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Angesichts des andauernden Ukraine-Kriegs stellt sich die Frage, ob China tatsächlich in der Lage wäre, den wirtschaftlichen Schaden für Russland durch die europäischen Sanktionen aufzufangen. Mehrere hochrangige Beamte der USA und der EU haben bereits vor den Folgen gewarnt, sollte sich China zu einem solchen Schritt entschließen. Bislang gibt es kaum Anzeichen dafür, dass sich chinesische Unternehmen vollständig aus Russland zurückziehen. Jedoch sind Exporte nach Russland deutlich zurückgegangen.
Von Redaktion Table
Erst mit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine hat der Trade and Technology Council (TTC) als Forum zwischen den USA und der EU seine Rolle gefunden. Ergebnisse gibt es beim Kampf gegen Lieferengpässe und in einem Schulterschluss bei der Standardisierung.
Von Stephan Israel
Kuka steht exemplarisch für die Angst vor dem Ausverkauf deutscher Technologie nach China. 2016 wurde der Augsburger Roboterbauer vom chinesischen Hausgerätehersteller Midea übernommen. Bei der Hauptversammlung am heutigen Dienstag soll das Unternehmen endgültig sinisiert werden. Die chinesischen Bosse wollen auch die letzten verbliebenen deutschen Kleinaktionäre herauskaufen und Kuka danach von der Börse nehmen. Sie hoffen, dadurch mehr Ruhe ins Management zu injizieren. Denn bislang blieb die Entwicklung hinter den Erwartungen zurück.
Von Frank Sieren
Die zweite Runde des Trade and Technology Council (TTC) steht an: Am 15. und 16. Mai setzen die Vertreter der US- und der EU-Seite die Beratungen fort. Schwerpunkte der Gespräche sind voraussichtlich die Lieferketten-Problematik und das Thema Nachhaltigkeit.
Von Falk Steiner
Der neue Präsident von Eurochambres, dem Dachverband der Handelskammern, warnt davor, den Unternehmen in der aktuellen Krise neue Lasten aufzubürden. Eine schnelle Einführung des CO₂-Grenzausgleichs sieht er kritisch und will das Lieferkettengesetz nachbessern. Im Interview mit Till Hoppe warnt der Luxemburger zudem vor den Folgen eines Öl- und Gasembargos.
Von Till Hoppe
Die Omikron-Welle und Chinas harte Reaktion darauf belasten praktisch alle europäische Firmen. Fast jedes Unternehmen klagt in einer Umfrage der EU-Handelskammer in China über gestörte Lieferketten, fehlende Reisemöglichkeiten und andere Probleme. Sie wünschen sich eine andere Corona-Politik. Die Ungeduld wächst.
Von Christiane Kuehl
Bei öffentlichen Bau-, Liefer- und Dienstleistungsaufträgen könnte es für chinesische Unternehmen in der EU bald ungemütlicher werden. Billigangeboten aus der Volksrepublik will Brüssel mit neuen EU-Vorgaben einen Riegel vorschieben. Die Regeln sollen auch dazu führen, dass China seinen eigenen Beschaffungsmarkt mehr für die Europäer öffnet. Ob das aber klappt, ist fraglich.
Von Amelie Richter