Berlin.Table – Ausgabe 734

Gipfel der „Koalition der Willigen“ in Paris + Merz beruft neuen Büroleiter + Blackout in Berlin

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Talk of the Town

Merz und die „Koalition der Willigen“ in Paris: Worauf kann die Ukraine noch hoffen?

Inmitten der globalen Unordnung, die über das Wochenende noch größer geworden ist, kommt am Dienstag auf Einladung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron die „Koalition der Willigen“ mit Vertretern der Ukraine und der USA zusammen. In Paris soll es um die Frage gehen, wie die Ukraine weiter unterstützt werden kann. Klar ist: Eine dauerhafte Waffenruhe, geschweige denn ein Frieden, sind ohne Sicherheitsgarantien nicht nachhaltig. So dürften sich die Gespräche vor allem um zwei Punkte drehen: Wer kann was beisteuern? Und: Sind die Amerikaner weiter an Bord und auch bereit, die Ukraine zu stützen?

Donald Trump mit Blick auf die Ukraine bei Laune zu halten, ist eine heikle Angelegenheit, die in den vergangenen Tagen noch heikler geworden ist. Denn nach den militärischen Schlägen der USA in Venezuela ist eigentlich klar, dass Trump nun selbst gegen das Völkerrecht verstoßen hat. Demnach sind alle Staaten verpflichtet, friedlich miteinander umzugehen. Sprich: Kein Land darf ein anderes angreifen – außer, um sich selbst zu verteidigen. Daran gemessen wären die militärischen Schläge in Venezuela, die Trump selbst als „brillante“ Operation bezeichnete, ein Bruch internationalen Rechts. Dennoch äußern sich die europäischen Staats- und Regierungschefs zurückhaltend. Friedrich Merz bezeichnet die Lage als „komplex“. Es gebe „in der Tat verschiedene Aspekte, die wir zu berücksichtigen haben“. Man müsse sich deshalb ausreichend Zeit für eine rechtliche Einordnung nehmen, so der Kanzler.

Der Zeitpunkt für scharfe Kritik an den USA ist denkbar ungünstig. Dass der Sondergesandte Steve Witkoff sowie Trumps Schwiegersohn Jared Kushner überhaupt an dem Treffen der „Koalition der Willigen“ in Präsenz teilnehmen, wird in Berlin bereits als Erfolg gewertet. Niemand dürfte also ein Interesse daran haben, die Amerikaner schon vor Beginn des Treffens zu verprellen. Trump ist schließlich nicht bekannt dafür, gut mit Kritik umzugehen. Und ohne den US-Präsidenten ist die Unterstützung der Ukraine für die Europäer kaum zu stemmen. Dabei geht es nicht nur um finanzielle Zuwendungen, sondern auch um militärische Ausstattung und im Zweifel sogar um Soldaten in der Ukraine. Eine Debatte um die Beteiligung von Bundeswehrsoldaten an einer möglichen Stabilisierungstruppe konnte Bundeskanzler Friedrich Merz bislang noch verhindern, sie dürfte im Falle einer Verhandlungslösung aber mit aller Wucht beginnen.

Entsprechend gedämpft sind die Erwartungen an das Treffen in Paris. Jacob Ross von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) hält das Treffen der „Koalition der Willigen“ „zu einem großen Teil für Macron-Inszenierung“. Der Elysée-Palast setze häufig das Narrativ, dass die Franzosen diejenigen seien, „die qualitativ, strategisch die Akzente setzen“, sagt Ross. Aus französischer Sicht gehöre Deutschland zwar finanziell und durch Waffenlieferungen zu den wichtigsten Unterstützern der Ukraine, sei aber an den entscheidenden Stellen zögerlich. „Dazu gehört auch das Commitment, deutsche Bodentruppen in die Ukraine zu entsenden“, sagt Ross. „Mit den Erfahrungen der bisherigen Gipfel halte ich die Chancen für gering, dass ein konkreter Plan aus diesem Gipfel entsteht“, sagt Ross. Schon beim Treffen der „Koalition der Willigen“ im September hatten sich Merz und Boris Pistorius an der offenen Kommunikation der Franzosen zu Sicherheitsgarantien für die Ukraine gestört. Welchen Spagat die EU in der Außenpolitik unternimmt, lesen Sie im Europe.Table.

