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Demografie

Drei-Kind-Politik: Chinas Planer schneiden Schnittlauch

So rasch hat Chinas Führung noch nie ihre Politik geändert. Im Eilverfahren hat der Volkskongress Chinas Frauen am vergangenen Freitag erlaubt, drei Kinder auf die Welt zu bringen. Angst vor Bevölkerungsrückgang, rapider Überalterung und Mangel an Jungarbeitern gaben den Ausschlag zur radikalen Abkehr von der ehemaligen Ein-Kind-Gesellschaft. Doch die Zensur kann nun den Ärger in der Bevölkerung kaum noch unterdrücken: Wenn jetzt Geburtenmangel droht, wofür war der grausame Zwang in der Vergangenheit nötig?

Von

Generation Z will nicht mehr schuften

Die Arbeitsmoral der jungen Chines:innen wird zum Zündstoff zwischen den Generationen. Statt mit Feuereifer für eine vermeintlich bessere Zukunft zu arbeiten, zeigen sie sich resignierter als ihre Eltern. Der Grund: Angesichts der großen Chancenungleichheit haben sie nicht mehr das Gefühl, dass sich die Anstrengungen lohnen. Das beeinflusst auch den Plan, möglichst schnell Technikführer zu werden.

Von Ning Wang

Drei-Kind-Politik reicht nicht aus

Pekings neue Drei-Kind-Politik ohne zugleich Reformen im Gesundheits- und Bildungssystem anzugehen, wird die Überalterung Chinas nicht stoppen. Denn so lange die finanziellen Belastungen durch Kindererziehung und die Pflege der Großeltern nicht reduziert werden, wird lediglich die Geburtenziffer auf dem Land steigen. Und ohne Verbesserungen in den Bereichen Gesundheit und Bildung dort wird der Anteil der ungelernten Erwerbsbevölkerung zunehmen.

Von Redaktion Table

Aus eins mach drei - doch die Kontrolle bleibt

China droht eine demografische Krise. Die Menschen werden alt bevor sie wohlhabend sind. Nun lenken Pekings Machthaber ein und beschließen die Drei-Kind-Politik. Doch trotz Lockerung will man die Kontrolle nicht abgeben. Und die eigentlichen Probleme werden damit auch nicht gelöst.

Von Michael Radunski

Vier Gründe, warum China die Überalterung meistern kann

Womöglich ist das Problem der alternden chinesischen Bevölkerung gar nicht so dramatisch, wie es auf den ersten Blick scheint. Im internationalen Vergleich steht China noch ganz gut da. Auch Länder, in denen das Problem der Alterung viel größer ist oder die sehr niedrige Geburtenraten haben, machen keinen sozial instabilen Eindruck. Die Vorteile von China: Das soziale Netz ist noch nicht sehr ausgeprägt. Die Verschuldung ist überschaubar und Peking hat noch nicht einmal damit begonnen, die Alterung der Gesellschaft über Einwanderung zu regulieren. Ein Systemkollaps ist also unwahrscheinlich.

Von Frank Sieren

Die Demografie Chinas ist ein faszinierendes und bedeutendes Thema, das tiefgreifende Auswirkungen auf das Land und die Welt hat. Mit über 1,4 Milliarden Menschen gehören China und Indien zu den bevölkerungsreichsten Ländern der Erde, inklusive einer komplexen und dynamischen Bevölkerungsstruktur.Die einstige Ein-Kind-Politik, die zunehmende Urbanisierung, der rasante wirtschaftliche Aufstieg und die sich verändernden sozialen Normen haben die demographische Landschaft Chinas geprägt. Heute sieht sich das Land neuen Herausforderungen gegenüber, wie der alternden Bevölkerung und dem geschlechtsspezifischen Ungleichgewicht.Demografische Trends in China haben Auswirkungen auf eine Vielzahl von Bereichen, von der Wirtschaft und Politik bis hin zur Kultur und Gesellschaft. Sie formen Chinas Zukunft, beeinflussen seine internationale Strategie und wirken sich auf seine Beziehungen zu anderen Ländern aus.Auf China.Table finden Sie die neuesten Nachrichten, Analysen und Prognosen zur demographischen Entwicklung in China.