CEO.Table – Ausgabe 57

Handelsabkommen Mercosur – wer profitiert + DLD-Spezial + Erwartungen an das WEF

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Executive.Summary

Handelsabkommen: Was EU-Mercosur für deutsche Unternehmen bedeutet

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Wenn EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen heute in Paraguay das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den südamerikanischen Staatenbund Mercosur unterzeichnet, ist das auf den ersten Blick aus geopolitischer wie wirtschaftlicher Sicht ein Gewinn für deutsche Unternehmen. „Für den Industriestandort Deutschland ist das EU-Mercosur-Abkommen von großer Bedeutung“, sagt Klemens Kober, Referatsleiter Handelspolitik bei der Industrie- und Handelskammer, im Gespräch mit Table.Briefings.

Die bislang stark protektionistischen Mercosur-Staaten öffneten ihre Märkte, Zölle sinken spürbar – mit unmittelbaren Effekten für die Unternehmen. „Vom EU-Mercosur-Abkommen profitieren viele Branchen – von Industrie und Dienstleistungen bis hin zur Lebensmittelwirtschaft. Besonders wichtig ist das Abkommen für kleine und mittelständische Unternehmen, da es den Marktzugang erleichtert und mehr Rechtssicherheit schafft“, erklärt IHK-Mann Kober.

Konkret sieht das Abkommen vor, Zölle auf rund 91 Prozent der Warenpositionen schrittweise abzubauen. Derzeit liegen die Abgaben je nach Produkt bei 14 bis 20 Prozent auf Maschinen, 14 bis 35 Prozent auf Fahrzeuge, 14 bis 18 Prozent auf Chemie- und Pharmaprodukte sowie bei rund 14 Prozent auf Eisen- und Metallwaren. Mehr als 12.000 deutsche Unternehmen exportieren bereits in die Mercosur-Staaten, rund 72 Prozent davon sind kleine und mittelständische Betriebe.

Auch die EU-Kommission erwartet deutliche wirtschaftliche Effekte. Demnach könnten die jährlichen EU-Exporte in die Mercosur-Staaten um bis zu 39 Prozent auf rund 49 Milliarden Euro steigen und damit etwa 440.000 Arbeitsplätze in der EU unterstützen. Deutsche Importeure könnten zudem jährlich rund 165 Millionen Euro an Zöllen einsparen.

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Allerdings gibt es Zweifel, ob die wirtschaftlichen Vorteile tatsächlich eintreten. Das vereinfachte Kalkül, wonach Europa mehr Maschinen und Industrieprodukte nach Südamerika exportiert und im Gegenzug vor allem Brasilien und Argentinien mehr Agrarprodukte liefern, muss nicht zwingend aufgehen. Der führende deutsche Landmaschinenhersteller Fendt will zunächst abwarten. „Es ist, glaube ich, zu früh zu entscheiden, ob wir davon profitieren“, sagt der Vorsitzende der Fendt-Geschäftsführung, Christoph Gröblinghoff, im Interview mit Table.Briefings.

Besonders groß sind die Sorgen in der Landwirtschaft. Bauern befürchten, dass Produkte aus Südamerika, die unter niedrigeren Standards und damit günstiger produziert werden, europäische Betriebe verdrängen könnten. Länder wie Brasilien haben bei Produkten wie Zucker, Ethanol oder Geflügel klare Kostenvorteile. Die Südzucker-Gruppe warnt, der EU-Zuckermarkt sei bereits heute „von einem Überangebot geprägt“. „Zollfreie Importe, die in Freihandelsabkommen vereinbart werden, belasten den EU-Zuckermarkt; konkret sind dies im Mercosur-Abkommen 180.000 Tonnen Zucker aus Brasilien und 10.000 Tonnen aus Paraguay“, teilt das Unternehmen mit.

