu, dass viele Unternehmen im internationalen Wettbewerb mit Anbietern stünden, „die eben andere Rahmenbedingungen haben als Unternehmen, die hierzulande tätig sind“.

Daraus leitet Werner einen grundsätzlichen Appell ab, der über die Wirtschaft hinausgeht. „Wir dürfen nicht nur managen, wir müssen unternehmerisch rangehen“, sagt der dm-Chef. Das gelte „für alle Bereiche unseres Landes und unseres Staates“. Nötig seien mehr Tempo, verlässliche Verwaltungsprozesse und der Mut, Chancen aktiv zu ergreifen, um Wettbewerbsfähigkeit und Vertrauen wieder zu stärken.

Auch zur politischen Debatte um sein früheres Statement zum Umgang mit der Alternative für Deutschland äußert sich Werner. „Damit hatte ich nicht gerechnet“, sagt er mit Blick auf die Heftigkeit der öffentlichen Reaktionen. Sein Anliegen sei es gewesen, „für eine sachliche Debattenkultur einzutreten“ und zwischen Parteien und staatlichen Funktionsträgern zu unterscheiden. Teile seiner Aussagen seien jedoch „aus dem Kontext herausgerissen“ worden, insbesondere in sozialen Medien. Werner warnt davor, dass Unternehmer sich aus Angst vor öffentlicher Zuspitzung aus politischen Debatten zurückziehen: „Dann bleiben am Ende nur noch die Lautsprecher übrig“ – und der notwendige gesellschaftliche Austausch leide. Alexander Wiedmann

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Erwerbstätigkeit 2025: Arbeitsmarkt stagniert, Arbeitslosigkeit steigt

Die Erwerbstätigkeit in Deutschland ist 2025 erstmals seit Jahren nicht mehr gewachsen. Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) lag die Zahl der Erwerbstätigen im Jahresdurchschnitt bei 46 Millionen und sank nach dem Beschäftigungs-Höchststand im Vorjahr geringfügig um 5.000 Personen. Deutliche Verluste gab es im Produzierenden Gewerbe und im Bau, die durch Zuwächse im Dienstleistungssektor ausgeglichen wurden. Gleichzeitig stieg die Zahl der Erwerbslosen auf 1,7 Millionen, die Erwerbslosenquote liegt nun bei 3,5 Prozent.

Die Stagnation spiegelt sowohl konjunkturelle als auf demografische Herausforderungen wider. Der leicht rückläufige Trend bei Selbstständigen steht einer minimal steigenden sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung gegenüber. Experten sehen die Entwicklung als Indikator einer wirtschaftlichen Abkühlung, die durch eine alternde Erwerbsbevölkerung und einen schrumpfenden Arbeitskräftepool zusätzlich belastet wird. Lisa Brunßen

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CEO.Presseschau

manager magazin

Kleinanzeigen: Die App soll zur Immobilien-Plattform ausgebaut werden

Die Online-Plattform Kleinanzeigen will ihr Geschäftsmodell professionalisieren und zur Immobilienplattform ausgebaut werden. Unter den neuen Eigentümern Blackstone und Permira plant CEO Paul Heimann, neben Privatleuten auch professionelle Makler als zahlungskräftige Kunden zu gewinnen. Mit deutlich günstigeren Preisen soll der Marktführer Immoscout24 angegriffen werden.
Süddeutsche Zeitung

Ifo-Chef Fuest: „Alles mit Geld zuschütten, dafür braucht es nicht viel Mut“

Ifo-Präsident Clemens Fuest bezeichnet 2025 als enttäuschendes Jahr der Stagnation. Er kritisiert die Bundesregierung, da sie die wirtschaftlichen Probleme nicht löse, sondern verschärfe. Fuest warnt vor einer Dauerstagnation und sieht populistische Politik als Risiko. Angesichts der geopolitischen Lage fordert er ein Umdenken in Richtung einer „Kriegswirtschaft“ für Deutschland.
Handelsblatt

