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Berlin

„Recht auf Chancengleichheit verletzt"

Die AfD-nahe Desiderius-Erasmus-Stiftung will ebenfalls in den Genuss staatlicher Förderung kommen. Die übrigen Parteien haben ihr das bisher verweigert. Das geht allenfalls aufgrund eines Gesetzes, sagt das Bundesverfassungsgericht. Die Chancengleichheit müsse gewährleistet bleiben. Es sei denn, es gelingt der Nachweis, dass die AfD die freiheitlich demokratische Grundordnung gefährdet.

Von Stefan Ulrich

Höherer Mindestlohn beschlossen 2018-06-26, Berlin, Deutschland - Die Mindestlohnkommission erläutert ihren Beschluss, den Mindestlohn in zwei Stufen zu erhöhen. Im Bild Steffen Kampeter, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände BDA und Mitglied der Kommission. *** Higher minimum wage agreed 2018 06 26 Berlin Germany The minimum wage commission explains its decision to increase the minimum wage in two stages In the picture Steffen Kampeter Chief executive officer of the Confederation of German Employers Associations BDA and member of the Commission

„Wir brauchen mehr Bock auf Arbeit“

Die Arbeitgeber schlagen Alarm: Deutschland müsse dringend umdenken, um in der Welt wirtschaftlich und politisch zu bestehen. Das sagt Steffen Kampeter, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), im Interview. Seine Forderung: Leistung muss auch in der Schule wieder etwas wert sein. Sein Credo: Wir brauchen eine Debatte, warum es sich lohnt, zu arbeiten. Warum es richtig ist, genau darauf Lust zu haben.

Von Stefan Braun

Wenn das Vertrauen schwindet

Straftäter werden vorzeitig auf freien Fuß gesetzt, Verfahren gar nicht eröffnet, manche verjähren: Überall fehlen Richter und Staatsanwälte, Ermittler arbeiten am Limit, das Vertrauen in die Justiz erodiert. Und die AfD versucht, den offenkundigen Notstand strategisch für ihre Ziele zu nutzen.

Von Stefan Ulrich

(Bild: IMAGO / Chris Emil Janßen)

„Das System ist an seine Grenzen gelangt“

Der Bundesgesundheitsminister hat viel vor in diesem Jahr. Über ein Dutzend Gesetzesvorhaben will sein Ministerium umsetzen. Im Interview erklärt Karl Lauterbach, warum er seine Krankenhaus-Reform eine Revolution nennt, wie er Hausärzte entlasten und die elektronische Patientenakte endlich einführen will. Außerdem erzählt er, wie er mit persönlichen Drohungen umgeht.

Von Vera Weidenbach

„Das Vertrauensverhältnis zur Gesellschaft ist gestört“

Der Politologe Wolfgang Schroeder war Staatssekretär in Brandenburg und gehört der SPD-Grundwertekommission an. Nach dem Wahlsonntag in Berlin warnt er Grüne und SPD davor, einfach weiterzumachen. Er fordert einen „ernsthaften Lernprozess“; ansonsten werde es nicht gelingen, die Protesthaltung vieler Menschen aufzubrechen.

Von Peter Fahrenholz

Polizeisoftware

Karlsruhe stoppt Software zur präventiven Gefahrenabwehr

Das Bundesverfassungsgericht kommt der Polizei in die Quere: Es hat eine Polizeisoftware aus Hessen in der jetzigen Anwendung für verfassungswidrig erklärt. Das hat Folgen für alle Polizeibehörden von Bund und Ländern. Wieder einmal wird der Gesetzgeber gezwungen, seine Anwendungen präziser zu begründen.

Von Stefan Ulrich

(Bild: CDU/CSU-Bundestagsfraktion/Michael Wittig)

Andreas Jung – der Gemäßigte

Die CDU braucht neue Gesichter, will sie wieder modern wirken. Eines davon könnte der Klimaexperte Andreas Jung sein. Dem 47-Jährigen fehlt aber eine Eigenschaft, die ihm politisch mehr Wucht verleihen würde: Er polarisiert nicht. Und poltern tut er erst recht nicht. Über einen Christdemokraten, der vieles mitbringt – und im Streit mit Hans-Georg Maaßen auch noch das nötige Profil gewinnen könnte.

Von Vera Weidenbach

Michael Ebling zum neuen Innenminister in RLP ernannt Michael Ebling bei seiner Ernennung zum neuen Innenminister in Rheinland-Pfalz durch Ministerpräsidentin Malu Dreyer in der Staatskanzlei in Mainz. Daneben steh das Kabinett. Dreyer hat den Mainzer Oberbürgermeister als Nachfolger des zurückgetretenen Roger Lewentz ernannt. Ebling wurde anschließend bei einer Sitzung des Landtags in Mainz durch Landtagspräsident Hendrik Hering SPD vereidigt. Mainz Rheinland-Pfalz Deutschland (Bild: IMAGO/Torsten Silz)

OB-Wahl in Mainz: ein Fiasko mit Ansage

73 Jahre lang stellte die SPD in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz den Oberbürgermeister. Bis zum vergangenen Sonntag. Ein Parteiloser räumte ab, die SPD-Kandidatin landete mit desaströsen 13,3 Prozent auf Platz vier. Nun ist die Bestürzung groß. Es ist ein Lehrstück, wenn Parteien glauben, sie hätten ein sicheres Abonnement auf die Sessel der Macht.

Von Horand Knaup