Ökonomen halten diese Argumentation jedoch für verkürzt. Tierhalter und Futtermittelhersteller profitierten schon heute massiv von zollfreien Soja-Importen aus Südamerika. „Die EU müsste infolge von Mercosur künftig mit Rindfleischeinfuhren von maximal rund zweieinhalb Milliarden Euro jährlich umgehen. Schon jetzt importiert sie jedoch jährlich Soja-Futtermittel im Wert von rund sieben Milliarden Euro aus der Region“, sagt Agrarökonom Alfons Balmann vom Leibniz-Institut für Agrarentwicklung und Transformationsökonomien. Das überwiegend gentechnisch veränderte Eiweißfuttermittel werde in der Tierhaltung breit eingesetzt.

Über das Abkommen hinaus geht es aus Sicht der Politik um das größere handelspolitische Signal. „Mit Abkommen wie EU-Mercosur sendet die Europäische Union ein klares Signal an ihre Handelspartner, dass sie ein verlässlicher Akteur ist“, sagt Kober. Weitere Abkommen etwa mit Indien, Australien oder Thailand könnten die internationale Wettbewerbsfähigkeit Europas erheblich stärken. Trotz zunehmender Abschottungstendenzen und einer verschärften US-Zollpolitik wächst der Welthandel weiter.

Eine Studie des ifo Instituts im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft kommt zu dem Ergebnis, dass neue Freihandelsabkommen die negativen Effekte der US-Zollpolitik nicht nur ausgleichen, sondern überkompensieren könnten. Grundlage sind angenommene Abkommen der EU mit den Mercosur-Staaten sowie mit Indien, Australien, Indonesien, Malaysia, Thailand und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Trotz US-Zöllen würden die deutschen Exporte um bis zu 4,1 Prozent wachsen, das BIP um bis zu 0,5 Prozent steigen. Besonders profitieren exportstarke Branchen wie Maschinenbau, Chemie und Automobilindustrie. Ohne neue Abkommen würden die US-Zölle das deutsche BIP hingegen um 0,13 Prozent und die Exporte um 1,3 Prozent senken.

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Politisch ist das Mercusor-Abkommen noch nicht vollständig abgesichert – dennoch könnte es schon bald zur Anwendung kommen

Das Europäische Parlament muss dem Abkommen zustimmen, bevor es formell in Kraft treten kann. Grundlage für eine vorläufige Anwendung ist jedoch eine Ratsentscheidung, wonach die EU das Abkommen umsetzen muss, sobald ein Mercosur-Staat seinen nationalen Ratifizierungsprozess abgeschlossen hat – unabhängig von der Zustimmung des Europäischen Parlaments. Geschieht dies noch im Januar, könnte das Abkommen bereits ab dem 1. März vorläufig gelten. Das Parlament stünde dann vor der Wahl, ein bereits angewandtes Abkommen nachträglich zu billigen oder es unter erheblichen außenpolitischen Kosten wieder zu stoppen. Eine Analyse dazu lesen Sie im Europe.Table. János Allenbach-Ammann

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Mercosur-Deal: Agrarminister widerspricht Bauernpräsident

Alois Rainer (CSU) weist Kritik am EU-Mercosur-Abkommen zurück. Zuletzt erreichte Zugeständnisse für die Branche brächten einen „echten Effekt zum Schutz der Landwirtschaft“, sagte er im Interview mit Table.Briefings. Dazu gehören zum Beispiel verschärfte Schutzmaßnahmen für Agrarimporte aus Südamerika. Bauernpräsident Joachim Rukwied hatte die Zugeständnisse als „Placebo“ bezeichnet. Warum der Minister auch in Sachen Mindestlohn anderer Meinung ist als der Bauernpräsident, lesen Sie im Agrifood.Table. Henrike Schirmacher

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CEO.Talk

„Europa fehlt der Risikoappetit, nicht die Chancen"