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News

Umstrukturierung in Kanzleramt und Parteizentrale: Philipp Birkenmaier übernimmt künftig die Leitung des Kanzlerbüros. Friedrich Merz hat den 50-jährigen bisherigen Bundesgeschäftsführer der CDU am Montag überraschend in sein Team berufen. In einem Schreiben des Regierungssprechers heißt es, Birkenmaier verfüge über „langjährige Erfahrung in Regierung, Fraktion und der Partei“. Er folgt damit auf Jacob Schrot, der bislang Merz’ Büroleiter war. In einem Schreiben des Regierungssprechers heißt es, Merz und Schrot würden ihre Zusammenarbeit nach vier Jahren in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und im Kanzleramt „im gegenseitigen Einvernehmen“ beenden. Die Leitung des nationalen Sicherheitsrates übernimmt vorerst Merz sicherheitspolitischer Berater Günter Sauter.

Zudem soll Merz weitere Personalien im Konrad-Adenauer-Haus vorbereiten, heißt es. Im Konrad-Adenauer-Haus wird demnach nicht nur ein neuer Bundesgeschäftsführer gesucht, sondern auch eine neue Person für die strategische Kommunikation. Die Koordinierung zwischen Kanzleramt, Partei und Fraktion müsse besser werden, so heißt es vor allem aus der Partei. Hier habe es bislang Defizite gegeben. Merz soll sich deshalb nach Informationen von Table.Briefings schon vor Weihnachten entschieden haben, seine Büroleitung neu zu besetzen. Der Unmut über Schrot war in Teilen der Fraktion, vor allem aber in der Partei zuletzt groß. Sowohl die Landesverbände als auch das Adenauer-Haus wurden nach Informationen von Table.Briefings immer wieder von der Regierungsarbeit vor den Kopf gestoßen, zuletzt bei dem Rentenpaket. Auch bei den Einschränkungen von Waffenlieferungen nach Israel oder bei der Stromsteuer fühlten sich Partei und Fraktion übergangen. Als die Situation zuletzt während der Rentendebatte zu eskalieren drohte, sollen sich enge Vertraute des Kanzlers an Merz gewandt und ihren Unmut geäußert haben. So gehe es nicht weiter; es brauche eine Veränderung. Der Draht in die Partei fehle, zudem liege der Fokus zu sehr auf Außenpolitik, zu wenig auf Wirtschaft.

Mit Birkenmaier soll nun der Draht in die Partei intensiviert und ein wirtschaftspolitischer Fokus gesetzt werden. Er ist seit dem 1. Juli 2024 im Konrad-Adenauer-Haus, zuvor arbeitete der Volljurist und Wirtschaftsexperte als Geschäftsführer des Parlamentskreises Mittelstand in der Fraktion und im Wirtschaftsministerium. In Teilen der Fraktion wird der Wechsel entsprechend begrüßt. Der Vorsitzende des Parlamentskreises Mittelstand, Christian von Stetten, sagte Table.Briefings, die Berufung Birkenmaiers zum neuen Chef des Kanzlerbüros sei „die wichtigste wirtschaftspolitische Nachricht des neuen Jahres.“ Sara Sievert

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Blackout in Berlin: Warum der Bürgermeister nun doch die Bundeswehr aktiviert hat und Hotels für Betroffene zahlen will. Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, hat sein Krisenmanagement in den vergangenen Tagen verteidigt. Er habe direkt nach der Information am Samstagmorgen die Stromnetzbetreiber angerufen und immer wieder darauf gedrängt, „weil ich wissen wollte, wie es schneller geht, wie wir es schneller hinbekommen“, sagte Wegner im Podcast Table.Today. „Ich glaube, ich habe den einen oder anderen auch genervt.“ Schon am Samstag habe er die Bundeswehr als Hilfe in Gesprächen mit dem Krisenstab angemahnt und am Sonntag auch mit Verteidigungsminister Boris Pistorius besprochen. Am Montag seien nun Bundeswehr-Soldaten mit Stromgeneratoren unterwegs, um die restlichen 35.000 Haushalte zu versorgen. Außerdem will Wegner die Hotelkosten für vulnerable Personen übernehmen, die aus ihren Haushalten herausgeholt wurden und keine anderen Unterkünfte gefunden haben. „Ich habe heute den Finanzsenator gebeten, das nochmal zu prüfen. Ich möchte gerne, dass wir die Menschen aus den Gebieten, die jetzt für die nächsten Tage, hoffentlich nur noch wenige in Hotels gegebenenfalls unterkommen müssen, dass die Kosten komplett gedeckt werden.“

Der Bund hat die Vorsorge vor Stromausfällen verzögert. Schon bis Oktober 2024 hätte die Bundesregierung eine EU-Richtlinie umsetzen müssen, die dem physischen Schutz kritischer Infrastrukturen dienen soll. Demnach hätte die Bundesregierung Stromnetzbetreiber verpflichten müssen, regelmäßig Risikobewertungen zu erstellen und Maßnahmen zu ergreifen, „um das Auftreten von Sicherheitsvorfällen zu verhindern“.

