Die Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, verzögert auch zum Ende ihrer Amtszeit die Veröffentlichung ihrer Bewertung chinesischer Menschenrechtsverletzungen in Xinjiang. Peking bekommt sogar die Möglichkeit, den Inhalt des Papiers noch mitzugestalten. Kritiker sehen sich deshalb bestätigt, dass die frühere chilenische Staatspräsidentin China nie kritisieren wollte.
Von Marcel Grzanna
Zum Besuch der UN-Kommissarin für Menschenrechte in China veröffentlicht ein Konsortium internationaler Medien neue Dokumente zu massiven Menschenrechtsverbrechen in Xinjiang. Die Xinjiang Police Files belegen eine unmittelbare Verstrickung des innersten Machtzirkels der Kommunistischen Partei in die brutale Internierung von Millionen von Uiguren. Schon werden Forderungen nach weiteren Sanktionen laut.
Von Marcel Grzanna