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China präzisiert Regelungen für Datentransfer

Die chinesische Führung betrachtet Daten schon seit langem als strategische Ressource und erklärte sie im Jahr 2020 zu einem "Produktionsfaktor". Dies rückt den Datenschutz und den grenzüberschreitenden Datentransfer in den Mittelpunkt der nationalen Sicherheit. Die mangelnde Transparenz der Bestimmungen war in der Vergangenheit ein großes Problem für die global integrierten IT-Systeme multinationaler Unternehmen. Die kürzlich veröffentlichten Verordnungen schaffen nun etwas mehr Klarheit über die Bestimmungen zum grenzüberschreitenden Datenaustausch.

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China muss sich zwischen Wachstum und Null-Covid entscheiden

Der chinesische Staatsrat hat im Mai umfangreiche Konjunkturprogramme verabschiedet, um einen Teil der wirtschaftlichen Schäden aufzufangen, die durch Corona-Beschränkungen entstanden sind. Es wird jedoch zunehmend deutlich, dass es unmöglich sein wird, das geplante Wachstumsziel zu erreichen, wenn an der derzeitigen Null-Covid-Politik festgehalten wird.

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Das unsichtbare Rückgrat von Chinas Sozialkredit-System

Zur Verbessserung der Marktregulierung setzt China auch auf digitale Systeme wie die "Internet + Supervision" Plattform. Sie bildet das Rückgrat für die gemeinsame Datennutzung von Chinas Sozialkreditsystem für Unternehmen (CSCS) und ist wesentlicher Bestandteil von Chinas Bemühungen um den Aufbau einer "digitalen Regierung".

Von Redaktion Table

Asean-Länder wollen neutral bleiben

Neben ihrer sicherheitspolitischen Strategie im Indo-Pazifik haben die USA kürzlich auch eine wirtschaftliche Komponente in Form des "Indo-Pacific Economic Framework" (IPEF) vorgestellt. Sie zielt darauf ab, Chinas wirtschaftliche Dominanz einzudämmen. Dies dürfte jedoch angesichts der starken Abhängigkeit der IPEF-Mitglieder von China und dem Vorhaben der Asean-Länder, sich zwischen den USA und China zu positionieren, schwer zu verwirklichen sein.

Von Redaktion Table

Ausländische Unternehmen verlieren an Bedeutung

Chinas Streben nach wirtschaftlicher Unabhängigkeit, das sich wandelnde Konsumentenverhalten sowie die zunehmenden Kompetenzen lokaler Unternehmen werden die Sichtweise der Regierung in Peking über den Nutzen und die Ersetzbarkeit ausländischer Unternehmen für den Markt nachhaltig verändern.

Von Redaktion Table

Der Keqiang-Index als Alternative zum BIP

Der sogenannte Keqiang-Index diente häufig als Alternative zu Chinas notorisch misstrautem BIP-Wachstum. Experten waren jedoch der Ansicht, dass der Index den Wandel der chinesischen Wirtschaft hin zu einer zunehmend technologie- und dienstleistungsorientierten Wirtschaft nicht ausreichend widerspiegelt und somit allmählich seine Aussagekraft verliert. Doch der Index könnte vor einer Wiederblebung stehen.

Von Redaktion Table

Neuausrichtung auf Kohle gefährdet Klimaziele

Laut seinem 14. Fünfjahresplan für erneuerbare Energien will Peking weiterhin den CO2-Peak vor 2030 erreichen und bis 2060 klimaneutral werden. Seit Ende vergangenen Jahres setzt die Regierung jedoch wieder verstärkt auf Kohlekraft, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln und die Energiesicherheit zu gewährleisten. Diese Neuausrichtung könnte Chinas Klimaschutzanstrengungen untergraben.

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Banken sollen Chinas Staatshaushalt stützen

Die chinesische Regierung hat umfassende Pläne angekündigt, um die Wirtschaft durch fiskalpolitische Maßnahmen zu stärken. Der Spielraum wird durch den Rückgang der Steuereinnahmen jedoch erheblich beeinträchtigt. Daher hat sich die Regierung nun an die staatlichen Finanzinstitute gewandt und sie aufgefordert, einen höheren Prozentsatz ihrer Gewinne für steuerliche Zwecke bereitzustellen. Dies kann allerdings nur eine vorübergehende Lösung sein, um kurzfristig einen stabileren Strom an Steuereinnahmen zu generieren.

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Jeder fünfte junge Mensch arbeitslos

China sieht sich derzeit mit einer erheblichen wirtschaftlichen Herausforderung konfrontiert. Die Regierung in Peking kämpft mit dem enormen Druck der steigenden Arbeitslosigkeit, insbesondere unter jungen Menschen. Allein in diesem Sommer werden 10,7 Millionen neue Hochschulabsolventen auf den Arbeitsmarkt drängen. Sollte die Regierung keine effizienten Maßnahmen ergreifen, um den wirtschaftlichen Abschwung umzukehren, wird die Jugendarbeitslosigkeit, die bereits einen historischen Höchststand erreicht hat, in diesem Jahr voraussichtlich noch deutlich weiter steigen.

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Sanktionen schrecken chinesische Unternehmen ab

Angesichts des andauernden Ukraine-Kriegs stellt sich die Frage, ob China tatsächlich in der Lage wäre, den wirtschaftlichen Schaden für Russland durch die europäischen Sanktionen aufzufangen. Mehrere hochrangige Beamte der USA und der EU haben bereits vor den Folgen gewarnt, sollte sich China zu einem solchen Schritt entschließen. Bislang gibt es kaum Anzeichen dafür, dass sich chinesische Unternehmen vollständig aus Russland zurückziehen. Jedoch sind Exporte nach Russland deutlich zurückgegangen.

Von Redaktion Table