Das Foto einer chinesischen Gewichtheberin nutzen chinesische Diplomaten dazu, um gegen ausländische Medien zu wettern. Korrespondent:innen, die aus dem Hochwassergebiet in Henan berichten, werden bedroht. Betroffene sind sich sicher, dass es sich um konzertierte Aktionen der chinesischen Behörden handelt.
Von Marcel Grzanna
Die chinesische Kurzvideo-App Tiktok wurde weltweit drei Milliarden Mal heruntergeladen. Solche Zahlen konnten bislang nur Apps aus dem Facebook-Kosmos verbuchen. Ein Börsengang des Mutterkonzerns Bytedance ist geplant, wurde allerdings noch nicht öffentlich bestätigt. Aber die Konkurrenz schläft nicht. Der wichtigste Wettbewerber ist das seit Februar in Hongkong gelistete Unternehmen Kuaishou.
Von Frank Sieren
Hongkongs Nationales Sicherheitsgesetz ist nicht nur politisch, es bietet chinesischen Firmen konkrete Vorteile gegenüber westlichen Wettbewerbern. Staatsbetriebe können sich im Streitfall auf nationale Interessen berufen. Damit verliert Hongkong endgültig seinen Status als Oase der Rechtsstaatlichkeit, warnt Dennis Kwok. Er war Abgeordneter der pro-demokratischen Civic Party und lebt nun im Exil.
Von Redaktion Table
Gut ein Jahr nach Inkrafttreten des Sicherheitsgesetzes werden die Konturen des künftigen Hongkongs immer deutlicher sichtbar. Die USA warnen ausländische Firmen vor behördlicher Willkür, die Justiz verschleppt Gerichtsverfahren gegen inhaftierte Oppositionelle, Jugendliche werden der Planung von Bombenanschlägen verdächtigt, und Tausende kehren der Stadt den Rücken und ziehen ins Ausland. Quo vadis, Hongkong?
Von Marcel Grzanna
Das Technologieunternehmen Bytedance steigt mit einer Überwachungskamera im Lampenformat in den digitalen Bildungssektor ein. Eltern sollen damit auch aus der Ferne ihren Sprösslingen bei deren Hausaufgaben über die Schultern schauen können. Treibende Kraft für gute Verkaufszahlen ist das schlechte Gewissen der Eltern, die versuchen, Job und Familie unter einen Hut zu bringen. Doch die Leuchte mit eingebautem Bildschirm und Nachhilfefunktion wirft kein gutes Licht auf die Zukunft des Lernens.
Von Ning Wang
93 Prozent der chinesischen Bevölkerung sind laut Harvard Universität mit der Arbeit ihrer Zentralregierung zufrieden. Doch die Zahlen sozialwissenschaftlicher Untersuchungen in einem autoritär regierten Staat sind mit Vorsicht zu genießen. Es gibt genügend Gründe, um an ihrer Validität zu zweifeln.
Von Marcel Grzanna