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Sinolytics Radar

Wie China die Energieeffizienz verbessern möchte

Nachdem die chinesische Führung im vergangenen Jahr das Ziel verkündet hat, bis 2030 den CO2-Höchststand zu erreichen, arbeitet sie nun einen Strategieplan zur Erreichung dieses Ziels aus. Die Steigerung der Energieeffizienz in energieintensiven Sektoren stellt neben der verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien einen wichtigen Teil des Dekarbonisierungsplans dar. Auch wenn die genaue Umsetzung weiterhin unklar bleiben wird, da wirtschaftliche Interessen zuweilen Vorrang haben, signalisiert der Strategieplan eindeutig Chinas Ambitionen und ermöglicht es ausländischen Unternehmen, umweltfreundlichere Lieferketten in China aufzubauen.

Von Redaktion Table

China fördert Städtecluster für mehr regionale Integration

Sogenannte Städtecluster fungieren als Chinas neue Verwaltungseinheiten. Sie sollen regionale Barrieren abbauen und die lokale Integration fördern. Marktintegration und Verkehrsverflechtung werden dabei in den nächsten fünf Jahren Pekings politische Hauptschwerpunkte sein, wobei zunächst Maßnahmen zur Boden- und Arbeitsmarktreform in den großen Stadtclustern erprobt werden sollen. In China tätige multinationale Unternehmen müssen die Synergien zwischen ihren Standorten in China unter dem Gesichtspunkt der Städtecluster-Politik neu bewerten. Außerdem müssen sie die politische Dynamik und die Durchsetzung von Richtlinien innerhalb dieser „erweiterten“ Verwaltungsgrenzen genau im Auge behalten.

Von Amelie Richter

Markt für Medizintechnik wird lokaler

Während China in vielen Sektoren Marktzugangsbarrieren schrittweise abbaut, erhöht es gleichzeitig die Einfuhrbeschränkungen in Bereichen von strategischer Bedeutung. Ein prominentes Beispiel ist die Medizintechnik: Um die hohe Abhängigkeit von Importen zu verringern, setzt Chinas Regierung im High-End-Medizintechnikmarkt auf "Importsubstitution" durch Richtlinien wie "buy China". Digitalisierung ist dabei ein zentraler Bestandteil der Innovationspolitik in der Medizintechnik, wie die rasche Entwicklung von chinesischen Online-Krankenhäusern und Ferndiagnose-Angeboten zeigt.

Von Redaktion Table

Ehrgeiziger Plan für Chinas Digitalpolitik

Der “14th Five-Year-Plan for National Informatization”, der im Dezember 2021 von Chinas Central Commission for Cybersecurity and Informatization veröffentlicht wurde, ist ein ehrgeiziger Plan für Chinas Digitalpolitik in den kommenden Jahren. Von der Sicherung von "Kerntechnologien" bis zur Betonung des "Dienstes an der Realwirtschaft" spiegelt der Plan allgemeine Trends in der chinesischen Politik wider. Da sich die chinesische Regierung inmitten einer umfassenden Überarbeitung ihres digitalen Technologiesektors befindet, ist dieser Plan ein Schlüssel zum Verständnis der aktuellen und zukünftigen Entwicklungen.

Von Redaktion Table

Am teuren Ende der Wertschöpfungskette

China ist tief in die globalen Wertschöpfungsketten eingebunden. Die Art der Integration der Volksrepublik hat sich jedoch im Laufe der Zeit erheblich verändert: China hat seinen Wertschöpfungsbeitrag zum Export in Drittländer stetig erhöht, während die Abhängigkeit von ausländischer Wertschöpfung bei unmittelbaren Warenimporten allmählich abnimmt. Die Führung in Peking ist bestrebt, diesen Kurs beizubehalten und durch internationalen Handel eine größere globale Hebelwirkung zu erzielen.

Von

Marktumfeld: Erleichterter Zugang, aber „Buy Local“

China wird den Marktzugang selektiv verbessern, um weiterhin ausländische Investitionen anzulocken. In Sektoren, die die chinesische Regierung als strategisch wichtig für die nationale Sicherheit ansieht, werden jedoch weiterhin lokale Unternehmen bevorzugt. Sobald Unternehmen im Markt sind, werden sie noch stärker verpflichtet sein, die chinesischen Marktregeln strikt zu befolgen, da die Regierung weitere datengesteuerte Marktregulierungsinstrumente einführen wird.

Von

Sicherung der Lieferketten bleibt 2022 schwierig

Das Supply-Chain Management wird auch 2022 schwere Zeiten erleben. Angesichts der Olympischen Winterspiele und des Parteikongresses wird die chinesische Regierung nicht von ihrer Null-Covid-Strategie abrücken, sondern weiter die Schließung von Produktionsstätten und Lieferverzögerungen riskieren. Darüber hinaus bringen geopolitische Spannungen Unternehmen zunehmend in die Zwickmühle, einerseits die europäische und amerikanische Gesetze einzuhalten und andererseits den Zorn der chinesischen Regierung zu vermeiden.

Von

20. Parteitag: Hinter Xi Jinping wird es Veränderungen geben

Der 20. Parteitag im Herbst 2022 wird größere personelle Veränderungen in Chinas politischem System mit sich bringen. Xi wird eine dritte Amtszeit erhalten. Gleichzeitig ist ein Generationswechsel im Gange, da etwa die Hälfte des Zentralkomitees die Altersgrenze überschreitet. Bis dieser politische Übergang abgeschlossen ist, sind keine politischen Überraschungen zu erwarten. Achten Sie aber auf die Themen, die in der Rede des Präsidenten nach dem Parteitag angesprochen werden.

Von Redaktion Table

„Common Prosperity“: Fokus auf Sozialleistungen

Unter dem Schlagwort „Common Prosperity“ strebt die chinesische Regierung eine einkommensgleichere Gesellschaft an. Man wird Leistungen für Arbeitnehmer verbessern, soziale Schutzmaßnahmen ausbauen. Gleichzeitig wird man illegale Einkommen von Wohlhabenden verfolgen. Für Unternehmen bringt das zwar höhere Arbeitskosten. Eine wachsende Mittelschicht mit hoher Kaufkraft kann jedoch langfristig eine neue Kundenbasis schaffen.

Von