Mobilität: Fahrrad-Branche verabschiedet sich von der Boom-Illusion

Die Fahrradbranche erlebt 2025 keine Wende; der Absatz sinkt das fünfte Jahr in Folge. Der Boom während der Pandemie wird als Sondereffekt und nicht als dauerhafte Entwicklung eingestuft. Hohe Lagerbestände, wirtschaftliche Unsicherheit und fehlende politische Impulse bremsen die Erholung. Die Branche strebt nun wieder das Verkaufsniveau von vor der Corona-Krise an.
manager magazin

Bosch: Warum Deutschlands Lieblingskonzern in großer Not steckt

Der Technologiekonzern Bosch, weltgrößter Autozulieferer, steckt in einer Krise mit Jobabbau, Renditeschwäche und Mutlosigkeit. Der Wandel zur E-Mobilität gelingt nur schwer, Bosch verliert seine Vormachtstellung. Wichtige Zukunftsprojekte im Bereich Software und autonomes Fahren stagnieren, während Konkurrenten aufholen und Produktionsprobleme für hohe Kosten sorgen.
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CEO.Standpunkt

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Börsen aller Länder, vereinigt euch!? Warum Europas Kapitalmarkt Wettbewerb braucht

Europa investiert Milliarden in seine Zukunft. Doch ohne funktionierenden Kapitalmarkt droht der Aufbruch zu scheitern. Warum weniger Regulierung, mehr Anlegerkultur und Börsenwettbewerb nötig sind, argumentiert Scalable-Capital-CEO Erik Podzuweit.

Europa hat 2025 eine Zeitenwende eingeleitet. Mit massiven Investitionen in Sicherheit, Infrastruktur und technologische Souveränität soll verhindert werden, dass der Kontinent im geopolitischen Spannungsfeld zwischen den USA und China zurückfällt. Doch politischer Wille und schuldenfinanzierte Milliardenprogramme allein reichen nicht aus. Damit der europäische Aufbruch nachhaltig Wachstum, Wertschöpfung und Wohlstand schafft, braucht es tiefgreifende strukturelle Reformen – vor allem einen leistungsfähigen Kapitalmarkt.

Ein zentrales Hindernis bleibt der regulatorische Flickenteppich in Europa. Gerade bei Zukunftsthemen wie Automatisierung, Elektrifizierung, Energiemanagement oder Hightech-Anlagenbau verfügt Europa über eine starke industrielle Basis und hohes Innovationspotenzial. Doch der Weg von der Idee zum Kapital ist unnötig kompliziert. Bereits im Wertpapierhandel zeigt sich das Problem: Nur weil ein Finanzinstrument in einem EU-Land handelbar ist, heißt das noch lange nicht, dass es auch an anderen europäischen Börsen quotiert werden darf. Nationale Vorschriften verhindern häufig Listings oder sogar die technische Anbindung von Handelssystemen. Hier braucht es dringend europäische Standardisierung – nicht mehr, sondern bessere und weniger Regeln.

Ähnlich schwierig ist die Lage bei Börsengängen. Trotz positiver Marktentwicklung wagten in den vergangenen zwei Jahren lediglich fünf deutsche Unternehmen den Schritt an die Börse im Prime Standard. Das liegt nicht zuletzt an ausufernder Regulierung und Berichtspflichten, die für viele Mittelständler und junge Unternehmen kaum zu bewältigen sind – bei begrenztem Mehrwert für Anleger. Noch schwerer wiegt jedoch die schwach ausgeprägte Investmentkultur. Während Aktien in den USA dank steuerlich geförderter Vorsorgeprogramme seit Jahrzehnten ein selbstverständlicher Teil der Altersvorsorge sind, bleibt der Kapitalmarkt in Europa für breite Bevölkerungsschichten fern.

Diese unterentwickelte Anlegerbasis hat konkrete Folgen. Deshalb ging ein Innovationschampion wie BioNTech an die Börse in New York statt in Deutschland. Privater Vermögensaufbau wurde hierzulande lange eher erschwert als gefördert, etwa durch steuerliche Verschärfungen. Wer den Kapitalmarkt stärken will, muss mehr Menschen beteiligen: durch einfache und transparente Anlageangebote, durch kapitalgedeckte Elemente in der Altersvorsorge sowie durch entschlossene Steuer-, Sozial- und Strukturreformen. Andernfalls fließt das neu mobilisierte Kapital dorthin, wo die Rahmenbedingungen attraktiver sind – vor allem in die USA.

