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Sinolytics Radar

Ausbaupläne für erneuerbare Energien

Um wie geplant bis 2060 das Ziel der Kohlenstoffneutralität zu erreichen, braucht China eine ambitionierte Dekarbonisierungsstrategie. Dazu gehört ein massiver Ausbau der erneuerbaren Energien (EE). Laut Prognosen der International Energy Agency (IEA) kann China bis 2060 einen Anteil erneuerbarer Energien von 80 Prozent an der gesamten Stromerzeugung erreichen, wenn es seine Ausbaupläne erfolgreich umsetzt. Dazu treibt die Regierung verschiedene Maßnahmen voran, die von der Erweiterung der installierten EE-Kapazität bis hin zur Förderung des direkten Einkaufs von Ökostrom durch Unternehmen reichen.

Von Redaktion Table

Die Entkoppelung zeigt sich in der Statistik

Aufgrund der geopolitischen Lage und der öffentlichen Stimmung in den USA und China schreitet die technologische Entkoppelung zwischen den beiden Mächten voran. Während harte Barrieren für den Technologieaustausch, wie Export- und Investitionskontrollen die Schlagzeilen dominieren, sind gemeinsame Forschungsprojekte ebenfalls stark von der zunehmend antagonistischen Beziehung betroffen. Ein Resultat ist eine sinkende bilaterale Forschungsfinanzierung sowie verstärkte Sicherheitsprüfungen innerhalb des wissenschaftlichen Austauschs.

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China zwischen Staats- und Marktwirtschaft

Im Vergleich zu anderen Anleihemärkten ist die Ausfallquote in China erstaunlich niedrig. Dies ist größtenteils auf das implizite Versprechen der Regierung zurückzuführen, in Schwierigkeiten geratene Staatsunternehmen zu retten. Eine typische "Moral Hazard"-Situation. Die jüngsten Ausfälle von Staatsunternehmen zeigen, dass Chinas Finanzaufsicht zunehmend streng gegen das Problem vorzugehen versucht. Doch andere politische Prioritäten, wie Beschäftigung und soziale Stabilität, halten die Regierung weiterhin oft davon ab, Staatsunternehmen scheitern zu lassen.

Von Redaktion Table

Behörden setzen Cyber-Gesetze durch

In den letzten Jahren hat sich der chinesische Rechtsrahmen für „Cyber- und Data Governance“ rasch entwickelt. Wichtige Bausteine und Grundsätze sind zunehmend ausgereift. Das Gesetz zum Schutz personenbezogener Daten (PIP) trat am 1. Januar 2022 in Kraft. Weitere Vorschriften und Standards werden folgen. Die Intensität der Durchsetzung nimmt ebenfalls schnell zu. Die Inspektionen nehmen zu. Unternehmen müssen jetzt handeln, um Compliance zu gewährleisten und Risiken zu reduzieren, aber auch um die neuen Möglichkeiten der Datenverwendung und -verwertung zu nutzen.

Von Redaktion Table

Kartellauflagen treffen auch Staatsbetriebe

Für viele China-Beobachter dienten die jüngsten Anti-Monopol-Kampagnen in erster Linie dazu, übermächtige Technologiekonzerne wie Alibaba zurechtzustutzen. Allerdings gehen die Verschiebungen in Chinas Anti-Monopol-Regulierung weit über Internetfirmen hinaus. Chinas Kartellgesetze sind insgesamt deutlich mächtiger und ausgefeilter geworden. Der Staat hat mittlerweile zahlreiche monopolistische Aktivitäten ins Fadenkreuz genommen, insbesondere im Konsumgüterbereich.

Von Redaktion Table

Das Compliance-Orakel

Chinas Risk Score für Unternehmen (企业信用风险分类) erweitert Inspektionen von Firmen um einen „Vorhersage-Modus“: Der Score bewertet die Wahrscheinlichkeit, dass ein Unternehmen in Zukunft gegen Compliance-Standards verstoßen wird. Abhängig vom Resultat dieser Vorhersage werden Regierungsbehörden die Frequenz von Inspektionen des jeweiligen Unternehmens festlegen. Nach abgeschlossener Pilotphase hat kürzlich die landesweite Implementierungsphase für den Risk Score begonnen. Unternehmen können davon ausgehen, dass dieses neue Marktregulierungs-Instrument nun darüber bestimmen wird, wie oft ihre Fabriken und Büros in China Besuche von Regierungsseite bekommen.

Von Redaktion Table

Nationalstolz wird wichtiger beim Konsum

Insbesondere unter jungen Konsumenten in China entsteht eine neue Käufergruppe. Ein in China als „Guochao“ („Nationale Flut“) bekannter Trend beschreibt die steigende Präferenz chinesischer Kunden für nationale Produkte mit explizit chinesischem Markencharakter. „Guochao“ reflektiert die zunehmende Bedeutung von Nationalstolz für das Konsumverhalten. In den vergangenen Jahren haben mehrere chinesische Marken erfolgreich eine national geprägte Markenstrategie genutzt, um sich gegenüber ihren ausländischen Konkurrenten abzusetzen und ihre Marktpositionierung zu stärken.

Von Redaktion Table

RCEP gegen Chinas Verwundbarkeit

Die Regional Comprehensive Economic Partnership (RCEP), das größte Handelsabkommen der Welt, tritt im Januar 2022 in Kraft. RCEP ist Teil der chinesischen Strategie, den Handel stärker zu regionalisieren, Lieferketten in Chinas direkter Nachbarschaft abzusichern und damit die eigene Verwundbarkeit gegen geopolitisch motivierte Unterbrechungen globaler Lieferketten zu reduzieren. Zudem soll RCEP neue Märkte für chinesische Unternehmen in der Region öffnen. Fairer Wettbewerb (z.B. Subventionsabbau) oder höhere Umwelt- und Arbeitsstandards genießen keine oberste Priorität: Hier bleibt RCEP hinter bereits bestehenden Handelsabkommen der Volksrepublik zurück.​

Von Redaktion Table

Brennstoffzellen stark im Kommen

Parallel zu Chinas Ambitionen, den weltweit führenden Markt für Elektrofahrzeuge aufzubauen, arbeitet Peking auch an Plänen zur Entwicklung eines wettbewerbsfähigen Sektors für Wasserstoff und Brennstoffzellen. China setzt insbesondere auf Brennstoffzellen für Nutzfahrzeuge. Die offiziellen Regierungsziele suggerieren enormes Marktwachstum, von dem auch gut vorbereitete, internationale Unternehmen ein Stück abbekommen könnten.

Von Redaktion Table

IT-Regulierung nimmt überhand

Chinas Regulierung zur Cyber- und Datensicherheit expandiert rasant. Zahlreiche neue Vorschriften und striktere Durchsetzung stellen europäische Unternehmen vor zunehmend schwierige Herausforderungen. Abhängig von Industriesektor und Art der Datennutzung sehen sie sich mit einem breiten Spektrum von regulatorischen Anforderungen konfrontiert.

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