Xi Jinping betreibt einen wahren Kult um Chinas Große Mauer. Dabei sah Mao Zedong in dem antiken Großbauwerk einst ein feudales Relikt. Das hinderte ihn aber nicht, ein Ritual zu begründen: Ausländische Würdenträger auf Besuch in Peking überbieten sich mit der Weite ihrer Spaziergänge auf dem Bauwerk.
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Vizepremierminister Liu He gilt als Vertrauter von Chinas Staatspräsident Xi Jinping und dessen oberster Wirtschaftsberatern. Der 70-jährige setzt auf mehr Marktwirtschaft und stärkere Internationalisierung und bewegt damit sogar ausländische Börsen. Der amtierende Premierminister Li Keqiang steht im Regen. Hat Xi womöglich noch Großes mit Liu vor?
Von Frank Sieren
Vor dem Gipfel ist quasi nach dem Gipfel: Das hochrangige Treffen zwischen der EU-Spitze mit Chinas Staatspräsidenten hat zu keinen neuen Fortschritten geführt. Peking spricht beim Ukraine-Krieg weiterhin von einer regionalen Krise, Brüssel warnt vor der Untergrabung der Russland-Sanktionen.
Von Amelie Richter
Pekings Umgang mit der eigenen Geschichte ist immer wieder einen besonderen Blick wert. Denn mit der Transparenz ist es auch hier nicht allzu weit her. Chinas Außenministerium gab 2006 jedoch erstmals ein Buch über freigegebene Dokumente heraus. Einen zweiten Band gab es nie. So müssen noch andere Dokumente für die Geschichtserinnerung herhalten.
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China wird immer mehr zum Xi-Staat. Doch auch wenn Xi Jinping noch nicht so isoliert sein dürfte wie Wladimir Putin, birgt die Allmacht des Präsidenten durchaus Risiken bei der Entscheidungsfindung. Seine Weigerung, geordnet abzutreten, stört derweil vor allem die mittelalten Kader.
Von Christiane Kuehl
Wie lange hält China seinen Drahtseilakt zum Ukraine-Konflikt noch durch? Der Druck auf Peking wächst, endlich Stellung zu beziehen. Doch noch versucht China mit allen Mitteln, eine Art pro-russische Neutralität zu bewahren.
Von Christiane Kuehl