Die EU-Kommission kommt in Sachen Lieferkettengesetz nicht so recht in die Gänge. So verpasst die Brüsseler Behörde die Oktober-Deadline zur Vorstellung des Gesetzes zur so genannten unternehmerischen Sorgfaltspflicht. Ein Grund: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will ein Einfuhrverbot für Produkte aus Zwangsarbeit über das Lieferkettengesetz durchzusetzen. Das könnte auch einige Importe aus China betreffen.
Von Charlotte Wirth
Die Kommission verpasst die Oktober-Deadline zur Vorstellung des Gesetzes zur unternehmerischen Sorgfaltspflicht. Als ob es nicht schon genug Streitpunkte gäbe, hat sich nun die Kommissionspräsidentin eingemischt: Von der Leyen will das Gesetz nutzen, um ein Einfuhrverbot für Produkte aus Zwangsarbeit durchzusetzen. Dazu wäre eigentlich ein Handelsinstrument nötig.
Von Charlotte Wirth
Chinas Stromengpässe haben neue Störungen für internationale Lieferketten zur Folge. Auch Chips für die Industrie sind betroffen. Noch greifen einige Unternehmen auf gelagerte Waren zurück. Doch die Krise verschärft sich jeden Tag. Das hat auch Auswirkungen auf das Weihnachtsgeschäft.
Von Nico Beckert
Um seinem technischen Führungsanspruch gerecht zu werden, hat Peking die Macht der Standardsetzung erkannt. Neu veröffentlichte Richtlinien zeigen den zweigleisigen Ansatz aus Peking: Das heimische Normensystem soll vereinheitlicht und international mehr Bedeutung erlangt werden.
Von Amelie Richter
Noch immer sei nicht jedem klar, was eine chinesische Technologieführerschaft für deutsche Unternehmen bedeutet, betont Ludwig Veltmann, Geschäftsführer des Mittelstandsverbunds ZGV. Schon jetzt befinde sich der Mittelstand in der Rolle eines Bittstellers. Er fürchtet nicht nur um einen drastischen Verlust der Wertschöpfungstiefe hierzulande, sondern auch um die Stabilität der Demokratie in Deutschland. Das Gespräch mit Veltmann führte Marcel Grzanna.
Von Marcel Grzanna