Doch weder die Ampel noch Schwarz-Rot haben die europäische CER-Richtlinie bislang in nationales Recht umgesetzt. Erst im September hat das Kabinett den Entwurf des KRITIS-Dachgesetzes beschlossen. Warum laut einem Europarechtler Unternehmen wie die Stromnetz Berlin GmbH eine besondere Verantwortung tragen könnten, lesen Sie im Europe.Table. Das Podcast-Gespräch mit dem Regierenden Bürgermeister hören Sie ab 5 Uhr hier. Manuel Berkel, Michael Bröcker

Table.Today mit Kai Wegner. "Wie verletzlich ist Berlin, Herr Wegner?"
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Auch 2026: Wir sind die Fair-zu-Jugendlichen-Versicherung. Weil wir die wachsende Zahl älterer Menschen versorgen können, ohne die Jüngeren damit zu belasten. Dafür bilden wir von Beginn an Rücklagen, die stetig Zinsen einbringen. Für unsere Versicherten haben wir so bereits über 340 Milliarden Euro zurückgelegt, um ihre mit dem Alter steigenden Behandlungskosten abzusichern. (mehr auf pkv.de)

Robert Crumbach: „Das BSW ist nicht regierungsfähig.“ Nach seinem Rückzug aus dem BSW rechnet Brandenburgs Finanzminister Robert Crumbach scharf mit der Partei ab. Im Gespräch mit Table.Briefings erklärt er: „Das BSW ist weder regierungsfähig noch regierungswillig.“ In der Partei gebe es „keinerlei Willen, die Gesellschaft positiv zu gestalten“. Crumbach will nun der SPD beitreten. Damit könnte es zu einer rot-schwarzen Koalition in Brandenburg kommen. Ob Crumbach Finanzminister bleibt, war am Montag noch unklar.

Crumbach nannte es einen Fehler, den BSW-Landesvorsitz an Friederike Benda abgegeben zu haben. „Damit habe ich Macht in die falschen Hände gegeben.“ Benda ist auch Mitglied des BSW-Bundesvorstands. Bereits im November hatten vier Abgeordnete die Landtagsfraktion verlassen. Zwei kehrten nach Drängen von Parteigründerin Sahra Wagenknecht zurück. Crumbach informierte Wagenknecht nicht vorab über seinen Austritt. Leonard Schulz

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Klausur in Seeon: CSU fordert Abschaffung des Verbandsklagerechts. Die Partei zielt damit vor allem auf Umweltverbände ab, wie aus einem Beschlussentwurf hervorgeht, der Table.Briefings vorliegt. Infrastrukturvorhaben stünden dabei besonders im Fokus. Klagewellen „von nicht am Verfahren beteiligten Personen oder Vereinigungen“ lähmten die „dringliche Modernisierung“ Deutschlands. Nach dem Willen der Partei sollen außerdem künftig maximal zwei Instanzen angerufen werden. Dies schaffe bessere Planbarkeit und schnellere Rechtssicherheit.

Der Entwurf soll bei der Klausurtagung der CSU in Seeon verabschiedet werden, um das Vorhaben auf EU- und Bundesebene voranzutreiben. Der Koalitionsausschuss hatte sich Mitte Dezember bereits auf die Einschränkung des Verbandsklagerechts von Umweltverbänden verständigt. Ein entsprechender Gesetzentwurf soll spätestens Ende Februar beschlossen werden. Magdalena Latz