Der Ruf von Bundeskanzler Friedrich Merz nach einer zentralen „European Stock Exchange“ greift dabei zu kurz. Eine solche Superbörse würde den Wettbewerb einschränken und damit Investoren wie Unternehmen schaden. Nicht ohne Grund hat die EU-Kommission Börsenfusionen in der Vergangenheit kritisch gesehen. Wettbewerb belebt das Geschäft – auch an der Börse. Die Vielfalt der europäischen Handelsplätze sorgt für enge Spreads, aktives Market Making, moderne Handelssysteme, lange Handelszeiten und günstige Konditionen, insbesondere für Privatanleger.

Entgegen einem verbreiteten Irrglauben leidet die Liquidität nicht unter der Vielzahl von Handelsplätzen. Elektronischer, globaler Handel sorgt vielmehr dafür, dass fragmentiert gehandelte Aktien häufig die höchste Liquidität und die geringsten Geld-Brief-Spannen aufweisen – selbst in volatilen Marktphasen. Eine einzige Börse würde Anlegern in Stresssituationen dagegen die Wahl nehmen: entweder zu ungünstigen Preisen zu handeln oder gar nicht.

Der Wettbewerb zwischen den Handelsplätzen sorgt für Wachstum, etwa bei kostengünstigen börsengehandelten Index-Fonds (ETFs). Nicht zuletzt wegen der auf Privatanleger fokussierten Retail-Börsen ist Deutschland mit 14,5 Millionen ETF-Sparern der stärkste europäische Markt, während das Vereinigte Königreich mit seiner zentralistischen Börsenstruktur auf dem letzten Platz liegt, was die ETF-Durchdringung angeht. Ein starkes Europa braucht keinen Börsen-Koloss, sondern eine lebendige Konkurrenz der besten Plattformen, um das Kapital dorthin zu leiten, wo die Wertschöpfung von morgen entsteht.

Erik Podzuweit ist Gründer und Co-CEO der Investment- und Bankingplattform Scalable Capital.

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CEO.Finance

Bulgariens umstrittener Rutsch ins Euroland

Am 1. Januar 2026 ist Bulgarien dem Euroraum beigetreten. Politisch gilt der Schritt als Signal gen Westen, wirtschaftlich ist er umstritten, weil Einkommensniveau und Struktur des Landes deutlich vom Durchschnitt des Währungsraums abweichen.

Am 1. Januar 2026 ist Bulgarien als 21. Mitglied dem Euroraum beigetreten. Der Beitritt erfolgte nach einem mehrjährigen Konvergenzprozess, in dem Bulgarien die formalen Kriterien hinsichtlich Inflation, Zinssätzen, Haushaltsdefizit und Staatsverschuldung erfüllte.

Bulgarien hatte seine Währung Lew seit 1997 mit einem sogenannten Currency Board sehr glaubwürdig zunächst an die Deutsche Mark und ab 1999 an den Euro gebunden. Im Juli 2020 trat Bulgarien dem Europäischen Wechselkursmechanismus II bei, in dem ein Euro-Kandidatenland als „Wartesaal zum Euro“ mindestens zwei Jahre ohne Spannungen und Abwertungen des Leitkurses Mitglied sein muss. Es folgte ein Konvergenzprozess, der Bulgarien in Einklang mit den restlichen Konvergenzkriterien für den Eurobeitritt – Inflation, langfristige Zinsen, Haushaltsdefizit und Staatsverschuldung – brachte bzw. hielt.

In Bulgarien war der Eurobeitritt umstritten. Die Regierung sah diesen auch als politisches Bekenntnis für die unumkehrbare Einbindung des Landes in den Westen. Die EU unterstützte die Konvergenz indirekt durch finanzielle Zuwendungen im Rahmen der Kohäsionspolitik. Nationalistische und prorussische Kreise schürten hingegen die Angst vor Fremdbestimmung durch Brüssel und Frankfurt. Sie kritisierten die Manipulation der Statistiken. Nachdem im März 2025 die Inflation noch bei vier Prozent gelegen hatte, machte laut offiziellem Konvergenzbericht von Europäischer Kommission und EZB eine Inflationsrate von 2,7 Prozent im April 2025 den Weg frei. Dies wurde durch die drastische Senkung öffentlich administrierter Preise erreicht.

