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Handel

Sanktionen würgen Russland-Geschäft ab

Die westlichen Sanktionen bringen die russische Wirtschaft ins Wanken. Viele europäische Unternehmen überdenken ihre Investitionen in dem Land, die Strafmaßnahmen gegen Banken und Ausfuhrverbote erschweren die Geschäfte enorm.

Von Till Hoppe

Die Boeing 777-FFT B77L der Fluglinie Air China Cargo / CAO mit der Registrierung B-2098 MSN: 44681 startet vom Flughafen Frankfurt Airport EDDF/FRA. Frankfurt am Main Hessen Deutschland *** The Boeing 777 FFT B77L of the airline Air China Cargo CAO with the registration B 2098 MSN 44681 takes off from Frankfurt Airport EDDF FRA Frankfurt am Main Hessen Germany

Neue Flugrouten begünstigen asiatische Airlines

Die Sperrung des russischen Luftraums bringt den Flugverkehr durcheinander. Auf China-Routen ist mit längeren Reisezeiten zu rechnen. Für Frachtflieger steigen die Kosten, was sich auch auf Lieferketten und Preise auswirken könnte. Asiatische Airlines können derweil weiter die kürzeren Routen nehmen – zum Nachteil der Europäer.

Von

HANGZHOU, CHINA - OCTOBER 19: Server chip Yitian 710 developed by Alibaba s in-house semiconductor unit T-Head is on display during the Apsara Conference 2021 on October 19, 2021 in Hangzhou, Zhejiang Province of China. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxONLY Copyright: xVCGx CFP111353834096

Chips aus China für Russland?

Neben dem Ausschluss aus dem internationalen Zahlungssystem Swift würden auch Technologie-Sanktionen die Wirtschaft Russlands empfindlich treffen. Allerdings könnte China die Strafmaßnahmen mit eigenen Lieferungen auffangen. Doch Peking muss sich zurückhalten, schließlich will die Kommunistische Partei nicht vollständig mit dem Westen brechen. Dieser Preis wäre wohl zu hoch.

Von Ning Wang

Kann der Yuan den Ausfall des Dollar-Handels ausgleichen?

Wenn Russland von den internationalen Zahlungsströmen abgetrennt wird, kann China mit einer Ausweitung des Yuan-Handels einspringen. Er kann jedoch den Dollar für Russland nicht vollständig ersetzen. Außerdem würde der russische Finanzmarkt vollständig von China abhängig werden.

Von

Irina von Wiese ist Senior Advisor bei der Kommunikationsberatung Finsbury Glover Hering und ehemalige stellvertretende Vorsitzende des Unterausschusses für Menschenrechte im Europaparlament.

Neue EU-Regeln als Chance für bereinigte Lieferketten

Etwa 25 Millionen Menschen arbeiten unter Bedingungen, die unter die Definition von Zwangsarbeit fallen: Sie schuften gegen ihren Willen und unter Drohung, Einschüchterung oder Zwang. Laut der Internationalen Arbeitsorganisation ILO arbeiten 16 Millionen von ihnen im Privatsektor, oft am Anfang langer Lieferketten.

Von Redaktion Table

Lieferketten: Richtlinie mit Schlupflöchern

Gestern hat die Europäische Kommission das lang erwartete Lieferkettengesetz vorgestellt. Die Richtlinie geht weiter als das deutsche Gesetz. Sie bezieht sich auf die gesamte Wertschöpfungskette. Dank Haftungsklausel haben Opfer leichter Zugang zu EU-Gerichten. Dennoch enthält der Text einige Schwachstellen. EU-Staaten können ihre Sanktionen etwa selbst festlegen, was zu einer Fragmentierung des Binnenmarktes führen könnte. Ein Überblick.

Von Charlotte Wirth