Westliche Politiker und Wirtschaftsführer grübeln, mit welchen Gastgeschenken sie potenzielle Partner in der Volksrepublik für sich vereinnahmen können. Chinesen verstehen sich darauf besser. Ihnen genügt oft eine handgeschriebene Kalligrafie, um das Herz eines Ausländers höher schlagen zu lassen. Besonders, wenn es der Kaiser selbst ist, der zum Pinsel greift.
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Wolfgang Egger ist einer der führenden Auto-Designer weltweit. Er hat für Audi den SUV Q7 entwickelt, den Sportwagen R8 und das erste Audi E-tron Konzept. Bei Alfa Romeo war er unter anderem für das Design des 8C Competizione verantwortlich. Das hätte eigentlich schon gereicht - aber es war ihm nicht genug. Nun, mit Ende Fünfzig, steckt Egger "mitten in der mit Abstand spannendsten Aufgabe meines Lebens", wie er sagt. Seit 2016 ist er Chefdesigner bei dem südchinesischen Hersteller BYD. Auf der Automesse in Shanghai hat Egger das neue BYD-Kompaktauto EA-1 vorgestellt, das beispielsweise dem ID3 von Volkswagen Konkurrenz machen soll. Ein Gespräch über ikonische Kompaktwagen, chinesisches Design und was das Arbeiten in der Volksrepublik von dem in Europa unterscheidet.
Von Frank Sieren
Science-Fiction-Autoren aus der Volksrepublik werden weltweit immer populärer. Das Land bietet ihnen einen idealen Nährboden für futuristische Geschichten. Inzwischen erfährt das Genre gar von offizieller Seite Unterstützung. Das war nicht immer so, denn man bewegt sich ständig am Rande der offenen Sozialkritik.
Von Redaktion Table
Wie frei, voller Hoffnung und unbeschwert waren die achtziger Jahre in China. So denken viele Chinesen in ihren Fünfzigern und Sechzigern. Der Kinofilm "Hi, Mom!" löst eine wahre Nostalgiewelle aus. Er ist ein Kassenschlager - und auch ein Zeitbild, in dem sich die nationalistische, von Propaganda und Leistungsdrill überzogene Gegenwart spiegelt.
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