Die globalisierte Welt driftet ein weiteres Stück auseinander. Während Xi sich von zentralasiatischen Seidenstraßenpartnern feiern ließ, beschlossen die G7 eine robustere Abwehr gegen China. Die G7 betonten zwar auch Dialogbereitschaft – in Peking kam die Botschaft aber denkbar schlecht an.
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Inmitten der Kulturrevolution las sich Xi Jinping durch Shakespeare, Goethe und Marx – behauptet er zumindest. Wie Xi sich als literarischer Autodidakt die Kulturschriften Chinas und der Welt aneignete, ist heute Teil des grotesken Personenkultes um den Parteichef.
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Zeitgleich mit dem G7-Treffen in Japan hält China einen eigenen Gipfel mit fünf zentralasiatischen Staaten ab. Xi Jinping will klarmachen, dass der Westen nicht allein den Ton angibt. Russland degradiert er zum Gehilfen seiner Strategie gegenüber den Ex-Sowjetstaaten.
Von Jörn Petring
Die Aussagen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron zu Taiwan und der Abhängigkeit Europas von Washington hatten vor gut einem Monat einen kleinen transatlantischen Sturm ausgelöst. Der französische Journalist und Ex-China-Korrespondent Pierre Haski saß während des Interviews neben Macron im Flieger. Mit ihm sprach Amelie Richter in Paris.
Von Amelie Richter
EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen und Frankreichs Präsident Macron hatten darauf gehofft, bei ihrem China-Besuch, Präsident Xi Jinping gegen Putin in Stellung bringen zu können. Die Strategie war gewagt: Macron umschmeichelte Xi, die EU-Kommissionspräsidentin trat kritisch auf. Publizist und Geopolitik-Experte Alexander Görlach hält die Strategie für gescheitert.
Von Felix Lee
Eine Reise, zwei Stile: Macron und Xi umwerben sich gegenseitig. Von der Leyen wirkt im Vergleich dazu weniger charmant, kommt dafür aber offen und direkt herüber. Die EU-Kommissionschefin behält den kritischen Ton ihrer Grundsatzrede auch während des Besuchs in Peking bei. Xi gönnt den beiden Europäern indes öffentlich keine Gesprächserfolge in Sachen Ukraine.
Von Amelie Richter