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Analyse

Charles Michel in Peking

Michel und Xi reden aneinander vorbei

Beim dreistündigen Gespräch in Peking mit Xi Jinping spricht EU-Ratschef Charles Michel neben dem Krieg in der Ukraine auch die aktuellen Proteste an. Xi hingegen sieht keine „wirklichen strategischen Konflikte oder Differenzen". Letztlich offenbart sich jedoch nur, wie tief die Spaltung zwischen EU und China derzeit ist.

Von Amelie Richter

Der Anteil chinesischer Unternehmen an der weltweiten Produktion von Solaranlagen

China plant saubere Solar-Lieferkette

Bei der Solartechnik ist die Welt abhängig von Lieferungen aus China. Doch im Westen gibt es Debatten über Menschenrechtsverletzungen in der Lieferkette. Darauf reagiert jetzt die Volksrepublik: Sie plant eigene „saubere“ Lieferketten für den Export. Der Westen bekäme Solartechnik mit gutem Gewissen, bliebe aber abhängig.

Von Nico Beckert

Der unterschätzte Strippenzieher

Jiang Zemin führte China nach 1989 zurück in die internationale Staatengemeinschaft, nachdem es wegen des Tian'anmen-Blutbads zum Paria geworden war. Ab 2002 organisierte er den ersten friedlichen Machtwechsel in der Geschichte der Volksrepublik. Zur Trauer um seinen Tod mischt sich scharfe Kritik an Xi Jinping.

Von Michael Radunski

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Lang lebe die Kröte: Jiang Zemin in Chinas Pop-Kultur

Jiang Zemin hatte in den vergangenen Jahren vor allem unter Chinas jungen Internetnutzern Kultstatus erlangt. Die Kröte, wie er von ihnen liebevoll genannt wird, repräsentiert für sie ein selbstironisches, weltoffenes China, das unter seinen Nachfolgern Hu Jintao und Xi Jinping verlorenen gegangen ist.

Von Fabian Peltsch

Charles Michels heikle Mission in Peking

Inmitten der Proteste gegen die Null-Covid-Politik reist der EU-Ratschef nach China. Der Zeitpunkt für das erste persönliche Händeschütteln seit Jahren ist schwierig. Für Präsident Xi kommt das Treffen als Fototermin allerdings gerade recht, denn fast zeitgleich findet der EU-USA-Dialog zu China in Washington statt. Auf Michel wartet indes eine "Mission Impossible".

Von Amelie Richter

China Proteste: Weißes Papier

Symbol der Proteste: Ein leeres weißes Papier

Wie protestiert man in einem Land, in dem protestieren verboten ist? In einem Land, in dem Hashtags und Suchbegriffe innerhalb weniger Stunden geblockt werden? Die Chinesen lösen das Problem kreativ und ironisch: Mit einem leeren, weißen Blatt Papier.

Von Michael Radunski

Neue Proteste trotz massivem Polizei-Aufgebot

Am Montag kommt es zu neuen Protesten gegen die Corona-Maßnahmen. Die Regierung reagiert mit massiven Polizeiaufgeboten und kleinen Nachbesserungen bei der Pandemiebekämpfung. Hohe Infektionszahlen machen einen Ausstieg aus der strikten Null-Covid-Strategie jedoch vorerst unmöglich. Xi Jinping steckt tief in einem selbst geschaffenen Dilemma.

Von

China Anti-Zero-Covid Protest In London Hundreds of demonstrators gather outside the China Embassy in London, United Kingdom, 27 November 2022, to mourn the deadly fire in Urumqi, a far west city in China, and demand the Chinese government to end zero-Covid policy by lifting all the lockdown restrictions. Participants also hold blank sheets of white paper to express their dissatisfaction towards the leadership of Chinese Communist Party and demand Xi Jinping, leader of China to step down. The protest is part of the widespread public dissent sparked in Mainland China. London United Kingdom PUBLICATIONxNOTxINxFRA Copyright: xAlexanderxMakx originalFilename: mak-notitle221127_npvpg.jpg

Wettrennen gegen die Zensur

Die Proteste gegen die strikte Covid-Politik erfassen zunehmend auch kleinere Städte. Die Regierung in Peking hingegen schweigt. Ihr Ziel: Mit noch mehr Zensuraufwand soll ein Flächenbrand verhindert werden. Ob jemand überhaupt von den Protesten gehört hat, ist auch eine Frage der sozialen Herkunft.

Von Fabian Peltsch

Protest in China: Mahnwache in Peking

Protest gegen Null-Covid: Der Funke springt über

Seit einem Wohnhausbrand mit mindestens zehn Toten in Urumqi kommt es landesweit zu Protesten gegen die rigorose Corona-Politik der Regierung. In Shanghai rufen die Demonstranten offen zum Rücktritt Xi Jinpings und dem Niedergang der Kommunistischen Partei auf, in Peking und Chengdu fordern sie Meinungsfreiheit und Demokratie. Es ist die größte Protestwelle seit 1989.

Von Redaktion Table