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Analyse

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COP27: Gas-Streit hinter den Kulissen

Regierungen aus Afrika und Europa geloben Klimaschutz und wollen gleichzeitig mehr Erdgas fördern. Bei der COP in Ägypten wird das kontroverse Thema offiziell ausgeklammert. Trotzdem wird es eine wichtige Rolle spielen. Das Tauziehen zwischen Befürwortern und Gegnern hat begonnen.

Von Bernhard Pötter

NO FRANCE - NO SWITZERLAND: February 12, 2020 : Prof. Carlos Nobre speaks during press conference for the presentation

Amazonas-Regenwald: Europa trägt durch Lieferketten Verantwortung

Der künftige Präsident Brasiliens hat die Entwaldungsraten im Amazonas-Regenwald schon einmal stark gesenkt, sagt der Klimawissenschaftler Carlos Nobre. Das könne Lula noch einmal gelingen. Aber er brauche dafür internationale Unterstützung: entwaldungsfreie Lieferketten, Milliardensummen und strenge Regeln, damit das Geld auch wirklich dem Wald zugutekommt.

Von Alexandra Endres

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USA: Bidens Klimakurs droht die Bremse

Am 8. November wird bei den "Midterm"-Wahlen über den US-Kongress entschieden. Ein Sieg der Republikaner in einer oder beiden Parlamentskammern würde auch die Klimaagenda der Regierung Biden verändern. Hier sind die Schlüsselbereiche.

Von Redaktion Table

September 7, 2021, Porto Velho, Rondonia, Brazil: Burning of the Amazon Forest, in the city of Porto Velho, in the state

Brasilien: Wahl entscheidend für das Weltklima

Der Ausgang der Wahl in Brasilien wird für den globalen Klimaschutz einen entscheidenden Unterschied machen. Gewinnt der Amtsinhaber Jair Bolsonaro, fürchten Wissenschaftler die endgültige Zerstörung des Amazonas-Regenwalds. Aber auch der Herausforderer Luis Inácio Lula da Silva wird es beim Waldschutz nicht leicht haben. Und obwohl die Klimafrage für ihn "Priorität hat", setzt auch Lula auf mehr brasilianisches Öl.

Von Daniela Chiaretti

Nov. 30, 2015 - Le Bourget, France - Chinese President Xi Jinping addresses the plenary session of t

Xis dritte Amtszeit: Klima wichtig, Wachstum wichtiger

Chinas Präsident Xi Jinping steht vor einer dritten Amtszeit als Staatschef. Unter ihm ist Klimapolitik im Land mit dem größten Co2-Ausstoß wichtig geworden. Die Emissionen wurden gedrosselt, Erneuerbare stark ausgebaut. Doch Fachleute bezweifeln, dass die grüne Transformation künftig schneller vorangetrieben wird. Zu stark sind Wachstumszwang und Kohle-Lobby, zu dominant die internen und internationalen Krisen.

Von Nico Beckert

Indien: Regierung legt Gesetz für Kohlenstoffmarkt vor

Die indische Regierung hat jetzt offiziell anerkannt, dass Märkte für Kohlenstoff und ein Emissionshandel eine wichtige Rolle bei der Dekarbonisierung spielen sollen. Ein Gesetz dazu soll Ende des Jahres verabschiedet werden. Noch sind viele Details unklar, doch beginnen könnte der Handel ab Mitte 2023.

Von Redaktion Table

UN-Bericht zu Menschenrechten fordert radikalen Klimaschutz

In seinem ersten Report kritisiert der neue UN-Sonderberichterstatter Ian Fry, zuständig für Menschenrechte im Klimawandel, die Blockade bei den Klimaverhandlungen. Er fordert heftig umstrittene Maßnahmen: Einen Fonds zur Reparatur klimabedingter Schäden, die Ächtung fossiler Brennstoffe, ein Tribunal gegen fossile Investoren. Auf dem kommenden Klimagipfel werden seine Argumente für Aufregung sorgen.

Von Alexandra Endres

Südafrika: Kohleausstieg kostet jährlich 14 Milliarden Dollar

Der Kohleausstieg in Südafrika gilt als Testfall, wie Industriestaaten den Schwellenländern bei schnellem und sozial abgefederten Klimaschutz helfen können. Vor einem Jahr versprachen die Europäer und die USA dem afrikanischen Staat 8,5 Milliarden Dollar für die „Just Transition Energy Partnership“. Bisher blieben Kosten und Details vage. Jetzt hat Südafrika sein Preisschild für den grünen Umbau vorgestellt.

Von Bernhard Pötter