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Table.Standpunkt

Claudia Kosser und Mei Zhang

Chinas langer Marsch zum Wintermärchen

Das Motto für die Olympischen Winterspiele 2022 lautet: "Zusammen für eine gemeinsame Zukunft". Es klingt eher wie ein Märchen. In einer polarisierten Welt ist es äußerst schwierig, chinesische und westliche Interessengruppen mit den gleichen Botschaften zufriedenzustellen. Fest steht aber: Die olympische Geschichte Chinas ist eng mit der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung des Landes und seinem Image auf der Weltbühne verbunden.

Von Redaktion Table

Godehard-Mayer

Europas Olympia-Dilemma

Dem IOC fehlt China-Kompetenz – das ist eine der Ursachen für das PR-Debakel, zu dem sich die Winterspiele 2022 entwickelt haben. Es ist aber ein Irrtum zu glauben, China stehe wegen der internationalen Kritik unter Rechtfertigungsdruck – maßgeblich ist das Narrativ, das dem Inland präsentiert wird. Im Gegenteil, Peking geht es zunehmend darum, seine eigene Sicht der Dinge zu exportieren: Die Olympischen Spiele werden chinesischer.

Von Redaktion Table

Riesenbabys, Rebellen oder neue Nationalisten

Chinas junge Generation ist sehr selbstbewusst, zuversichtlich und patriotisch. Der internationale Aufstieg Chinas ist für sie schon eine ausgemachte Sache. Sie hat jedoch keine Lust darauf, im Sinne der Bevölkerungsplanung viele Enkelkinder zu produzieren. Die Propaganda will sie bereits "zurechthämmern" lassen. Das alles hat auch mit dem Regisseur der Olympia-Show zu tun.

Von

Armutsreduktion in China: Was kommt als Nächstes?

Präsident Xi Jinping will die Armut weiter bekämpfen. Dazu sollen auf der einen Seite Marktreformen helfen. Ebenso wichtig ist ein gleichberechtiger Zugang zu Bildung. Insgesamt gilt das Ziel des allgemeinen Wohlstands inzwischen als greifbar nahe.

Von Redaktion Table

Jahr im Tierkreiszeichen des Tigers

Was bringt das Jahr des Wasser-Tigers?

Am 1. Februar ist es so weit: Rund 1,5 Milliarden Chinesen weltweit begehen das traditionelle Neujahrsfest und begrüßen das Jahr des Tigers. Der chinesischen Astrologie zufolge droht 2022 ein recht turbulentes und konfliktreiches Jahr zu werden – doch immerhin wirkt das Element Wasser dämpfend.

Von Felix Lee

Marc-Bermann

Olympia und der Wunsch nach Respekt

Die Olympischen Spiele 2008 waren nicht nur das fröhliche Fest, als das sie heute oft verklärend gesehen werden. Die kritische Haltung westlicher Politiker und Medien hinterließ in China damals ein Gefühl der Enttäuschung. Dieses Gefühl trug zu einer Wende der Einstellung Pekings zur Welt bei. In diesem Jahr droht nun eine Wiederholung der gegenseitigen Enttäuschung.

Von Redaktion Table

Wer gewinnt den Handelskrieg?

Im bald vierten Jahr des chinesisch-amerikanischen Handelskrieges häufen sich die Beweise dafür, dass beide Seiten durch den Austausch protektionistischer Maßnahmen geschädigt wurden. Die ehemalige Chefökonomin der Weltbank und Yale-Professorin für Wirtschaftswissenschaften Pinelopi Koujianou Goldberg sieht darin aber nicht das Ende der Globalisierung. Vielmehr habe der Konflikt zwischen beiden Ländern den Grundstein für ein noch robusteres Welthandelssystem gelegt.

Von Redaktion Table

Bezugsmarken – Chinas zweite Währung

Wegen Warenknappheit gehörten Bezugsmarken für Waren des täglichen Bedarfs in China 40 Jahre lang zum Alltag der Menschen. Peking nutzte sie auch als Machtinstrument. In den besseren Zeiten seither wurden die Rationierungsmarken zu Sammlerobjekten. Heute will Xi Jinping dieses Kapitel der Geschichte der KP am liebsten vergessen. Dabei könnte es wertvolle Lektionen liefern. Unterdessen setzte er auf KI zur Überwachung der Bevölkerung.

Von

Benner, Thorsten zu Zwangsarbeitsvorwürfen und Kommunikation deutscher Unternehmen

Kommunikative Eigentore deutscher CEOs

Der verbale Umgang mit der Volksrepublik China ist besonders für deutsche Großkonzerne ein Drahtseilakt. Besonders geschickt stellen sie sich dabei nicht an, urteilt der Politologe Thorsten Benner. Jüngstes Beispiel lieferte Siemens-Chef Roland Busch, dem Aussagen zur Zwangsarbeit in Xinjiang um die Ohren fliegen. Zumal sie nicht ganz aufrichtig sind.

Von Redaktion Table