Die Menschenrechtsorganisation ECCHR hatte beim Generalbundesanwalt in Karlsruhe Strafanzeige gegen mehrere deutsche Textilmarken und Händler gestellt. Der Vorwurf: Firmen wie Hugo Boss und Lidl sollen direkt oder indirekt von Zwangsarbeit von Uiguren in der chinesischen Region Xinjiang profitiert haben. Die Klage ist der Vorbote für steigenden Druck auf Firmen im Chinageschäft. Jetzt reagieren die Unternehmen.
Von Felix Lee
Nils Schmid ist besorgt: China stelle eine ernste Herausforderung dar, weil sie in einem Bereich stattfinde, in dem sich Deutschland und der Westen bislang konkurrenzlos sah. Mit der China-Politik von Angela Merkel komme man nicht weit, warnt der SPD-Außenpolitiker. Auch das Verhalten der deutschen Wirtschaft sei kein Ruhmesblatt. Es sei höchste Zeit für eine neue China-Politik Deutschlands. Das Gespräch führte Michael Radunski. Weitere Interviews mit Spitzenvertretern der deutschen Politik vor der Bundestagswahl 2021 finden Sie hier.
Von Michael Radunski
Wird China die Lücke füllen, die die USA am Hindukusch hinterlassen? Militärisch nicht, sagt der Journalist und ehemalige Afghanistan-Korrespondent Cem Sey im Interview mit China.Table. Doch der pragmatische Umgang Pekings mit den Taliban könnte China wirtschaftliche Möglichkeiten bescheren, auch wenn der afghanische Rohstoffreichtum eher ein Mythos ist. Mit Sey sprach Felix Lee.
Von Felix Lee
Li Mingjiang ist einer der führenden Experten für das chinesisch-amerikanische Verhältnis. Im Interview mit China.Table äußert er sich pessimistisch: Das Verhältnis der beiden Großmächte werde sich in den kommenden Jahren nicht entspannen. Li sieht zwar viele Ansätze, wie beide Seiten die Atmosphäre verbessern könnten. Die USA überschätzen aber derzeit ihren Einfluss auf China. Denn dort regiert die KP mit hoher Legitimation. Mit Li Mingjiang sprach Marcel Grzanna.
Von Marcel Grzanna
China will gegenüber den USA eine militärische Überlegenheit erzielen. Dieses Streben sollte der Westen sehr ernst nehmen, warnt Militärexperte Zhao Tong im Interview. In Hongkong könne man bereits sehen, wohin Chinas Aufrüstung führe: Die USA wagen nicht mehr, einzugreifen. Das werde auch Folgen für Taiwan haben, erklärt Zhao im Gespräch mit Fabian Kretschmer in Peking.
Von Redaktion Table