Die US-amerikanische Tech-Szene habe keinen unlauteren Vorteil durch die Nähe zu Donald Trump. „Das ist eine Ausrede“, glaubt Margit Wennmachers. Die langjährige Marketingchefin von Andreessen Horowitz, einem der relevantesten US-Investoren, sieht den Rückstand der hiesigen Firmen tiefer verwurzelt. „Vor Trump gab es auch keine große Tech-Szene in Europa“, sagt sie im Gespräch auf der DLD-Konferenz in München zu Table.Briefings. In 16 Jahren bei der einflussreichsten Risikokapitalfirma des Silicon Valley hat sie „Dutzende von Delegationen“ empfangen, die wissen wollten, wie man ein zweites Silicon Valley baut. „Das ist nie passiert.“

Die KI-Welle ist die bislang größte und aggressivste Veränderung in der Tech-Welt. ChatGPT erreichte 100 Millionen Nutzer in zwei Monaten – Instagram brauchte dafür zwei Jahre. „Sowas haben wir noch nicht gesehen“, beschreibt sie die Dynamik. Auf die großen Sprachmodelle folge nun der Application Layer mit Agenten, etwa für rechtliche und medizinische Anwendungen. „Es ist im Grunde genommen so, als würde das Internet jetzt endlich einmal funktionieren.“

Europa hat sich entschieden, „der Führer in der Regulierung zu sein“ – und Wennmachers hält das für verfrüht. Die geopolitische Dimension der KI-Entwicklung sei entscheidend: Es gehe darum, wer die Modelle besitzt. „Es ist wichtig, dass die westliche Welt das gewinnt“, erklärt sie. Die Open-Source-Modelle aus dem Land seien für Unternehmen zwar verlockend. Aber China habe keine Redefreiheit, entsprechend gebe es also freiheitliche Gedanken in den Modellen gar nicht. „Europa und Amerika sollten zusammenarbeiten“, sagt Wennmachers – und hält das trotz unterschiedlicher Einstellungen etwa zu Datenschutz für möglich.

Das Silicon Valley erlebt durch KI eine Renaissance. „San Francisco is so back", sagt Wennmachers. Nachdem viele Firmen wie Oracle, Tesla oder Palantir nach Texas oder Colorado umgezogen sind und die Stadt etwas an Leben verloren hatte, seien die Gespräche in den Cafés wieder anders: „Da redet jeder von einer Idee und wer was wo investiert hat und wen man einstellen kann.“ Auch Verteidigung sei als Investitionsbereich salonfähig geworden – früher ein „schmutziges Wort“. Weitere Wellen wie verbesserte Blockchain-Technologien und Quantum Computing stünden bevor.

Europas Kernproblem sei vor allem der fehlende Risikoappetit. „Die Europäer haben einfach nicht diese Liebe zum Risiko“, diagnostiziert Wennmachers. Bei Andreessen Horowitz scheitern acht von zehn Investitionen – „und das ist okay“. Wichtig sei, dass Scheitern keine beschämende Erfahrung sei. „Lasst alle Experimente laufen. Irgendwelche werden sicher klappen.“ Dabei müsse man von Beginn an global denken – ohne den Mut zu verlieren: Die Konkurrenz sei nicht das andere Start-up in Deutschland oder Paris: „Die Welt ist die Konkurrenz.“

Was Margit Wennmachers über die Zukunft von KI denkt, warum Deutschland trotz allem Chancen hat und wie sie ihre Zeit nach Andreessen Horowitz plant, hören Sie im Podcast Table.Today.

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CEO.News

KI-Angst um den Arbeitsplatz? Fehlanzeige

Nur neun Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland schätzen die Wahrscheinlichkeit als hoch oder sehr hoch ein, dass künstliche Intelligenz ihren Arbeitsplatz in den nächsten fünf Jahren ersetzt. Das zeigt eine repräsentative Forsa-Umfrage unter 1.004 Erwerbstätigen im Auftrag von Table.Briefings. 64 Prozent halten die Wahrscheinlichkeit für sehr gering, weitere 26 Prozent für eher gering.

Die größten Unterschiede zeigen sich zwischen den Erwerbsgruppen. Beamte fühlen sich am sichersten: 78 Prozent stufen ihr Risiko als sehr gering ein. Bei Angestellten sind es 64 Prozent, bei Selbstständigen 61 Prozent. Die höchste Unsicherheit herrscht unter Arbeitern: Hier sehen nur 54 Prozent ein sehr geringes Risiko, zehn Prozent schätzen die Wahrscheinlichkeit als hoch oder sehr hoch ein.

