Table.Briefings

Analyse

Halbleiter: Gefährlicher Engpass beim Edelgas Neon

Putin treibt mit seinem Krieg die amerikanische, europäische und chinesische Chipherstellung in einen gefährlichen Engpass: Die Ukraine liefert weltweit etwa die Hälfte des Edelgases Neon. Selbst in China, dem zweitgrößten Neon-Produzenten, sind die Preise seit Kriegsbeginn um 900 Prozent gestiegen. Putin kann nun mit dem Westen verhandeln: Spitzenchips gegen Neon.

Von Frank Sieren

China Ernte Klimawandel

Wegen Klimawandel: Schlechte Ernte erwartet

Chinas Behörden warnen vor einer schlechten Ernte. Extremwetter infolge des Klimawandels habe der Landwirtschaft zugesetzt. Die Volksrepublik hat jedoch große Lagerbestände aufgebaut. Das Land könnte unter Umständen sogar Bestände freigeben, um ärmeren Staaten zu helfen. Die eigene Versorgung hat aber ganz klar Vorrang.

Von Nico Beckert

KI-Verordnung: Parlament will Dossier im Eiltempo bearbeiten

Das Europäische Parlament beginnt die eigentliche Arbeit an der Verordnung zur Künstlichen Intelligenz: Eine Ausschusssitzung jagt die nächste. Die federführenden Berichterstatter haben einen ambitionierten Zeitplan vorgelegt. Angesichts vieler offener Punkte ist allerdings fraglich, ob dieser einzuhalten ist.

Von Eugenie Ankowitsch

Blaue Briefe für Dark Patterns?

Während das Europaparlament an neuen Vorschriften gegen die als „Dark Patterns“ bekannten Design-Tricks arbeitet, machen sich Daten- und Verbraucherschützer an den Vollzug der jetzt schon gültigen Gesetze, um das Phänomen einzudämmen. Das European Data Protection Board hat nun Richtlinien für Dark Patterns in Social Media-Plattformen veröffentlicht. Wer seine Kunden gezielt täuscht oder austrickst, kann bald abgemahnt oder gar verklagt werden. Vorher haben die Betroffenen aber Gelegenheit, Stellung zu nehmen.

Von Redaktion Table

Ukraines Lernportale brauchen Hilfe

Es gibt nicht nur eines, sondern mehrere Lernportale für Lernende aus der Ukraine. Allerdings drohen sie unter der Last der Anfragen aus ganz Europa zusammenzubrechen. Kultusminister erkennen ukrainische Lehrerinnen doch nicht bevorzugt an.

Von

„Wir sollten jede ukrainische Lernressource nutzen“

Die Lehrerin und Autorin Sabine Czerny spricht über die Integration ukrainischer geflüchteter Kinder in Willkommensklassen. Sie brauchen Ruhe, Austausch, Deutsch – und Struktur durch Schule. Die Trägerin eines Zivilcouragepreises weiß auch, was kontraproduktiv ist: Noten.

Von

Kim Jong-un bei einem Raketentest: ungeliebter Partner von China

Widerspenstiger Partner im Nordosten

Russland ist nicht der einzige schwierige Partner für China. Auch Nordkorea macht Ärger mit einer nicht endenden Serie von Raketentests. Peking braucht Pjöngjang und muss das Treiben Kims daher weiter verteidigen.

Von Christiane Kuehl

Evergrande: Insolvenz wird verschleppt

Evergrande: Die Pleite schleppt sich hin

Evergrande hat kein Geld mehr – so viel ist klar. Das Unternehmen kann nicht einmal seine Jahresbilanz vorlegen. Der Vorgang zeigt: Große Firmenpleiten enden oft nicht rechtzeitig mit einem Insolvenzverfahren. Gerade in China folgt eher eine qualvoll lange Phase der Realitätsverweigerung.

Von

„Was in der Wirtschaft passiert ist, darf in der Wissenschaft nicht passieren“

China strebt in den nächsten Jahrzehnten die Führerschaft bei Innovationen und High-Tech an. Almuth Wietholtz-Eisert von der Leibniz-Gemeinschaft erklärt im Interview, was das für deutsche Wissenschaftlerinnen und Forscher bedeutet. Internationale Kooperationspartner dürfen nicht die Augen davor verschließen, dass Forschung in China oft militärischen, wirtschaftlichen oder repressiven Zwecken der KP diene. Wietholtz-Eisert warnt vor erzwungenen Technologietransfers und gezielten Cyberangriffen. Das Interview führte Michael Radunski.

Von Redaktion Table

Antibiotikaresistenz: EU ist gefordert wie selten zuvor

Tod durch Tuberkulose, Lungenentzündung oder Typhus? Das klingt für die meisten Europäer nach Horrorberichten aus der Kaiserzeit. Doch antibiotikaresistente Bakterien sind seit Jahren auf dem Vormarsch und machen naturgemäß vor Landesgrenzen nicht halt. Ein gemeinsames europäisches Vorgehen ist daher das Gebot der Stunde. Ansatzpunkte gibt es genügend.

Von Eugenie Ankowitsch