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Kommunalfinanzen: Städte- und Gemeindebund warnt vor Unterbietungswettbewerb. Im Umgang mit der schwierigen Finanzlage warnt der Spitzenverband vor „Kannibalismus“ unter den Kommunen. Alle Gemeinden hätten wegen der aktuellen Situation die lokalen Steuern wie die Grund- und Gewerbesteuer angehoben, sagte DStGB-Präsident Ralph Spiegler am Montag bei der Präsentation eines Rückblicks auf 2025 und eines Ausblicks auf 2026. Im Wettbewerb untereinander müssten Städte und Gemeinden solche Schritte aber so austarieren, dass sie sich nicht gegenseitig kannibalisieren. Steueroasen würden nicht zur „Solidarität in der kommunalen Familie“ passen, sondern zu „nicht akzeptablen Verzerrungen der Steuergerechtigkeit“ führen, so der DStGB zu Table.Briefings. Der Gesetzgeber bleibe in der Pflicht, derartige Schlupflöcher zu stopfen. Okan Bellikli

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Digitalisierung: Karsten Wildberger wirbt in seinem Haus für „ruhige Dringlichkeit“. Der Digitalminister versucht zum Jahresbeginn, einen Stimmungsumschwung in seinem Haus einzuleiten – ohne Pathos, aber mit deutlicher Ansage. In einem Neujahrsbrief an die Mitarbeiter des Digitalministeriums, der Table.Briefings vorliegt, warnt der Minister vor „Pessimismus, Lähmung und Zynismus“. Die Lage im Land beschreibt er in deutlichen Worten: „Die Stimmung ist derzeit düster, fast resigniert.“ Statt klassische Aufbruchsrhetorik zu verwenden, wirbt Wildberger für eine Haltung, die er „ruhige Dringlichkeit“ nennt. Gemeint ist weniger Motivation als Disziplin: ein klarer Plan, der konsequent umgesetzt wird – auch ohne große Worte.

Inhaltlich bleibt Wildberger bei bekannten Vorhaben: Modernisierungsagenda von Bund und Ländern; Deutschland-Stack, ein KI-Serviceportal; der Staat als Anker-Kunde für digitale Infrastrukturen. Besonders deutlich wird Wildberger beim Thema KI, die er als Kern einer wirtschafts- und staatspolitischen Erneuerung sieht. Trotz aller offenen Fragen sei die KI „vielleicht die größte Chance für Deutschlands Comeback“, schreibt Wildberger. Leonard Schulz

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SPD-Wirtschaftsforum: Sozialpartnerschaft am Scheideweg. Die Sozialpartnerschaft, eine der Errungenschaften der alten Bundesrepublik, brauche eine Neubelebung. Dafür plädieren die Präsidentin und der Geschäftsführer des SPD-Wirtschaftsforums, Ines Zenke und Frank Wilhelmy, in einem Gastbeitrag für Table.Briefings. Alte Lagerlogiken von Gewerkschaften und Arbeitgebern, Rituale und überholte Klassenkampfrhetorik trügen nicht dazu bei, die neuen Herausforderungen zu bewältigen. Die Transformation und der rechtspopulistische Vormarsch erforderten „ein neues Denken“.

„Die Sozialpartnerschaft ist kein Denkmal der Vergangenheit. Sie muss Labor der Zukunft sein.“ Wer die Sozialpartnerschaft nur sentimental verteidige, setze sie aufs Spiel, so die Autoren: „Wer sie erneuert, rettet ihren Kern.“ Gefragt sei ein gemeinsamer Umgang mit der Disruption. Warum und wie die Sozialpartnerschaft Vorbild für Gesellschaft und Politik sein könnte, lesen Sie im Berlin.Table. Horand Knaup

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Verkehrswende: Wie nachhaltige Mobilität gelingen kann. Auf EU-Ebene wird aktuell über Klimaziele im Verkehr und vermeintliche technologische Bevormundung debattiert. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Werte und Einstellungen von Menschen weniger Einfluss darauf haben, ob sie klimafreundliche Verkehrsmittel nutzen, als bisher gedacht. Stattdessen sind vorrangig die Rahmenbedingungen entscheidend. Zudem sei es wichtig, Menschen gut über das bestehende Angebot zu informieren, sagt der Verkehrsforscher Johannes Weyer. Warum gute Politik gar nicht versuchen sollte, die Einstellungen von Menschen zu beeinflussen, lesen Sie im Climate.Table. Alexandra Endres

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Table.Documents

Neujahrsbrief von Karsten Wildberger an seine Mitarbeiter

Erklärung von Robert Crumbach zum Austritt aus Partei und Fraktion

Ausblick 2026 des Städte- und Gemeindebunds

Studie der Hans-Böckler-Stiftung zu Auswirkungen der Bereichsausnahme Verteidigung auf die Schuldenquote