Frauen machen sich mehr Sorgen als Männer. Zwölf Prozent der weiblichen Erwerbstätigen bewerten die Wahrscheinlichkeit einer KI-bedingten Jobersetzung als hoch oder sehr hoch, bei Männern sind es acht Prozent. Zwischen den Altersgruppen und Regionen gibt es dagegen kaum Unterschiede.

Was die Zahlen auch zeigen: Der öffentliche KI-Diskurs und die persönliche Betroffenheit klaffen auseinander. Während Unternehmen stark in KI-Tools investieren und Automatisierungspotenziale diskutiert werden, bleibt die Mehrheit der Beschäftigten gelassen – oder unterschätzt das Tempo des Wandels.

Die Unternehmen selbst rechnen mit erheblichen Einsparungen. Laut einer Studie des IW Köln setzen 85 Prozent der KI-nutzenden Firmen die Technologie ein, um Routinearbeiten zu automatisieren. 30 Prozent wollen Personal einsparen – bei großen Unternehmen sind es sogar 56 Prozent. Die erwarteten Produktivitätsgewinne sind aus Unternehmenssicht beachtlich: 82 Prozent der Unternehmen berichten von Steigerungen um durchschnittlich 13 Prozent pro Jahr. Bis 2030 könnten durch generative KI 3,9 Milliarden Arbeitsstunden eingespart werden. Das World Economic Forum geht davon aus, dass 40 Prozent der Arbeitgeber weltweit durch KI-Automatisierung künftig weniger Fachkräfte benötigen werden. Alex Hofmann

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BCG-Studie: Wachstum rückt 2026 wieder in den Fokus der CEOs – Europa besonders ambitioniert

Weltweit richten CEOs ihren Fokus nach einer Phase defensiver Strategien wieder stärker auf Wachstum: Im vierten Quartal 2025 nahmen die Nennungen von Umsatzwachstum in Analysten- und Earnings Calls im Vergleich zum Vorjahr um knapp zwölf Prozent zu, bei europäischen Unternehmen sogar um 24 Prozent. Gleichzeitig gewinnt Innovation deutlich an Bedeutung, mit einem Anstieg der entsprechenden Erwähnungen um 17,8 Prozent. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer aktuellen Studie der US-Unternehmensberatung Boston Consulting Group, die Analysten- und Unternehmenscalls ausgewertet hat und zeigt, dass Unternehmen trotz geopolitischer Unsicherheiten und Kostendruck wieder offensiver auf Wachstum, Innovation und den Einsatz von KI setzen.

Kurz vor dem am Montag startenden World Economic Forum in Davos vermittelt die Studie eine klare Botschaft an CEOs: „Resilienz ist kein Selbstzweck – sie ist der Hebel für Wachstum. Die erfolgreichsten CEOs warten nicht auf stabile Rahmenbedingungen, sondern investieren gezielt in Fähigkeiten, die sie auch in unsicheren Zeiten schneller und schlagkräftiger machen“, so Studienautor Jens Kengelbach.

Nach Einschätzung von Bayer-CEO Bill Anderson, der nicht nach Davos reist, setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass „Dinge anders laufen müssen, damit gesundes Wachstum zurückkommt“. Entscheidend sei nun eine klare Vision, bei der Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft „an einem Strang ziehen“. Ein zentraler Ansatzpunkt sei die Regulierung. Europa müsse Vorschriften auf ein Minimum reduzieren, um weniger Hürden und mehr Raum für nachhaltige Innovation zu schaffen. Nur so könnten Unternehmen wieder stärker investieren. Das Ziel sei klar: „Wachstum, das Menschen spüren – in ihren Einkommen und Perspektiven“, so Anderson. Alexander Wiedmann

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Globale Risiken: Geoökonomie verdrängt Umweltprobleme kurzfristig

Auf die kommenden zwei Jahre betrachtet stellen die geoökonomischen Krisen das größte Risiko für die Menschheit dar. Langfristig hingegen bedrohen Umweltgefahren den Planeten am stärksten. Das ist das Ergebnis des neuen „Global Risks Report“, den das Weltwirtschaftsforum zum 21. Mal zu Beginn des Jahres und kurz vor seinem Treffen in Davos veröffentlicht hat.

