Ein Bericht über Vergewaltigungen und Folter in Umerziehungslagern in Xinjiang hat in Europa und den USA großes Entsetzen ausgelöst. Dutzende internationale Parlamentarier, darunter drei Deutsche, fordern ihre Regierungen zum Handeln auf. Chinas Regierung bezeichnet die Berichterstattung als Lüge.
Von Redaktion Table
Internationale Modeunternehmen müssen sich mit Vorwürfen auseinandersetzen, dass ihre verarbeitete Baumwolle von Uiguren aus Zwangsarbeit stammt. Die chinesische Regierung spricht von einem Arbeitstransferprogramm. Doch einige Unternehmen lösen die Zusammenarbeit mit Produzenten aus China auf.
Von Felix Lee
Mehr als 100 China-Experten fordern einen Stopp des Investitionsabkommens zwischen der EU und China (CAI). Sie kritisieren zu schwache Verpflichtungen bei Menschen- und Arbeiterrechten für China. Im Fokus der Debatte stehen dabei vor allem die ILO-Konventionen über Zwangsarbeit, die Peking noch nicht ratifiziert hat.
Von Amelie Richter
Das Nationale Sicherheitsgesetz für Hongkong ist beispiellos in seiner globalen Reichweite. Juristen sprechen von einem "Keim der Furcht", der damit im Ausland gesät wird. Ins Visier geraten ist unter anderem der frühere dänische Kulturminister Uffe Elbaek, der einem Demokratie-Aktivisten zur Flucht aus Hongkong verholfen hat.
Von Marcel Grzanna
Honkong-Aktivisten drängen auf Hilfe aus Berlin, Sanktionen etwa gegen Carrie Lam oder mehr Stipendien für junge Studenten. Doch die Deutschen verweisen auf Zuständigkeiten in Brüssel und das schon bestehende Recht auf visafreie Einreise.
Von
Der Text des CAI-Abkommens liegt seit Freitag vor, China.Table hat ihn analysiert. Neu ist: Das Abkommen wird die 26 bereits bestehenden bilateralen Investitionsschutzabkommen nicht ablösen, China will beim Staatseinfluss bei Unternehmen transparenter werden, Technologietransfer wird untersagt und es werden Grundsteine für ein multilaterales Investitionsgericht gelegt. Die wichtigen Anhänge sollen im Februar veröffentlicht werden.
Von Amelie Richter