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Stefan Sack

Stefan Sack: „Wandel durch Handel“ war für China eine erfolgreiche Strategie

Die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China wurde jahrelang begleitet von der Idee „Wandel durch Handel“. Der fromme Wunsch dahinter: Die Volksrepublik würde sich durch tiefere Integration in die internationale Gemeinschaft öffnen und zunehmend demokratische Elemente in ihrem politischen System adaptieren. Der frühere Vize-Präsident der Europäischen Handelskammer in Shanghai, Stefan Sack, zieht ein ernüchterndes Fazit. „Wandel durch Handel“ sei zwar aufgegangen, aber keineswegs so, wie Deutschland und Europa es sich erhofft hatten. Stattdessen seien wir diejenigen, die ihr Verhalten wegen der „Abhängigkeiten unserer Lieferketten und die Gier nach neuen Wachstumsmärkten“ chinesischen Befindlichkeiten angepasst hätten.

Von Marcel Grzanna

Echte Kerle auf Großer Mauer 

Xi Jinping betreibt einen wahren Kult um Chinas Große Mauer. Dabei sah Mao Zedong in dem antiken Großbauwerk einst ein feudales Relikt. Das hinderte ihn aber nicht, ein Ritual zu begründen: Ausländische Würdenträger auf Besuch in Peking überbieten sich mit der Weite ihrer Spaziergänge auf dem Bauwerk.

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Für Peking gibt es kein „Ende der Geschichte“ 

Pekings Umgang mit der eigenen Geschichte ist immer wieder einen besonderen Blick wert. Denn mit der Transparenz ist es auch hier nicht allzu weit her. Chinas Außenministerium gab 2006 jedoch erstmals ein Buch über freigegebene Dokumente heraus. Einen zweiten Band gab es nie. So müssen noch andere Dokumente für die Geschichtserinnerung herhalten.

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Wang und Buth

Chinas Kohleausstieg in Übersee hat ein Transparenzproblem

China hat angekündigt, aus der Finanzierung von Kohlekraft im Ausland auszusteigen. Doch bei der Umsetzung ist vieles unklar. Stoppt China zum Beispiel auch bereits angeschobene Projekte? Wawa Wang und Dr. Vanessa Buth von der Nichtregierungsorganisation Just Finance International, die sich für mehr Transparenz bei öffentlichen Aufträgen einsetzt, untersuchten dazu die vielen Kohleprojekte Chinas im Westbalkan. Sie rufen die EU und Deutschland auf, von China eine Offenlegung seiner Kohlepolitik in Übersee zu einzufordern.

Von Redaktion Table

Hederer zu Litauen, China und Europa

Litauen, China und die neuen Realitäten des Welthandels

Kann und soll sich die EU stärker einbringen, wenn es um die Auflösung von Spannungen mit China geht? Ein koordiniertes europäisches Auftreten ist heute umso wichtiger, da der Handel immer politischer wird. Zugleich müssen Aktionen wie die Gründung des Taiwan-Büros in Litauen besser abgesprochen werden. Sonst ist die EU gezwungen, gemeinsam eine Politik zu vertreten, die ihr die Mitgliedsstaaten im Alleingang diktieren.

Von Redaktion Table

Chinas Absicherung gegen geopolitische Schocks

Die USA versuchen viel, um Chinas wirtschaftlichen und technologischen Aufstieg einzudämmen. Doch die protektionistische Politik und Handels- und Investitionsbeschränkungen werden die chinesische Wirtschaft nicht nachhaltig schädigen. Denn die technologische Stärke von Chinas Wirtschaft hat schon eine kritische Schwelle überschritten. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis China technologisch zu den USA aufschließt, schreibt Zhang Jun, Dekan für Wirtschaftswissenschaften an der Fudan Universität Shanghai.

Von Redaktion Table

Nilk-Wu in Hongkong zu Taiwan-Deutschland

"Wir sind enttäuscht von Deutschland"

Nilk Wu ist Reporter aus Taiwan. Die vergangenen Jahre verbrachte er in Hongkong, wo er die Nachrichtenplattform DB Channel gründete, die ihren Betrieb im Winter 2021 aufgrund "subversiver Berichterstattung" einstellen musste. Derzeit ist Wu auf dem Weg zur polnischen Grenze, um für taiwanische Medien über das Schicksal der ukrainischen Flüchtlinge in Europa zu berichten.

Von Redaktion Table

Chinas vergiftete Sprache

Modernisierung, Öffnung und Digitalisierung haben fast alle Bereiche Chinas in kaum einer Generation umgekrempelt. Nur die offizielle Sprache und Propaganda der Volksrepublik entzog sich allen Reformen. Sie ist aggressiv, ideologisiert und verkrustet. Seit Amtsantritt von Parteichef Xi Jinping ist sie noch stereotyper geworden.

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Liao Yiwu

Wir können nicht zurückweichen!

Liao Yiwu ist einer der bekanntesten chinesischen Exilschriftsteller. Er ist besorgt über den Schulterschluss von Wladimir Putin und Xi Jinping anlässlich der Olympischen Spiele. Im China.Table fordert Liao Wachsamkeit gegenüber den Autokraten.

Von Redaktion Table