Das Ranking beruht auf der Einschätzung von mehr als 1.300 Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, internationalen Organisationen und der Zivilgesellschaft. Je höher die Positionierung, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ereignis negative Folgen für einen signifikanten Teil des globalen Bruttosozialprodukts, die Bevölkerung oder die natürlichen Ressourcen haben wird.

Auffallend ist, dass das Risiko einer „geoökonomischen Konfrontation“ in der Zweijahresvorschau auf Platz eins gelandet ist – 2025 lag es noch auf Platz neun. Die Risiken, die aus „Extremwetterereignissen“ und „Verschmutzung“ entstehen, werden aktuell als weniger relevant als im vorigen Report eingestuft.

Bei der Zehnjahresvorschau hingegen bestätigen die Befragten ihre Einschätzung weitgehend. Bis 2036 nehmen fünf Umweltereignisse einen Platz unter den „Top 10“ ein. Darunter „Extremwetterereignisse“ und „Verlust von Biodiversität und Kollaps von Ökosystemen“ auf Rang eins und zwei. „Geoökonomische Konfrontation“ wird in zehn Jahren nur eine untergeordnete Rolle spielen (Platz 19), so die Prognose. Marc Winkelmann

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Beitrag von Martin Keller über Deutschlands Chance zum Leapfrogging

Christian Sewing: Gemeinsame EU-Schulden für Verteidigung denkbar

Der CEO der Deutschen Bank hat sich in Ausnahmefällen für gemeinsame Anleiheemissionen der EU-Staaten ausgesprochen. Beim Neujahrsempfang erinnerte Vorstandschef Christian Sewing an die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie. Die damalige gemeinsame Anleihemission der EU sei „ein wirksames Mittel“ gewesen, um die wirtschaftlichen Folgen der Krise zu mildern.

Zugleich machte Sewing deutlich, dass Gemeinschaftsschulden kein dauerhaftes Instrument sein sollten. „Generell sind Gemeinschaftsschulden in Europa kritisch zu sehen“, sagte er. Dass dieses Mittel nach der Pandemie nicht erneut eingesetzt worden sei, halte er für richtig.

Für außergewöhnliche Lagen müsse Europa dennoch handlungsfähig bleiben. Für „ähnlich kritische Ausnahmesituationen, die Europa als Ganzes betreffen“, könne eine gemeinsame Finanzierung in Betracht gezogen werden. Die „notwendige Stärkung der europäischen Sicherheit und Verteidigung“ nannte Sewing ausdrücklich als ein solches Thema.

Strategische Investitionen seien effizienter, wenn sie gesamteuropäisch erfolgten. Konsequenterweise könne dann auch eine gemeinsame Finanzierung folgen – etwa über Anleiheemissionen nach dem Vorbild des Next-Generation-EU-Fonds. Die Kapitalmärkte, so Sewing, seien bereit, diese zu finanzieren. Alexander Wiedmann

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Gegen Meta und Tiktok: Vestager will europäische Antwort fördern

Meta zieht jährlich rund 50 Milliarden Euro aus Europa ab – Geld, das europäische Arbeitsplätze, Start-ups und Werbeeinnahmen finanzieren könnte. Die ehemalige EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager sieht darin eine der größten verpassten Chancen des Kontinents. Mit der Initiative „Rebuild“ will sie nun europäische Social-Media-Plattformen sichtbar machen und fördern – über 120 seien bereits registriert. „Unsere News, unsere Communities, unsere Demokratie hängen von US-amerikanischen oder chinesischen Social-Plattformen ab“, sagte Vestager auf der Digital-Life-Design-Konferenz in München.

