Chinas Firmen sind bei der Euro 2020 so präsent wie noch nie bei einer Fußball-EM. Sie treten als offizielle Partner auf wie Alibaba – oder als Turniersponsor wie Tiktok. Der Werbeauftritt gibt den Firmen Sichtbarkeit für ihre globalen Geschäfte und unterstützt zugleich Chinas Ambitionen, einmal selbst eine Weltmeisterschaft auszurichten. Und da auch chinesische Fans gern nachts die Euro gucken, macht die Werbung auch für den Heimatmarkt Sinn.
Von Christiane Kuehl
Die Vorgabe von Xi Jinping ist eindeutig: China soll Fußballmacht werden. Und wenn in der Volksrepublik der Präsident etwas will, wird vieles möglich: Chinas Unternehmer investieren Milliarden, kaufen Trainer, Spieler, ganze Vereine. Geld spielt dabei keine Rolle. Die Bilanz zur neuen Saison ist verheerend: Viele Vereine stehen vor dem Aus. Dem Sport muss das allerdings nicht schaden.
Von Redaktion Table
Chinas Präsident Xi Jinping gilt als großer Fußball-Fan. Seit seinem Amtsantritt wird Fußball an Schulen gefördert. Doch der Ruhm chinesischer Fußballer ist bisher ausgeblieben. Ausländische Vereine wie der FC Bayern profitieren derweil enorm von der Begeisterung chinesischer Fans.
Von Redaktion Table
Peking will mit den Olympischen Winterspielen 2022 den Tourismus ankurbeln und die Infrastruktur ausbauen. Hersteller von Wintersportausrüstung aus dem Alpenraum wittern eine Jahrhundertchance. Denn schon im kommenden Jahr könnte China zahlenmäßig zu den führenden Skinationen aufrücken. Peking hofft auf einen Wachstumsschub für strukturschwache Gebiete - und die Alpen auf mehr chinesische Touristen, die bereits zu Hause Skifahren gelernt haben.
Von Frank Sieren