Berlin Energy Transition Dialogue: Zukunft der Konferenz ungewiss

Der jährliche Berlin Energy Transition Dialogue wird 2026 nach zehn Jahren nicht mehr in gewohnter Form fortgesetzt. Stattdessen wird über eine neu konzipierte internationale Energiekonferenz nachgedacht.

08. Januar 2026
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Der seit zehn Jahren jährlich stattfindende Berlin Energy Transition Dialogue (BETD) steht in seiner bisherigen Form vor dem Aus. In diesem Jahr werde der BETD nicht in gewohnter Form im Frühjahr stattfinden, teilte das Bundeswirtschaftsministerium auf Anfrage von Table.Briefings mit. Die internationale Konferenz zählt zu den weltweit wichtigsten Treffen für die Umsetzung der globalen Energiewende.

Stattdessen laufen die Gespräche über eine neue Konferenz. Das Auswärtige Amt als bisheriger BETD-Gastgeber sowie das BMWE eruieren derzeit Optionen „für eine gemeinsame, neu konzipierte internationale Energiekonferenz“, teilte das BMWE mit. Auch der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW), einer der Co-Organisatoren der Konferenz, erklärte Table.Briefings, 2026 könne die Konferenz nicht in ihrer bisherigen Form fortgeführt werden.

Über die Gründe der Beendigung machten Bundesministerien und Verband keinerlei Angaben. Die Veränderung sei nicht durch inhaltliche Differenzen begründet, heißt es vom Solarverband. „Wir begrüßen ausdrücklich, dass uns das Auswärtige Amt eingeladen hat, weiterhin als Partner der deutschen Energieaußenpolitik mitzuwirken – dieser Einladung kommen wir gerne nach“, erklärte David Wedepohl, BSW-Geschäftsführer Internationales.

Die Konferenz fand seit 2015 auf Einladung der Bundesregierung statt. Insbesondere der Ausbau erneuerbarer Energien und das Erreichen der globalen Klimaziele standen im Mittelpunkt der Gespräche von Regierungsdelegationen aus über 50 Ländern. Lukas Knigge/Manuel Berkel

Letzte Aktualisierung: 27. März 2026