A13 für Grundschullehrkräfte: Zwei weitere Länder bewegen sich

Vor den anstehenden Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg wächst der politische Zuspruch für ein Angleichen der Besoldung von Grundschullehrkräften. Das Saarland wartet vorerst noch ab.

23. Januar 2026
Das Benchmark-Briefing zur Bildungsrepublik. Jetzt Bildung.Table 30 Tage kostenlos testen!

Vor den anstehenden Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg kommt Bewegung in die Frage der Besoldung von Grundschullehrkräften. Die beiden Länder sowie das Saarland sind bundesweit die letzten, die Grundschullehrkräfte noch nach A12 bezahlen. Alle anderen Länder werden die schrittweise Umstellung auf A13 spätestens in diesem Jahr abschließen.

Alle Lehrkräfte nach A13 zu bezahlen, findet in Rheinland-Pfalz politisch breite Unterstützung. Dort wird am 22. März gewählt. CDU, SPD und Grüne haben das Angleichen der Besoldung in ihre Wahlprogramme geschrieben. CDU-Parteichef Gordon Schnieder sagte zu Table.Briefings, das sei eine Frage der Wertschätzung und sorge dafür, dass gut ausgebildete Lehrkräfte in Rheinland-Pfalz blieben und nicht in andere Bundesländer abwanderten. Auch Bildungsminister Sven Teuber (SPD) hält die Forderung nach A13 für nachvollziehbar.

In Rheinland-Pfalz ist die Besoldung durch den Doppelhaushalt 2025/26 bis zum Ende dieses Jahres vorgegeben. Nach Angaben des Bildungsministeriums sind dort 11.000 Lehrkräfte mit dem Lehramt Grundschule oder Grund- und Hauptschule in den Besoldungsstufen A 12 oder E11 beschäftigt.

In Baden-Württemberg sprechen sich Grüne und SPD in ihren Wahlprogrammen für A13 aus. Die CDU möchte dagegen zunächst nur denjenigen Lehrkräften für das Lehramt Grund‑ und Hauptschule den Aufstieg in A13 ermöglichen, die bereits überwiegend in der Sekundarstufe unterrichten. Das sind laut Andreas Sturm 1.750 Lehrkräfte. Der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion beziffert die Kosten auf zwölf Millionen Euro. Wolle man die Besoldung für alle Grundschullehrkräfte anheben, würde das 180 Millionen Euro kosten, sagt er. In Baden-Württemberg wird am 8. März gewählt.

Im Saarland sind vorerst keine Änderungen geplant. Im kürzlich verabschiedeten Doppelhaushalt für die Jahre 2026/27 sei eine Erhöhung der Besoldung für Grundschullehrkräfte nicht vorgesehen, hieß es auf Anfrage von Table.Briefings aus dem Bildungsministerium. Vor dem Hintergrund des zunehmend angespannten Lehrkräftearbeitsmarktes und der steigenden Bedarfe an Lehrkräften verfolge das saarländische Bildungsministerium die Entwicklung jedoch sehr aufmerksam. Im Saarland wird im Frühjahr 2027 das nächste Mal gewählt. Kirstin von Elm

Letzte Aktualisierung: 27. März 2026