Fahrassistenten: So weit läuft Europa in China hinterher

09. Mai 2026

In China haben sich fortgeschrittene Fahrerassistenzsysteme (L2+ und L2++) zu einem zentralen Verkaufsargument im Automarkt entwickelt. Laut einem Ranking der Beratung P3 liegen heimische Hersteller und Tesla dabei mehr als zwei Jahre vor europäischen Marken. Besonders Systeme von Huawei, Xpeng und Li Auto dominieren die Spitzenplätze. Getestet wurden sie auf einer komplexen Strecke in Peking mit Autobahnen, Stadtverkehr und Baustellen. Dabei zeigte sich, dass vor allem die nahtlose Integration verschiedener Funktionen - vom Fahren über Navigation bis zum Parken - den größten Kundennutzen liefert. Insgesamt sind die Unterschiede zwischen den führenden Systemen zwar nur noch gering, die Rangfolge kann sich durch schnelle Software-Updates jedoch innerhalb kurzer Zeit verschieben.

Der europäische Rückstand wird vor allem durch Faktoren wie Technologie, Datenverfügbarkeit, Regulierung und langsamere Entwicklungsgeschwindigkeit erklärt. China setzt starkt auf schnelle Iterationen, große Datenmengen und eine flexible Regulierung nach dem „Lessons learned“-Prinzip, während europäische Hersteller zunehmend auf Kooperationen mit chinesischen Tech-Unternehmen angewiesen sind.

Der Wettbewerbsvorsprung chinesischer Anbieter zeigt sich nur auf dem chinesischen Markt: In Europa schneiden die Systeme deutlich schlechter ab, unter anderem wegen älterer Softwarestände und strengerer Regeln. Experten erwarten in den kommenden Jahren jedoch eine schnelle Weiterentwicklung inklusive erster Level-3-Systeme. Mehr dazu lesen Sie im China.Table. Jörn Petring

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Letzte Aktualisierung: 09. Mai 2026