Die neue EU-Verordnung über entwaldungsfreie Lieferketten sagt der großflächigen Rodung für den Anbau bestimmter Produkte den Kampf an. Doch die strengen Auflagen könnten Kleinbauern den Zugang zum europäischen Markt versperren, wie das Beispiel der DR Kongo zeigt.
Von Redaktion Table
Drei Organisationen haben gegen Amazon und Ikea Beschwerde eingelegt, weil diese aus Sicht der Organisationen menschenrechtliche Sorgfaltspflichten in ihren Lieferketten nicht einhalten. Die Beschwerde ist die erste auf Grundlage des deutschen Lieferkettengesetzes, das seit Januar 2023 gilt.
Von Caspar Dohmen
Der französische Abgeordnete Dominique Potier hat das erste Lieferkettengesetz Europas mit auf den Weg gebracht. Im Interview mit Charlotte Wirth kritisiert er das deutsche Gesetz und den Entwurf für eine europäische Richtlinie, die Unternehmen zu detaillierte Vorgaben machten – und damit falsche Anreize setzten.
Von Charlotte Wirth
Seit Rana Plaza habe es in Produktionsländern zahlreiche Verbesserungen gegeben, in Bangladesch etwa eine Vereinbarung zum Brandschutz und zur Gebäudesicherheit. Die Bundesregierung unterstütze die Ausweitung solcher Vereinbarungen auf andere Länder, sagt BMZ-Ministerin Svenja Schulze im Interview mit Carsten Hübner.
Von Carsten Hübner
Ginge es nach dem Rat, würde die Finanzbranche fast gänzlich vom EU-Sorgfaltspflichtengesetz ausgeschlossen. Was das konkret bedeutet, zeigt ein Beispiel aus Mexiko, in das auch eine Luxemburger Finanzholding involviert ist. An dem Fall wird deutlich, wie schwer es ist, die Frage der Verantwortlichkeit von Finanzdienstleistern zu klären.
Von Charlotte Wirth