Abschluss in Glasgow: verkündet, verhandelt, verwässert

Mit einem regelrechten diplomatischen Showkampf auf offener Bühne ging am Samstag die 26. UN-Klimakonferenz in Glasgow zu Ende. Über eine Stunde lang verhandelte EU-Kommissionvize Frans Timmermans an der Seite von COP-Präsident Alok Sharma und dem US-Sondergesandten John Kerry mit Indiens Umweltminister Bhupender Yadav und Chinas Chefverhandler Xie Zhenhua. Nicht etwa hinter verschlossenen Türen, sondern im großen Plenarsaal. Das Ergebnis der Abschlusserklärung in Glasgow: Aus einem „phase-out“ der Kohleverstromung wurde ein „phasedown“, in einem völlig intransparenten Prozedere, in dem die mächtigsten Nationen allein über Erfolg oder Misserfolg der COP26 entschieden.

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