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Finanzen

Green-Finance – Pekings grüner Schein trügt

Am Donnerstag und Freitag treffen sich knapp 40 Staats- und Regierungschef:innen auf Einladung des US-Präsidenten zu einem virtuellen Klimagipfel. Auch Xi Jinpings Teilnahme wird erwartet. Im Bereich Green Finance, grünen Geldanlagen zum Umbau der Wirtschaft, ist China weltweit führend. Das Problem dabei: In der Volksrepublik dürfen grüne Anleihen auch für „saubere Kohle“, „sauberes Erdöl und -gas“ verwendet werden. Mit den Klimazielen ist das kaum vereinbar. Doch die Behörden streben Reformen an.

Von Nico Beckert

Asien emanzipiert sich vom IWF

Das jüngste Update des asiatischen Finanzsicherheitsnetzes CMIM ist ein weiterer Schritt hin zu mehr finanzieller Eigenständigkeit Asiens – weg von US-Dollar und dem US-dominierten IWF. Das CMIM, bei dem China, Japan und Südkorea eine zentrale Rolle spielen, wird ausgerechnet zu dem Zeitpunkt gestärkt, an dem die neue US-Regierung unter Präsident Joe Biden ihren Einfluss in Asien wiederbeleben will. Das spielt auch Chinas langfristigen Plänen für den Yuan in die Karten.

Von Frank Sieren

Chinas neue Milliardäre

Im jährlichen Forbes-Milliardärs-Ranking gewinnt keine andere Nation so dramatisch hinzu wie China. Die Zahl neuer Milliardäre in der Volksrepublik stieg im vergangenen Jahr um 202 auf 626. Die Neuankömmlinge im Ranking haben ihr Vermögen zum Teil mit ungewöhnlichen Geschäftsideen gemacht. Ein Spielzeughersteller ist vertreten, genau wie ein Schnapsproduzent und gleich zwei Anbieter von E-Zigaretten.

Von Redaktion Table

Pekings Politik mit Kreditverträgen

China ist der wichtigste bilaterale Geldgeber für Entwicklungs- und Schwellenländer. Ein Forschungsteam um das Institut für Weltwirtschaft konnte nun erstmals 100 chinesische Kreditverträge an Entwicklungsländer analysieren. Die zugrundeliegende Studie konnte China.Table vorab einsehen. Die chinesischen Verträge enthalten „ungewöhnlich weitreichende Geheimhaltungsklauseln“ und sichern Peking bei Zahlungsunfähigkeit Vorrang vor anderen Gläubigern. Einige Vertragsklauseln erlauben es Peking sogar, die Politik der Schuldnerländer „potentiell zu beeinflussen“. Trotz strenger Vertragsklauseln gewährt Peking regelmäßig Umschuldungen und Stundungen.

Von Nico Beckert