Chinesische Übernahmen von deutschen Unternehmen sollten in Zukunft weit restriktiver gehandhabt werden. Schließlich nutzt China alle internationalen Beziehungen zum größten eigenen Nutzen. Wenn der Bundeskanzler also zum jetzigen Zeitpunkt schon nach China reist, dann müssen die Gespräche jenseits von Handelsfragen auch die globalen politischen Themen aufgreifen.
Von Experts Table.Briefings
Die China-Reise von Olaf Scholz fällt in eine besonders kritische Zeit: Der Kampf um die „Neuverteilung der Macht in der Welt“ ist in vollem Gange, während Europa noch immer um eine gemeinsame China-Strategie ringt.
Von Experts Table.Briefings
Während die Aufwartung des Bundeskanzlers in Peking die deutsche Diskussion befeuert, zeigen sich chinesische Medien geradezu euphorisch. Scholz wird hier als guter Freund des Landes dargestellt. Die Kritik aus der Ampelkoalition wird derweil immer lauter.
Von Redaktion Table
Bundeskanzler Olaf Scholz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron haben am Mittwoch in Paris versucht, die Eiszeit in den gegenseitigen Beziehungen zu beenden und Differenzen beizulegen. Die Bilanz ist zwiespältig: Nach protokollarischen Differenzen betonten beide Seiten den Erfolg.
Von
Gegen alle Widerstände hat Scholz den Hafen-Deal mit Cosco in Hamburg durchgepeitscht. Das kostet ihn erhebliches politisches Kapital in der Koalition und in den Ländern. Er hat damit sogar die in politischen Fragen sonst eher sich zurückhaltenden Sinologen der Stadt gegen sich aufgebracht. Wirtschaftsvertreter warnen derweil vor China-Bashing.
Von
Kanzler Scholz reist am Mittwoch nach Paris, um die angespannten Beziehungen zu verbessern. Die Ursachen für den jüngsten Krach liegen aber nicht nur in inhaltlichen Differenzen. Auch Berliner Beobachter machen dafür die Bundesregierung verantwortlich.
Von Till Hoppe
Nach massiver Kritik am Verkauf von Anteilen des Hamburger Hafens an das chinesische Staatsunternehmen Cosco zeichnet sich nun in letzter Minute ein Kompromiss ab. Die chinesische Seite würde demnach einen geringeren Anteil an dem Terminal übernehmen und sich somit mit geringem Einfluss zufriedengeben. Gleichzeitig will Deutschland eine "europäische Hafeninitiative" anschieben, damit China die europäischen Hafenstandorte nicht gegeneinander ausspielen kann.
Von Frank Sieren