Umgerechnet 90.000 Stunden Netflix-Filme soll das neue Tiefsee-Internetkabel "Peace" transportieren können – pro Sekunde. Es wird gerade von China über Pakistan nach Frankreich und Afrika verlegt – und sorgt für Zündstoff in den chinesisch-amerikanischen Beziehungen. Es geht um die Frage: Wer kontrolliert den weltweiten Datenverkehr?
Von Ning Wang
Tesla steht in China unter Spionageverdacht. Militärangehörige und Mitarbeiter von Staatsunternehmen sollen die E-Autos des US-Unternehmens nicht mehr benutzen dürfen. Dies gilt als Retourkutsche für die Spionagevorwürfe gegen Huawei in den USA. Für beide Vorwürfe gibt es allerdings keine Belege. Der Druck auf Tesla kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Der US-Hersteller will dieses Jahr noch mit einem preiswerten Massenprodukt seine Palette erweitern. Elon Musk geht deshalb auf Schmusekurs.
Von Frank Sieren
Produkte von H M verschwinden von Internet-Plattformen in China, Taxifahrer können die Adressen von Stores nicht mehr im Handy finden: Die Boykott-Aufrufe gegen H M, Nike oder Adidas offenbaren das grundsätzliche Problem ausländischer Unternehmen in der Volksrepublik. Sie stehen zwischen werteorientierten Ansprüchen aus dem Westen und dem drohenden Zorn einer autoritären Regierung mit dem größten Konsumentenmarkt der Welt im Rücken. Zur Wahrheit gehört: Oft ebben die Boykotte rasch wieder ab und die Schäden für die Firmen sind selten bleibend.
Von Marcel Grzanna
Erstmals hat Huawei seine Smartphone-Pole-Position in China an den Konkurrenten Oppo abtreten müssen. Das Unternehmen aus Guangzhou gehört seit vergangenem Jahr zu den fünf größten Smartphone-Herstellern der Welt. Allerdings hat Oppo das nicht ganz aus eigenen Kraft geschafft. Die US-Sanktionen gegen Huawei haben geholfen. Während Huawei versucht jenseits der Smartphones neue Märkte. zu erschließen, will Oppo nun auch in Deutschland Fuß fassen.
Von Frank Sieren
Die Vorstellung, US-Präsident Joe Biden agiere in den Außenbeziehungen anders als sein Vorgänger Donald Trump, ist bereits begraben. Jetzt zeigt sein harter Umgang mit chinesischen Telekom-Ausrüstern: Zum Teil geht er ebenso hart vor wie sein Vorgänger. Entspannung ist auf absehbare Zeit nicht zu erwarten.
Von
Schwedens Verhältnis zu China ist angespannt. Seit Jahren vergiften Kleinkonflikte das Klima. Und im Oktober schloss Stockholm die chinesischen Telekomausrüster Huawei und ZTE vom Aufbau der 5G-Netze aus. Peking drohte mit Nachteilen für schwedische Firmen - mit ungewissem Ausgang. Der China.Table berichtet in dieser Serie über die Beziehungen aller EU-Mitgliedstaaten zu China.
Von Christiane Kuehl