[Kontinuierliche Umsatzsteigerung von Meta in Europa]. Zur Darstellung von Grafiken und Karten aktivieren Sie bitte den Bilderdownload in den Einstellungen oberhalb dieses Briefings.

Vestager warnt vor weiteren Abhängigkeitsfallen. „Wir haben uns auf Russland für Gas verlassen, und wir haben gesehen, was daraus geworden ist. Wir verlassen uns auf China für kritische Mineralien, als Markt, für Produktion. Wir verlassen uns auf die USA nicht nur für Sicherheit, sondern auch für Technologie“, so Vestager.

Ihr Rezept sei bewusst simpel gehalten: europäische Gesetze durchsetzen, Alternativen sichtbar machen, digitale Abhängigkeit reduzieren. Die Wettbewerbsgesetze seien bereits da, um Gatekeeper am Marktmissbrauch zu hindern. „Wir haben ausgezeichnete Gesetze, um sicherzustellen, dass jede Social-Media-Plattform sicher zu nutzen ist“, betonte sie.

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Neue Gesundheits-Cloud: Bayern bündelt medizinische Daten

Bayern startet eigene Gesundheits-Cloud für Patienten. Der bayerische Wissenschaftsminister Markus Blume und die bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach starten eine eigene Gesundheits-Cloud für Patienten in Bayern. „Wir können mit Gesundheitsdaten Menschenleben retten und mit dieser Cloud einen Quantensprung erzielen“, sagte Gerlach am Rande der Digitalkonferenz DLD in München. Der Datenschatz in den Kliniken und Praxen sei enorm, aber „wir nutzen ihn bisher nicht optimal“. Blume ergänzte, dass dieses neue Online-Gesundheitsdatenzentrum „nicht nur Treiber für innovative Medizin ist, sondern Leben retten kann“.

Zu Beginn sollen ohnehin vorhandene anonymisierte und pseudonymisierte Daten von Patienten der sechs Universitätskliniken in die Cloud gebracht werden – dazu gehören Laborwerte, Wahrscheinlichkeiten zu Krankheitsverläufen oder Daten zu Krebstherapien –, um mit der so anwachsenden Datenbank bessere epidemiologische Studien durchzuführen. Bei der Installation der Cloud sei man „bis an die Grenze des Rechtlichen“ gegangen, sagte Blume. „Wir hoffen, dass dies eine Blaupause für Deutschland wird.“ Die Daten sollen von einer vertrauenswürdigen staatlichen Stelle geschützt werden, darunter dem Leibniz-Rechenzentrum. Auch der Landesdatenschutzbeauftragte unterstütze diese Initiative, betonten die Minister. Michael Bröcker

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Wie Adidas statt „Made in China“ auf „Styled by China“ setzt

Adidas hat seine China-Strategie erfolgreich umgestellt und setzt zunehmend auf lokale Kreativität. Lokale Designer erhalten mehr Freiräume, um traditionelle chinesische Ästhetik mit sportlicher Streetwear zu verbinden - etwa in der „Tang-Suit“-Kollektion mit Pankou-Knoten und typischer Wattierung. Damit trifft die Marke den Geschmack von jüngeren Konsumenten und steigern die emotionale Bindung. So konnte Adidas in China im zweiten Quartal 2025 ein Umsatzwachsum von 13 Prozent verzeichnen. Rund die Hälfte der in China verkauften Produkte sind inzwischen lokal designt und entwickelt.

Der Erfolg ist jedoch kein Selbstläufer: Das Unternehmen hat lange experimentiert und erst durch kontinuierlichen Dialog mit Kunden ein Gespür für den neo-chinesischen Stil entwickelt. Auf diesem Ansatz aufbauend wird das Sortiment kontinuierlich erweitert, zuletzt um die „Tang“-Haustierkollektion. Wie genau Adidas es geschafft hat, die traditionelle chinesische Ästhetik in eine global anschlussfähige Sportmarke zu übersetzen und welche kreativen Ideen noch folgen sollen, lesen Sie im China.Table. Fabian Peltsch