Analyse von Finanzwende zu Lobbyismus im Umwelt- und Verbraucherschutz

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Heads

Chen Xukai alias SKAI ISYOURGOD ist ein Musiker, der als Gesicht des Raps made in China bezeichnet wird. Er ist sehr beliebt, aber auf dem Radar der staatlichen Zensoren. Warum er einen Nerv in der Gesellschaft getroffen hat, lesen Sie im China.Table. Fabian Peltsch

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Best of Table

Europe.Table: Welche Digitalgesetze die EU jetzt plant. Für 2026 stehen Cybersicherheit, Infrastruktur, KI und Quantentechnologie im Fokus der EU-Kommission. Was bereits im Januar konkret ansteht, lesen Sie hier.

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China.Table: Wie weit reicht Pekings Schutz für Teheran? Angesichts des wachsenden Drucks aus den USA sucht Teheran verstärkt Pekings Nähe. Doch China verfolgt eigene strategische Ziele in der Region. Wie diese aussehen, lesen Sie hier.

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Africa.Table: Wie die Sahel-Staaten auf Trumps Einreiseverbot reagieren. Seit 1. Januar gilt für Bürger aus 39 Ländern weltweit ein vollständiges oder teilweises Einreiseverbot in die USA. 26 Länder davon liegen in Afrika. Welche Gegenmaßnahmen die Sahel-Staaten eingeleitet haben, lesen Sie hier.

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Time.Table

Parteien I: Klausurtagung der CSU-Bundestagsfraktion in Kloster Seeon. Auftaktstatement mit Markus Söder und Alexander Hoffmann, 12:30 Uhr. Statement mit Alexander Hoffmann und Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden, 15:45 Uhr.

Parteien II: Dreikönigstreffen der FDP mit Christian Dürr, Nicole Büttner und Hans-Ulrich Rülke, Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Baden-Württemberg. Stuttgarter Opernhaus, 11 Uhr

Außenpolitik: Gipfel der „Koalition der Willigen“ in Paris zur Unterstützung der Ukraine und zur Absicherung eines möglichen Waffenstillstands. Mit Friedrich Merz, Emmanuel Macron, Wolodymyr Selenskyj, Mark Rutte, Ursula von der Leyen, Steve Witkoff und Jared Kushner. Pressekonferenz um ca. 18 Uhr

Berlin: Pressebriefing zum Anschlag auf das Berliner Stromnetz mit Kai Wegner. Berliner Rathaus, 13 Uhr

Wirtschaft: Das Statistische Bundesamt gibt die Inflationsrate für Dezember sowie für das Gesamtjahr 2025 bekannt. 14 Uhr

Bundeswehr: Die Fregatte „Sachsen“ läuft zu einem Nato-Einsatz aus. Wilhelmshaven, 14 Uhr

Tradition: Empfang der Sternsinger durch Frank-Walter Steinmeier und Thorsten Frei. Schloss Bellevue, 11 Uhr und Bundeskanzleramt, 14 Uhr

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Must-Reads

RBB: Brandenburgs Regierung wackelt. Nachdem Vize-MP Robert Crumbach seinen Austritt verkündet hat, stellt die SPD die Regierungsfähigkeit des BSW infrage. Man brauche „zwingend ein klares und einheitliches Bekenntnis der BSW-Fraktion zur Koalition“, sagte Generalsekretär Kurt Fischer. Bisher lehnt das BSW das von der SPD geforderte Treuebekenntnis ab. Die BSW-Bundesspitze sieht noch eine Chance für die Koalition. („Brandenburger Finanzminister Crumbach verkündet Austritt aus BSW“)

MDR: AfD Sachsen-Anhalt schließt Schatzmeister aus. Die Landtagsfraktion hat am Montag beschlossen, Matthias Lieschke mit sofortiger Wirkung auszuschließen. Er soll ein Kreisspitzentreffen im Dezember heimlich mitgeschnitten haben, um die Datei dann dem früheren Generalsekretär Jan-Wenzel Schmidt weiterzuleiten. Der erhebt selbst schwere Vorwürfe gegen den Landesvorstand. („AfD schließt Matthias Lieschke aus Landtagsfraktion aus“)

Tagesspiegel: Neue Radwege bleiben unter Wegners Versprechen. Mindestens 12,25 Kilometer sollen 2026 neu entstehen oder wiedereröffnet werden. Oft handelt es sich um Fahrradstraßen. Unter Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) wurden 2022 noch 26,5 Kilometer neue Radwege fertig. Kai Wegner hatte zu Amtsantritt erklärt, die Zahlen „deutlich überbieten“ zu wollen. Gelungen ist das bisher in keinem Jahr. („Diese neuen Radwege sollen 2026 in Berlin gebaut werden“)

Nicht überlesen!

