Das „Aufholen nach Corona"-Programm sollte die Pandemie-Folgen für Kinder und Jugendliche abfedern. In Thüringen kam ein Großteil des Geldes aber nie bei den Schulen an. Was bedeutet das für künftige Bund-Länder-Schulprogramme?
Von Vera Kraft
Im Abschlussbericht sind die Länder voll des Lobes für ihre „Aufholen nach Corona“-Maßnahmen: Schnell, unbürokratisch, wirksam. Selbst für die Tatsache, dass sie die Hilfen für Schüler eher im Blindflug verstreuten, finden die Minister einen Grund. Wer das Aufholprogramm überwiegend bezahlte, verraten sie nicht.
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Im August müssen die Länder ihre Daten zum Digitalpakt Schule wieder nach Berlin schicken. Eine Umfrage von Table.Media zeigt: Die fünf Milliarden Euro Bundesgeld sollen zu allergrößten Teilen verplant sein. Die Länder fordern bereits Milliarden für einen Digitalpakt II. Doch die Signale aus dem Bundesbildungsministerium sind verhalten.
Von Holger Schleper
Eine Krise der dualen Berufsausbildung kann Achim Dercks nicht feststellen. Der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer macht Demografie und Corona dafür verantwortlich, dass Lehrstellen unbesetzt sind, während Jugendliche leer ausgehen. Auch junge Menschen ohne oder mit schlechtem Schulabschluss hätten bei Betrieben immer bessere Chancen.
Von Anna Parrisius