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CEO.Presseschau

Spiegel Online

Schattenbanken: Boom bei Kreditfonds birgt Risiken für Privatanleger

Private Kreditfonds umgehen die strenge Bankenregulierung und versorgen Unternehmen mit Kapital. Dieser Boom der sogenannten Schattenbanken birgt jedoch hohe Risiken. Finanzaufseher wie IWF und Bundesbank warnen vor mangelnder Transparenz und der Gefahr fauler Kredite, die aufgrund der Verflechtungen im Finanzsystem eine neue Krise auslösen könnten.
manager magazin

Wie sich GetYourGuide mit einem Milliardendeal auf die Börse vorbereitet

Die Reiseplattform GetYourGuide bereitet sich auf einen Börsengang vor, der ab 2026 stattfinden könnte. Intern werden bereits Abläufe wie Quartalsberichte simuliert. Zuvor ist eine Secondary-Transaktion geplant, bei der bestehende Geldgeber Anteile verkaufen können, was den Zeitdruck vor dem IPO reduzieren soll. Die Firmenbewertung wird auf 2,5 bis 4 Milliarden Dollar geschätzt.
WirtschaftsWoche

Ein Jahr Donald Trump: Die erstaunliche Wirtschaftsbilanz des US-Präsidenten

Ein Jahr nach Amtsantritt zeigt Donald Trumps Wirtschaftspolitik überraschende Erfolge wie 4,3 Prozent Wachstum und einen Börsenboom. Jedoch beruht der Aufschwung stark auf KI-Investitionen und dem Konsum der Reichen („K-shaped economy“), während Industriejobs schwinden. Die steigende Staatsverschuldung und Trumps Druck auf die US-Notenbank Fed stellen erhebliche Risiken dar, was zu sinkender Wählerzustimmung führt.
tagesschau.de

Worthington Steel will Klöckner & Co. übernehmen

Der US-Konzern Worthington Steel bietet 2,1 Milliarden Euro für den Stahlhändler Klöckner & Co. Das Angebot liegt bei elf Euro pro Aktie, woraufhin der Aktienkurs deutlich anstieg. Großaktionär Friedhelm Loh will seine Anteile andienen. Worthington strebt mindestens 65 Prozent der Anteile an und plant, Klöckner nach der Übernahme eigenständig weiterzuführen, erwägt jedoch einen Börsenrückzug.
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CEO.Personnel

manager magazin

Heineken-Chef Dolf van den Brink tritt zurück

Dolf van den Brink tritt nach fast sechs Jahren als CEO von Heineken zum 31. Mai zurück. Die Suche nach einem Nachfolger wurde eingeleitet. Der Konzern leidet unter schwacher Nachfrage und dem Trend zu weniger Alkoholkonsum. Für das vergangene Jahr wird ein Rückgang des Bierabsatzes erwartet, die Aktie fiel nach der Ankündigung.
Börse Express

Lynas Aktie: CEO-Wechsel

Nach zwölf Jahren kündigt CEO Amanda Lacaze ihren Rücktritt bei Lynas Rare Earths an. Der Führungswechsel fällt in eine Phase optimistischer Marktprognosen und neuer Wachstumspläne („Towards 2030“). Unter Lacazes Führung entwickelte sich Lynas zum größten Produzenten Seltener Erden außerhalb Chinas. Der Verwaltungsrat hat einen Auswahlprozess für die Nachfolge eingeleitet.
come-on.de

Führungswechsel bei Kostal: Langjähriger CEO geht, Nachfolger steht fest

Bei der Kostalgruppe gibt es einen Führungswechsel: Der langjährige CEO der Kostal Automobil Elektrik (KAE), Kai Knickmann, geht Ende Februar im Rahmen seiner Altersnachfolge. Sein Nachfolger wird Hansjörg Herrmann, der seit 2021 der KAE-Geschäftsführung angehört. Die Übergabe erfolgt zum 1. Februar und war langfristig geplant.
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Wie führen Innovation, Wachstum und Investitionen zu mehr Wachstum – und zu steigenden Median-Haushaltseinkommen?