FragDenStaat: Welche Domains die Bundesregierung nutzt. Anders als etwa die USA mit .gov hat Deutschland keine zentrale Domain für Behörden. Der Bund stufe entsprechende Listen mit Verweis auf Cybersicherheit als Verschlusssache ein, schreibt Tim Philipp Schäfers. Dabei seien Betrugsversuche und Desinformationskampagnen schwerer, wenn die Adressen bekannt sind. FragDenStaat veröffentlicht daher mehr als 2.000 Domains. („Ohne Transparenz keine Sicherheit“)

Stern: Das Erfolgsmodell Alexander Hoffmann. Nicht mal Alexander Hoffmann selbst soll damit gerechnet haben, als CSU-Landesgruppenchef auf Alexander Dobrindt zu folgen; nun gehört er koalitionsintern zu den Beliebtesten. Er gelte als freundlich, bestimmt; nicht aufregend, aber effizient; hellwach und fleißig. Ihm vertrauen SPDler, die seine Positionen als CSU pur beschreiben. Und Unionler sagen, von Jens Spahn unterschieden ihn Empathie und Loyalität. („Nur Streit und Misstrauen in der Koalition? Bei einem läuft's anders“)

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Schlagzeilen von morgen

Meistgelesenes von heute

Heute Abend in den Talkshows

unter den linden, 22:15 Uhr: Guido Steinberg, Metin Hakverdi

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Interviews von morgen

Deutschlandfunk

6:50 Uhr: Ralf Stegner, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss (SPD): Venezuela

7:15 Uhr: Alexander Hoffmann, CSU-Landesgruppenchef: Klausur in Seeon

8:10 Uhr: Jan van Aken, Ko-Parteivorsitzender (Linke): Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe

ZDF

6:35 Uhr: Christian Dürr, FDP-Vorsitzender: Dreikönigstreffen

7:05 Uhr: Herfried Münkler, Politikwissenschaftler: Internationale Ordnung

8:05 Uhr: Tim Klüssendorf, SPD-Generalsekretär: Ausblick 2026

8:30 Uhr: Cathryn Clüver Ashbrook, Politikwissenschaftlerin: Jahrestag des

Kapitol-Sturms

phoenix

09:05 Uhr: Roderich Kiesewetter, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss (CDU): Anspruch der US-Regierung auf Grönland

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Geburtstage von morgen

Andreas Dressel, Finanzsenator von Hamburg (SPD), 51

Eva Högl, Innensenatorin von Bremen (SPD), 57

Judith Rakers, Journalistin, 50

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Nachttisch

Unser Tipp führt Sie heute zur Aufklärung von US-Kriegsverbrechen. Der Journalist Seymour Hersh hat in den vergangenen Jahrzehnten entscheidend dazu beigetragen. Die Dokumentation von Oscar-Gewinnerin Laura Poitras und Co-Regisseur Mark Oberhaus porträtiert den Pulitzerpreis-Träger und seine Arbeiten, etwa zum Massaker von My Lai 1968 und dem Folterskandal von Abu Ghraib 2004. Der Watergate-Skandal und die Ausspionierung von US-Bürgern durch die CIA kommen ebenso zur Sprache wie die Kritik an Hershs Berichterstattung zum Anschlag auf die Nord-Stream-Pipelines. Dass der Reporter in den USA schon immer die Gemüter erhitzte, zeigt eine Tonaufnahme von Richard Nixon: Hersh sei ein „son of a bitch“, aber „usually right“. Okan Bellikli

Laura Poitras/Mark Oberhaus: Cover-Up | Netflix

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Das war’s für heute. Good night and good luck!

Heute haben Okan Bellikli, Laura Block, Stefan Braun, Michael Bröcker, Frederik Bombosch, Gabriel Bub, Helene Bubrowski, Julia Dahm, Damir Fras, Daniel Friesen, Franziska Klemenz, Malte Kreutzfeldt, Magdalena Latz, Vincent Mikoteit, Sven Siebert und Sara Sievert mitgewirkt.

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