Bei den sogenannten "zwei Sitzungen" will Chinas Nationaler Volkskongress beweisen, dass sich die Volksrepublik trotz turbulentem Weltgeschehen nicht vom langfristigen Kurs abringen lassen will. Die Herausforderungen sind zahlreich. Die innen- und außenpolitischen Widersprüche ebenfalls.
Von Redaktion Table
Russlands Einmarsch in die Ukraine betrifft auch Chinas Energiepolitik. Kurzfristig könnte China vermehrt russische Kohle und Gas aufkaufen. Doch die Volksrepublik wird sich nicht in eine Abhängigkeit von Russland begeben — denn China strebt Energiesicherheit an, wie der Nationale Volkskongress einmal mehr zeigt. Ein Wiedererstarken der Kohle ist wahrscheinlich.
Von Nico Beckert
Putins Krieg gegen die Ukraine sendet Schockwellen durch die deutsche Politik. Gewissheiten wie die sichere Energieversorgung stehen infrage. Denn Deutschland ist abhängig von russischem Gas. Jetzt soll die Energiewende beschleunigt werden. Doch es drohen neue Abhängigkeiten – von China.
Von Nico Beckert
Nachdem die chinesische Führung im vergangenen Jahr das Ziel verkündet hat, bis 2030 den CO2-Höchststand zu erreichen, arbeitet sie nun einen Strategieplan zur Erreichung dieses Ziels aus. Die Steigerung der Energieeffizienz in energieintensiven Sektoren stellt neben der verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien einen wichtigen Teil des Dekarbonisierungsplans dar. Auch wenn die genaue Umsetzung weiterhin unklar bleiben wird, da wirtschaftliche Interessen zuweilen Vorrang haben, signalisiert der Strategieplan eindeutig Chinas Ambitionen und ermöglicht es ausländischen Unternehmen, umweltfreundlichere Lieferketten in China aufzubauen.
Von Redaktion Table
Auf dem Weg zu einem grüneren Strommix ist Energiesicherheit auch für China ein wichtiges Thema. Erst im letzten Herbst haben Energie-Engpässe in manchen Provinzen sogar Fabriken lahmgelegt. Ein massiver Ausbau von Energiespeichern soll dafür sorgen, dass so etwas nicht noch einmal passiert – aber bei der Finanzierung gibt es Schwierigkeiten.
Von Nico Beckert