Table.Briefings

Analyse

Gegenüber China "besser, schneller, innovativer sein"

Auch dank seines nun 20-jährigen Engagements in China ist Webasto zu einem der größten Automobilzulieferer der Welt geworden. Das Unternehmen ist vielen bekannt, weil bei ihm der erste Corona-Fall in Deutschland festgestellt wurde. Der Schock von damals ist überstanden, doch CEO Holger Engelmann blickt besorgt in die Zukunft. Im Interview mit China.Table fürchtet er ein wirtschaftliches Long Covid mit nicht absehbaren Konsequenzen. Insbesondere Nachschubprobleme, Fachkräftemangel und weitere Störungen der Weltwirtschaft machen ihm Sorgen. Den Aufbau einer eigenen Lieferkette ausschließlich für den chinesischen Markt hält er in Zukunft für wahrscheinlich. Das Interview führte Marcel Grzanna.

Von Marcel Grzanna

Ökodesign: Das Update kommt später

Die EU-Kommission hat zu viel versprochen und muss nachsitzen. Neue Regeln für Smartphones und Tablets werden nun erst 2022 erwartet – wenn alles gut geht. Europaparlament und Bundesregierung wünschen sich bald schärfere Vorgaben.

Von Eric Bonse

Rat: Fortschritte bei DSA, DMA, DGA, KI- und e-Privacy-Verordnung

Die Ratsarbeitsgruppen haben in den vergangenen Tagen deutliche Fortschritte in den Digital-Dossiers erreicht. Insbesondere beim Paket aus Digital Services Act (DSA) und Digital Single Markets Act (DMA) zeichnet sich hier nun die Zielgerade vor dem Trilog mit Parlament und Kommission ab. Und auch beim weniger strittigen Data Governance Act (DGA) dürfte bald das nächste Etappenziel erreicht sein.

Von Falk Steiner

COP26: Das Ringen um Artikel 6

Das wohl wichtigste Ziel der Weltklimakonferenz in Glasgow (COP26) ist eine Einigung über die Umsetzung von Artikel 6 des Pariser Klimaabkommens – dem letzten noch nicht fertig ausverhandelten Teil des sogenannten „Paris Rulebook“. Es geht um die Schaffung eines globalen CO₂-Zertifikatehandels. Um die Rahmenbedingungen dürfte kräftig gerungen werden.

Von Lukas Knigge

Data Act-Verschiebung: Woran es hakt

Digitalwirtschaft fehlt es an Daten – diesen Mangel soll der Data Act beheben. Doch der Gesetzesvorschlag der EU-Kommission verzögert sich wegen interner Bedenken. Diese betreffen Bereiche, die auch der Wirtschaft Sorgen bereiten.

Von Till Hoppe

Shenzhen Anleihen Hongkong

Shenzhen darf sich international finanzieren

Ein großer Schritt für die Öffnung der chinesischen Finanzmärkte: Shenzhen hat als erste chinesische Stadt eine Anleihe an internationale Investoren ausgegeben. Bisher war die Kreditaufnahme chinesischer Gemeinden eine innere Angelegenheit. Die Beteiligung des Auslands könnte neue Professionalität in die Finanzierung der Gebietskörperschaften bringen. Sie bindet den weltweiten Finanzmarkt aber auch enger an China – im Guten wie im Schlechten.

Von Frank Sieren

Datenanalyse bringt Licht in Auslandshilfe

China gehört den Zahlen nach international zu den großzügigsten Gebern von Entwicklungshilfe. Oder doch nicht? Eine Veranstaltung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) bringt hier neue Einsichten. Die Kredite haben oft keine besonders günstigen Konditionen. Außerdem herrscht Intransparenz. Selbst chinesische Beamte wissen oft nicht, welche Förderstelle welche Summen an welche Empfänger vergibt.

Von

Desinformationskampagnen mit wenig Erfolg

Peking verbreitet seine Narrative auch in westlichen sozialen Medien. Vor allem seit Beginn der Corona-Pandemie haben Desinformationskampagnen mit dem Ziel, China in einem besseren Licht dastehen zu lassen, im Netz zugenommen. Der Erfolg ist allerdings mäßig, wie Beobachterinnen und Beobachter erklären. Sie warnen trotzdem vor einer künftigen Tech-Abhängigkeit des Westens.

Von Amelie Richter

NIS-Revision: Cybersicherheit soll Chefsache werden

Ransomware und staatlich geduldetes oder gefördertes Hacking beschäftigen immer mehr Institutionen und Unternehmen. Die Revision der Netzwerksicherheits- und Informationsrichtlinie soll hier etwas Abhilfe schaffen – und ist nun auf dem legislativen Fast Track in den Trilog.

Von Falk Steiner

Personalisierte Werbung beherrscht DSA-Debatte im IMCO

Die Verhandlungen zum Digital Services Act kommen im Binnenmarktausschuss nur schleppend voran. Obwohl sich die Positionen beim Verbot personalisierter Werbung annähern und das Thema nicht auf der Debatten-Tagesordnung stand, heizte die Kommission die Diskussion neu an. Einigkeit herrschte darüber, dass die Anhörung der Whistleblowerin Frances Haugen Konsequenzen für das Gesetzesvorhaben haben wird.

Von Jasmin Kohl