Exzellenzstrategie: Worum es bei der Entscheidung am Mittwoch geht

Es ist die Königsklasse der deutschen Wissenschaft. In der ersten Runde um den begehrten Titel „Exzellenzuniversität“ treten die aktuellen Titelinhaber an. Spannender wird es im Oktober.

10. März 2026
Jubel über acht Cluster im Rahmen der Exzellenzstrategie 2025 an der Uni Bonn
An der Uni Bonn jubelte man im vergangenen Jahr über acht Cluster, die im Rahmen der Exzellenzstrategie gefördert werden. (Volker Lannert / Uni Bonn)
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Am morgigen Mittwochabend, 18 Uhr, ist es so weit: Wissenschaftsrat, DFG und Forschungsministerin Dorothee Bär verkünden, welche der bestehenden Exzellenzuniversitäten ihren Status auch ab 2027 behalten dürfen (über die Ergebnisse werden wir Sie kurz danach in einer Spezialausgabe informieren). Neun Einzeluniversitäten und der Berliner Verbund mussten sich dem Urteil der internationalen Gutachter vor Ort stellen. Die Universität Konstanz konnte in dieser Runde nicht mehr antreten. Sie hatte im vergangenen Jahr die Förderung für ein Exzellenzcluster verloren und verfügt somit nicht über die für eine Bewerbung geforderten zwei Cluster.

Über die Gutachten diskutiert nun in einer finalen Runde die Exzellenzkommission. Diese besteht aus den 39 Mitgliedern des Expertenkomitees sowie den für Wissenschaft und Forschung zuständigen Ministern des Bundes und der Länder. Den Vorsitz des Committee haben die DFG-Präsidentin Katja Becker und der Vorsitzende des Wissenschaftsrats, Wolfgang Wick.

Eine Überraschung gilt in dieser Runde als unwahrscheinlich. Beobachter gehen davon aus, dass alle zehn Bewerber auch weiterhin gefördert werden. Ein leichtes Zittern soll es in Berlin geben, doch auch für die Berlin University Alliance aus Charité und FU, HU und TU Berlin dürfte es ab 2027 weitergehen. Schließlich geht es bei dieser Überprüfung, die alle sieben Jahre stattfindet, „nur“ darum, die Fördervoraussetzungen weiterhin zu erfüllen – ähnlich wie bei einer Evaluierung der Leibniz-Institute.

Nächster Entscheid im Oktober. Sollte allerdings doch jemand herausfallen, warten bereits elf neue Bewerber auf ihre Chance. Sie konkurrieren um die nach aktuellem Stand fünf verbleibenden Exzellenzplätze für den Förderzeitraum 2027 bis 2033. Diese wesentlich spannendere Entscheidung fällt Anfang Oktober dieses Jahres. Markus Weisskopf

Letzte Aktualisierung: 27. März 2026