Schottland hat seinen Whisky, Frankreich Wein, Cognac und Champagner. In China ist der Maotai das Nationalgetränk. Er ist gleichzeitig Luxusobjekt und steht für Korruption. Nur den Weltmarkt konnte der Schnaps noch nicht erobern. Henry Kissinger und Ronald Reagon können berichten, warum dem Hochprozentigen bisher kein Exporterfolg vergönnt ist.
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Geht es nach dem Willen der Führung in Peking, soll Chinas Wirtschaftswachstum noch viel stärker als bisher auf den Schultern der inländischen Konsumenten ruhen. Denn der Binnenkonsum ist von außenpolitischen Einflüssen am wenigstens beeinflusst. Wie es um die Kauflust der Chinesen wirklich steht, zeigt heute der Singles Day, das größte Shopping-Event der Welt. Auch für westliche Firmen ist dieser Tag inzwischen sehr wichtig.
Von Frank Sieren
Auch vor den Universitäten macht die Re-Ideologisierung der Volksrepublik keinen Halt. Wer als westlicher Forscher in China arbeiten will, sollte sich darauf einstellen — und muss sich bis zu einem gewissen Grad auch damit abfinden, meint Ruth Schimanowski. Sie ist die Leiterin der Pekinger Außenstelle des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Im CEO-Talk erklärt sie, warum chinesische Forscher der deutschen Wissenschaftslandschaft guttun und warum es eine Renaissance der Schulsprache Deutsch gibt. Das Gespräch führte Frank Sieren.
Von Frank Sieren
Mit schwarzer Tusche auf rotem Grund, so sahen chinesische Visitenkarten aus, die einst Abgesandte des Kaiserhofes überreichten. Namenskarten waren in China bereits vor tausenden von Jahren im Umlauf. Die Geste, wie sie überreicht werden — mit beiden Händen — wurde allerdings kopiert. Mittlerweile reicht zum Tausch der Kontakte allerdings ein Tippen auf das Smartphone aus.
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Chinas „Personal Information Protection Law“ tritt in Kraft. Es soll die Rechte der Konsumenten gegenüber Unternehmen schützen. Große Firmen wie Tencent haben bereits ihre Datenschutzbestimmungen überarbeitet. Das Gesetz hat auch Einfluss auf ausländische Unternehmen. Es entspricht hinsichtlich des Verhältnisses von Unternehmen und Kunden dem europäischen Datenschutzgesetz. Der Staat nimmt sich in China jedoch noch von den Pflichten aus.
Von Frank Sieren