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Analyse

Chinas große Ambitionen bei Innovation und Forschung

Wirtschaftsvertreter werfen der chinesischen Regierung regelmäßig vor, die eigenen Unternehmen auf unfaire Weise zu unterstützen. Und tatsächlich gibt es einige aufsehenerregende Fälle. Doch Chinas Subventionen im Bereich der Forschung und Entwicklung haben kaum positive Effekte. Auch die Rahmenbedingungen für Innovationen lassen noch zu wünschen übrig. Doch Peking unternimmt viel, um die Wirtschaft innovativer zu machen.

Von Nico Beckert

Peng Shuai: Kritik an China überlässt der Sportbund den Sportlern

Der Deutsche Olympische Sportbund gibt zwar an, sich über den Fall der verschwundenen Tennisspielerin zu "informieren", spricht sich aber klar gegen einen Boykott der Winterspiele in Peking aus. Beim Deutschen Skiverband fehlt dagegen die Zeit, sich tiefergehend mit dem Thema zu befassen. Mit Konsequenzen für Pekings Krisenmanagement droht bislang nur die Tenniswelt, während eine Athletenvereinigung den Ausschluss des Chinesichen Olympischen Komitees fordert.

Von Marcel Grzanna

"Keine der großen Herausforderungen kann ohne China beantwortet werden"

Seit über dreißig Jahren engagiert sich Rudolf Scharping für die Zusammenarbeit mit China. Im Interview spricht er über die aktuellen Herausforderungen für internationale Unternehmen in China. Der Austausch untereinander war im Zeitalter von Logistik-Problemen und staatlichem Störfeuer bei der diesjährigen 8. Deutsch-Chinesischen Wirtschaftskonferenz wichtiger denn je. Scharping ist überzeugt, dass China sich nicht vom Rest der Welt abkoppeln wird. Das Gespräch führten Ning Wang und Finn Mayer-Kuckuk.

Von Redaktion Table

Verteilung der Bundesministerien

Die Ampel orientiert sich an der EU

Mit Vorlage des Koalitionsvertrags nimmt die Politik der künftigen Bundesregierung Gestalt an. Bezüglich China sucht die Ampel-Regierung den Schulterschluss mit Brüssel, in Formulierungen und Ausrichtung. Eine Neuerung stellt die ausdrückliche Erwähnung Taiwans dar. Neu ist auch der Ruf nach mehr China-Kompetenz in Deutschland. Eine Frage bleibt auch im Grundlagenpapier offen: Was wird aus dem Investitionsabkommen CAI?

Von Redaktion Table

Lenkrad und Rotor: Flugautos gegen verstopfte Straßen

Die Firma HT Aero möchte schon bald ein Flugfahrzeug auf den Markt bringen. Also ein Auto, das auf der Straße fahren, aber auch fliegen kann. Was nach Science-Fiction klingt, wird mittlerweile nicht nur in China, sondern von Autobauern weltweit vorangetrieben. In China ist jedoch der Entwicklungsdruck durch die verstopften Städte am höchsten.

Von Frank Sieren

Chinesische Yoginis bei Atemübungen in einem Park von Handan, Provinz Hebei

Der Markt für Achtsamkeits-Übungen: Erleuchtung To Go

Chinas Wellness-Industrie boomt. Nach Yoga ist Mindfulness der neueste Trend. Achtsamkeits-Apps und Meditationszentren buhlen um den inneren Frieden der Chinesen. Die Regierung hofft, dass die spirituelle Selbsthilfe das mangelhaft ausgebaute Gesundheitssystem entlastet. Keine einzelne Bewegung darf allerdings so groß wie Falun Gong werden.

Von Fabian Peltsch

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Droht dem Boom auf Chinas Kunstmarkt ein politisches Ende?

In China locken Kunstmessen wie zuletzt in Shanghai wieder Besucher an, wegen der Corona-Beschränkungen kommen sie jedoch fast ausschließlich aus dem Inland. Jahrelang galten Werke von Größen aus dem Ausland als sichere Investition bei chinesischen Sammlern. Doch immer mehr junge Sammler setzen nun auf heimische Kunst — und politische Entwicklungen versetzen die Branche in Sorge.

Von Ning Wang

Zentralbankchef Yi gibt Details zum E-Yuan bekannt

China baut die Nutzung seiner digitalen Zentralbankwährung weiter aus. Mit dem staatlichen E-Yuan will Peking die Finanzmacht von Privatunternehmen wie Alipay eindämmen. Langfristig will sie die Internationalisierung des Yuan vorantreiben. Zentralbankchef Yi Gang hat sich nun erstmals ausführlich zu diesen Zielen geäußert.

Von Frank Sieren

Gattin des Ex-Interpol-Chefs Meng erhebt schwere Vorwürfe

Meng Hongwei, der erste chinesische Interpol-Chef, wurde vor drei Jahren wegen Korruption festgenommen. In einem Interview behauptet seine Frau nun, dass es in Wahrheit um einen Machtkampf gegangen sei: Ihr Mann habe auf Veränderungen hingewirkt. Peking reagierte mit seiner Verhaftung.

Von Jörn Petring

Patrick Chou, CEO Verkauf von Luxus-Autos

„Wir leben in goldenen Zeiten“

Patrick Chou, 52, verkauft seit 1998 Luxusautos in China. Vom Bentley bis zum Porsche erfüllt er den Superreichen alle Wünsche auf vier Rädern. Chou ist überzeugt, dass europäische Anbieter den Markt noch lange dominieren werden. Im Interview erklärt er, warum auch viele junge Menschen zu seinen Kunden gehören, und warum er in China so viele Daten über seine Kunden sammeln kann. Das Gespräch führte Frank Sieren.

Von Frank Sieren