Bei einer Volksabstimmung hätte der Euro nach Umfragen wohl keine Mehrheit gefunden. Vor allem ältere Menschen, Haushalte mit niedrigem Einkommen und Bewohner ländlicher Regionen hatten Angst vor Kaufkraftverlust und der Entwertung ihrer Ersparnisse.

Hingegen hatte EZB-Präsidentin Christine Lagarde den Bulgaren in Aussicht gestellt, dass der Euroraum das kleine Bulgarien gegen die zunehmend unsichere geoökonomische Lage absichern werde. Bulgariens Unternehmen würden die Umtauschkosten in den Euro erspart. Sie würden direkten Zugang zu den EU-Kapitalmärkten und damit niedrigere Finanzierungskosten erhalten. Nachdem durch den Festkurs zum Euro de facto bereits keine geldpolitischen Entscheidungsspielräume mehr bestanden hatten, könne Bulgarien fortan an den Entscheidungen der EZB partizipieren.

Für die Europäische Zentralbank ist der Beitritt Bulgariens ein Prestigegewinn. Lagarde kündigte als Silvestergruß an, auf das freudige Ereignis mit einem Glas guten bulgarischen Weins anzustoßen. Doch die Heterogenität des Währungsraums wächst weiter, da das Pro-Kopf-Einkommen Bulgariens rund 34 Prozent unter dem Durchschnitt des Euroraums liegt. Die Wirkungsweise der geldpolitischen Entscheidungen der EZB in Bulgarien ist damit ungewiss. Der Erfolg von Bulgariens umstrittenem Rutsch ins Euroland dürfte damit auch davon abhängen, inwieweit die EU weiterhin durch Transfers die wirtschaftliche Konvergenz mit dem reicheren Zentrum des Euroraums sicherstellt.

Gunther Schnabl ist Professor für Volkswirtschaftslehre und Direktor des Thinktanks Flossbach von Storch Research Institute. In seiner Kolumne beleuchtet er regelmäßig Themen rund um die internationalen Finanzmärkte.

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CEO.Picks

Wie Führungskräfte Verhandlungen strategisch steuern können

Führungskräfte geben in Verhandlungen oft eine einfache Linie vor: hart einsteigen, viel fordern, nicht nachlassen.

Meine aktuelle Forschung zeigt, dass dieser Einheitsansatz teuer werden kann. Ambitionierte erste Angebote können den Wert des Abschlusses deutlich erhöhen, sie erhöhen aber zugleich das Risiko, dass der Deal scheitert oder dass die Gegenseite dauerhaft auf Distanz geht. Die Studie entstand in Zusammenarbeit unter anderem mit Hannes Petworsky (Leuphana University).

Entscheidend ist, welche Art von Verhandlung auf dem Tisch liegt. In einfachen, rein preisorientierten Gesprächen fehlt oft der Raum für kreative Kompensation. Entsprechend führen harte Einstiege hier eher zu Spannungen oder Verhandlungsabbrüchen. In komplexen Deals mit mehreren Themen wie Preis, Serviceumfang, Laufzeit und gemeinsamen Projekten ist dies anders. Hier helfen starke Einstiege, Spielräume sichtbar zu machen und einen klaren Rahmen für kreative Lösungen zu setzen. Die gleiche Taktik kann also je nach Dealstruktur Wert schaffen oder vernichten.

Für CEOs heißt das: Verhandlungsführung braucht eine klare Segmentierung. Führungsteams sollten definieren, welche Kategorien von Verhandlungen es gibt, welche Kennziffern dort wirklich zählen und welches Abbruchrisiko akzeptabel ist. Dann erst lohnt es sich, Regeln für Einstiegsangebote zu formulieren und Verhandler zu schulen. Wer seine Dealstruktur kennt, macht aus Verhandlungen ein strategisches Steuerungsinstrument statt eine Frage des persönlichen Stils einzelner Verhandler.

