„Trauere zutiefst um den Genossen Li Keqiang“: Chinas Staatsführung hat am Donnerstag Abschied vom ehemaligen Regierungschef genommen, der als Premier des Volkes bekannt war. Die öffentlichen Ehrungen für ihn wurden streng kontrolliert.
Von Frank Sieren
Li Keqiang galt bei Amtsantritt als wirtschaftlicher Reformer. Doch schnell wurde klar, dass Xi andere Vorstellungen hatte. Er drängte den aus der kommunistischen Jugendliga aufgestiegenen Premier zunehmend ins Abseits und fällte alle wichtigen Entscheidungen selbst. Li ließ nur durch gelegentliche Spitzen durchblicken, dass er die Dinge anders sah.
Von Christiane Kuehl
In Peking steht das für die Wirtschaft wichtigste Parteitreffen seit Jahren bevor. Beobachter erwarten Hinweise auf anstehende Reformen. Ein großes Konjunkturpaket ist aber unwahrscheinlich.
Von Jörn Petring