Sollte Russland tatsächlich Atomwaffen in Belarus stationieren, würde das kleine Land wieder die Rolle übernehmen, die es in der Sowjetunion innehatte – als vorgelagerte Verteidigungslinie des russischen Imperiums. Minsk ist gewillt, diese Rolle zu spielen.
Von Viktor Funk
EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen und Frankreichs Präsident Macron hatten darauf gehofft, bei ihrem China-Besuch, Präsident Xi Jinping gegen Putin in Stellung bringen zu können. Die Strategie war gewagt: Macron umschmeichelte Xi, die EU-Kommissionspräsidentin trat kritisch auf. Publizist und Geopolitik-Experte Alexander Görlach hält die Strategie für gescheitert.
Von Felix Lee
In einem langen Zeitungsartikel erklärt Xi Jinping, was er zusammen mit Russland erreichen will: Den Ländern der Welt eine Modernisierung nach chinesischem Vorbild anbieten. Von Putin erhält er volle Unterstützung.
Von Michael Radunski
Die Russland-Reise von Xi Jinping ist Chinas Versuch, als Friedensstifter aufzutreten. Doch Xi geht es weder um Russland, noch um die Ukraine. Er positioniert sich und Wladimir Putin, um eine starke Front gegen den Gegner in Washington zu formieren.
Von Michael Radunski
Der Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs gegen Putin könnte auf den Vorwurf des Genozids zielen. Die Folgen sind gravierend; die Justiz müsste Russlands Präsidenten bei einem Besuch ausliefern – möglicherweise auch Außenminister Lawrow.
Von Stefan Ulrich
Der ehemalige Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, hält es für einen Fehler, Chinas Papier zum Russland-Ukraine-Krieg einfach abzutun. Peking sei zwar nicht neutral, was sich auch bei Xis Besuch in Moskau zeigen werde. China könne aber in einem Friedensprozess eine Rolle spielen. Die EU hält er bislang für unzureichend vorbereitet. Mit Ischinger sprachen Michael Radunski, Nana Brink, Felix Lee und Viktor Funk.
Von Redaktion Table