Der Pick stammt von Martin Schweinsberg, Associate Professor of Organizational Behavior an der ESMT Berlin. Die CEO.Picks sind eine Kooperation zwischen der ESMT und Table.Briefings.

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CEO.Success

Entscheider sehen robuste Grundlagen des Standorts Deutschland

Was kann Deutschland? Table.Briefings hat Entscheider aus unterschiedlichen Bereichen befragt.

  • Michael Böhmer, Managing Partner und Chefvolkswirt bei der Prognos AG sowie CEO.Table-Kolumnist, betont die weiterhin vorhandene Substanz des Standorts. Deutschland verfüge „im Niveau immer noch über eine flächendeckend sehr gut ausgebaute Infrastruktur“. Die Forschungslandschaft mit ihren großen Gemeinschaften „sucht weltweit ihresgleichen“, und das „exzellente industrielle Know-how“ bilde eine tragfähige Grundlage für industrielle KI- und Robotik-Anwendungen. Hinzu kämen „Rechtssicherheit und politische Stabilität“, die Investoren ein verlässliches Umfeld böten.

  • Thuy-Ngan Trinh, Geschäftsführerin der Digitalagentur A11, sagt: Deutschlands größte Stärke liegt nicht in kurzfristigen Trends, sondern in Substanz. Wissenschaft, Forschung und Ingenieurwesen als Assets werden wieder zentral.“ Mit Blick auf Physical AI und Robotik sei „das klassische deutsche Engineering keine Altlast, sondern ein strategischer Vorteil“. Auch neue Kapitalmodelle mit langfristigem Horizont sowie datengetriebene Ökosysteme außerhalb klassischer Industrien wertet sie als Zeichen struktureller Anpassungsfähigkeit.

  • Stefan Wintels, CEO der KfW, verweist ebenfalls auf bestehende Standortvorteile. Deutschland biete weiterhin „attraktive Standortfaktoren, die international gefragter sind denn je“. Dabei profitiere das Land „von hohen Ausgaben für Forschung und Entwicklung, einer starken Forschungslandschaft, global angesehenen Universitäten und einer wachsenden Start-up-Szene“. Stark bleibe zudem der Mittelstand, der trotz struktureller Herausforderungen „entscheidende Impulse für den Markt“ setze.

  • Robert Gentz, Mitgründer und Co-CEO von Zalando, stellt sich gegen das Narrativ des verlorenen Tech-Wettbewerbs: „Deutschland und Europa haben alles, was es braucht, um wieder nach vorn zu kommen. Wir haben die Talente, wir haben die Technologiekompetenz und den Willen, Dinge besser zu machen. Das sind die Rohstoffe für die nächste große Innovationswelle. Dieses Potenzial müssen wir wieder voll ausschöpfen. Wenn wir jetzt Komplexität zurückbauen und Geschwindigkeit zulassen, kann Deutschland wieder Innovation liefern – schnell, skalierbar und international wettbewerbsfähig. So entsteht Weltspitze."

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CEO.Nachtisch

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Buchtipp: „Dreihundert Männer"

Unser Tipp führt Sie heute zu den deutschen Wirtschaftseliten. Walther Rathenau, Industrieller und Außenminister in der Weimarer Republik, sprach von 300 Männern, die die wirtschaftlichen Geschicke des Kontinents leiten würden. Diese enge Verflechtung von Banken und Konzernen – etwa über Aufsichtsräte – wurde als „Deutschland AG“ bekannt und reichte von der Kaiserzeit bis zur Jahrtausendwende. Konstantin Richter, der unter anderem in Brüssel für das Wall Street Journal arbeitete, erzählt die Geschichte des mächtigen Netzwerks. Er weist darauf hin, dass manche heute noch bedeutende Unternehmen auch deswegen so groß wurden, weil sie von Zwangsarbeit im Nationalsozialismus profitierten. Okan Bellikli

Konstantin Richter: Dreihundert Männer | Suhrkamp

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