Durch die Lockdowns in China sind die Müllberge höher angeschwollen als üblich. Denn die von der Regierung bereitgestellten Lebensmittel waren meist üppig in Plastik verpackt. Zugleich haperte es bei der Müllabfuhr. Das wirkt nicht nur hässlich im Straßenbild, sondern gefährdet auch die Recycling-Politik.
Von Ning Wang
Globale Risiken schaffen neue Herausforderungen. Inflation, Nahrungsmittelknappheit und Energieversorgung, die durch den russischen Krieg in der Ukraine neu definiert wird, sind eng miteinander verflochten und verstärken sich gegenseitig. Diese Risiken beschäftigten kürzlich auch sehr intensiv das Weltwirtschaftsforum in Davos. Gut so, aber: Es scheint, als seien die langfristigen Klimaziele der Weltgemeinschaft im Nebel des Krieges untergegangen, und das liegt keineswegs im Interesse Pekings.
Von Experts Table.Briefings
Am Samstag hat Chinas Premierminister Li Keqiang seinen Arbeitsbericht vorgelegt. Der allgemeine Schwerpunkt von Chinas Politik für die kommenden zwölf Monate zeichnet sich darin klar ab: mehr Marktwirtschaft und Innovation bei niedrigeren Steuern. Auch die Verbesserung des Bildungssystems steht im Fokus. Die Regionen sollen zudem mehr Budgetverantwortung erhalten, während der Zentralstaat regionale Ungleichgewichte ausgleichen will. Binnenkonsum und der internationale Handel sollen einstweilen gestärkt werden.
Von Frank Sieren
China entdeckt den grünen Konsum. Um die Klimaziele zu erreichen und weniger Müll zu produzieren, sollen die Menschen bewusster einkaufen. Das geht aus einem neuen Plan der Regierung hervor. Doch viele Unternehmen geben sich lediglich einen grünen Anstrich. Wird es der Regierung gelingen, einen wirklich nachhaltigen Konsum zu erzeugen?
Von Nico Beckert