Digitalisierung: Karsten Wildberger wirbt in seinem Haus für „ruhige Dringlichkeit“

05. Januar 2026

Digitalisierung: Karsten Wildberger wirbt in seinem Haus für „ruhige Dringlichkeit“. Der Digitalminister versucht zum Jahresbeginn, einen Stimmungsumschwung in seinem Haus einzuleiten – ohne Pathos, aber mit deutlicher Ansage. In einem Neujahrsbrief an die Mitarbeiter des Digitalministeriums, der Table.Briefings vorliegt, warnt der Minister vor „Pessimismus, Lähmung und Zynismus“. Die Lage im Land beschreibt er in deutlichen Worten: „Die Stimmung ist derzeit düster, fast resigniert.“ Statt klassische Aufbruchsrhetorik zu verwenden, wirbt Wildberger für eine Haltung, die er „ruhige Dringlichkeit“ nennt. Gemeint ist weniger Motivation als Disziplin: ein klarer Plan, der konsequent umgesetzt wird – auch ohne große Worte.

Inhaltlich bleibt Wildberger bei bekannten Vorhaben: Modernisierungsagenda von Bund und Ländern; Deutschland-Stack, ein KI-Serviceportal; der Staat als Anker-Kunde für digitale Infrastrukturen. Besonders deutlich wird Wildberger beim Thema KI, die er als Kern einer wirtschafts- und staatspolitischen Erneuerung sieht. Trotz aller offenen Fragen sei die KI „vielleicht die größte Chance für Deutschlands Comeback“, schreibt Wildberger. Leonard Schulz

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Letzte Aktualisierung: 05. Januar 2026