China.Table

Table.Standpunkt

Chinas Gefühlsstau

In Diktaturen wie der Chinas leben die Menschen oft ein Doppelleben. Taxifahrer fluchen lauthals über die Regierung, sind aber gleichzeitig stramme KP-Mitglieder. In den Schulen ist das Orwell'sche Neusprech und Doppeldenk weit verbreitet, Wörtern werden neue Bedeutungen zugeschrieben, die Logik oft verdreht. China driftet in eine „neue Form des Totalitarismus“ ab, die zwar keinen Terror anwendet, aber massiv unterdrückt und Debatten abtötet.

Von

Stephen S. Roach

Chinas Wachstumsopfer haben erst begonnen

Unter Chinas Präsident Xi Jinping wird der politischen Ideologie eine immer stärkere Rolle zugeschrieben. Stephen S. Roach glaubt, dass ein nachhaltiges Wirtschaftssystem dadurch bedroht wird. Wenn Xi im Herbst seine dritte Amtszeit antritt, sieht der Yale-Ökonom für die Volksrepublik weitere Wachstumsprobleme entstehen.

Von Experts Table.Briefings

Für China ist Taiwan eine emotionale Frage

Unsere Kolumne „Blick aus China“ stammt von Autoren aus der Volksrepublik. Der erste Teil dieser Reihe befasst sich mit der Sicht der chinesischen Bevölkerung auf die Taiwan-Frage. Wer in China groß wird, wächst mit anderen Auffassungen über den Status des Inselstaates auf als die Leute im Westen: Taiwan gilt ganz selbstverständlich als Teil der Volksrepublik – jede andere Sicht der Dinge wird empört abgelehnt.

Von Redaktion Table

Wacker/Godehardt

Taiwan und die Herausforderungen einer friedlichen Zeitenwende

Die Taiwan-Krise ist ein weiteres Beispiel dafür, dass wir einen historischen Wendepunkt durchleben; eine Zeitenwende, die nicht an nur einem politischen Ereignis festgemacht werden kann, sondern der ein Zusammenspiel von ineinander greifenden Krisen, Veränderungen und Erschütterungen zugrunde liegt.

Von Redaktion Table

Mit Kreativität an den Zensur vorbei

Mit Fantasie und Witz narren Blogger die allgegenwärtigen Kontrolleure des chinesischen Zensurapparats. Ihre oft virtuosen Sprachschöpfungen bilden ein noch ungeschriebenes Online-Wörterbuch chinesischer Protestkultur.

Von

Die nächste Taiwan-Krise

Der prominente Politologe Minxin Pei erklärt die Gründe für das heftige Säbelrasseln in der Taiwanstraße: China will ein Stoppsignal setzen, weil es die schrittweise Verschiebung der US-Position zugunsten Taiwans nicht tolerieren kann. Das birgt Gefahren, denn den Beteiligten könnte die Kontrolle über die Situation entgleiten. Ein direkter Angriff auf Taiwan ist derzeit dagegen unwahrscheinlich, denn Xi Jinping strebt durchaus keine Vereinigung um jeden Preis an.

Von Redaktion Table

Stephen S. Roach

Der China-Joker der Deglobalisierung

Die Globalisierung tritt aufgrund von Handelskriegen nicht nur auf der Stelle, sondern läuft aus Sicht von Stephen S. Roach sogar rückwärts. Der Ökonom analysiert, warum die geostrategischen Spannungen weltweit der Joker in der Deglobalisierung sind und warum China womöglich am meisten zu verlieren hat.

Von Redaktion Table

Yi Fuxian

Warum schrumpft die uigurische Bevölkerung?

Aufgrund der Ein-Kind-Politik haben chinesische Behörden Abtreibung, Sterilisation und Verhütungsmittel wie Intrauterinpessaren (Spiralen) verordnet. Es liegt daher nahe anzunehmen, dass der dramatische Rückgang der Geburten in Xinjiang die Auswirkungen solcher Maßnahmen widerspiegelt. Doch die Gründe seien vielschichtiger und auch von sozioökonomischer Natur, analysiert der Familienplanungsexperte und Autor Yi Fuxian von der University Wisconsin-Madison.

Von Redaktion Table