Beim Bau von Kernkraftwerken der neuesten Generation hat China die Europäer abgehängt. Ein Problem bleibt jedoch: Die Uranreserven des Landes reichen beim gegenwärtigen Ausbau der Atomenergie nur für sieben bis acht Jahre. Eine neue Art der Urangewinnung aus dem Meer soll Abhilfe schaffen. Sie ist zwar sehr viel teurer und aufwendiger als die Gewinnung an Land, aber auch umweltfreundlicher. Chinesische Physiker:innen sind hier führend. Die Ingenieure wollen bereits in fünf Jahren mit dem Bau der ersten Anlage beginnen.
Von Frank Sieren
Der Klimawandel rückt eine neue Region in den Fokus der Geopolitik: die Arktis. Lange Zeit von meterdickem Eis bedeckt, wecken ihre Rohstoffe nun Begehrlichkeiten. Auch China will als Großmacht mitmischen und die Region als Polare Seidenstraße in das Prestigeprojekt von Staatspräsident Xi Jinping eingliedern. Doch ganz so einfach wird das nicht.
Von Michael Radunski
China hat ankündigt, seine gigantischen Devisenreserven in Zukunft stärker in grüne Anlagen zu investieren. Ein Umdenken ist dringend notwendig, denn bisher spielten Nachhaltigkeitsüberlegungen bei den Investitionsentscheidungen kaum eine Rolle. Gerüchten zufolge will der größte Fonds nun sogar 19 Milliarden US-Dollar in den Ölriesen Saudi Aramco investieren. Derzeit gestaltet es sich für Staatsfonds weltweit noch schwierig, auf grüne Anlagen umzusteigen: Deren Profitabilität ist unsicher und das Umsteuern ist mit Kosten verbunden.
Von Nico Beckert