Die Antwort auf stockende Median-Haushaltseinkommen liegt für Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp nicht in staatlichen Transfers, sondern im Kapitalmarkt. Ihre These: Erst wenn Europa privates Kapital systematisch mobilisiert, entsteht nachhaltiges Wachstum, das bei den Menschen ankommt.

Der Hebel dafür ist eine kapitalmarktorientierte Altersvorsorge. „Wie stärken wir den Kapitalmarkt? Indem wir mit kapitalmarktorientierter Altersvorsorge privates Kapital mobilisieren“, sagt Orlopp im Vorfeld des World Economic Forum in Davos zu Table.Briefings. Der Mechanismus: Wenn Bürgerinnen und Bürger ihre Altersvorsorge am Kapitalmarkt anlegen, fließt Geld in Unternehmen – und gleichzeitig wird privates Vermögen aufgebaut.

Orlopp sieht darin einen doppelten Effekt. Das Rentensystem werde entlastet, gleichzeitig steige die finanzielle Sicherheit der Menschen. Voraussetzung sei jedoch ein funktionierender Kapitalmarkt: „Mehr Tiefe, mehr Liquidität und weniger Fragmentierung sind unverzichtbar, um wirtschaftliches Wachstum zu fördern.“

Die Finanzbranche müsse dabei drei Rollen übernehmen: passende Produkte entwickeln, aktiv kommunizieren und finanzielle Bildung fördern. Nur so könne die „Verantwortung wahrgenommen“ werden, in die Zukunftsfähigkeit des Standorts zu investieren. Alex Hofmann

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CEO.Finance

Das World Economic Forum kämpft um seine Relevanz

Im Jahr 1971 lud Klaus Schwab, Professor an der Universität Genf, 444 Führungskräfte westeuropäischer Unternehmen zum European Management Forum ein, um sie mit Managementpraktiken aus den USA vertraut zu machen. Der Fokus der fortan jährlich stattfindenden Treffen in Davos verlagerte sich in der Folge auf volkswirtschaftliche und soziale Themen. Unternehmer trafen auf Politiker, und die Vision einer internationalen Konfliktlösung gewann an Bedeutung. 1987 wurde das Forum in World Economic Forum (WEF) umbenannt.

1988 trug die Davos Declaration dazu bei, einen Krieg zwischen Griechenland und der Türkei in letzter Minute abzuwenden. 2008 hielt Bill Gates eine Keynote über „kreativen Kapitalismus“, der die Ungleichheiten der Welt beseitigen sollte. 2022 stand der Klimanotstand auf der Agenda, mit Robert Habeck als hoch angesehenem Gast.

Doch es gab stets auch Kritik – nicht zuletzt, weil viel Geld im Spiel ist. Die Mitgliedsbeiträge großer Unternehmen sollen zwischen 40.000 und 600.000 Schweizer Franken liegen. Hinzu kommen immense Unterkunfts- und Sicherheitskosten für bis zu 3.000 Teilnehmer aus Wirtschaft und Politik.

Die Idee des „Great Reset“ zog den Vorwurf von Weltherrschaftsplänen einer mächtigen finanziellen und politischen Elite nach sich. 2020 berichtete Bloomberg zudem, dass die Aktienmarkt-Performance teilnehmender Unternehmen unterdurchschnittlich ausfalle. 2025 verfestigte sich die Kritik, Klaus Schwab habe WEF-Ressourcen für einen luxuriösen Lebensstil missbraucht. Vorwürfe einer toxischen Arbeitsatmosphäre sowie der Manipulation interner Berichte wie des Global Competitiveness Report machten die Runde. Schwab trat zurück und ist in diesem Jahr nicht mehr dabei.

Nachdem die Idee schuldenfinanzierter Staatsausgaben für eine bessere Welt an ihre Grenzen gestoßen ist, kämpft das WEF beim Treffen in Davos 2026 um seine Relevanz. Im Lichte von Handelskonflikten, wachsender politischer Unsicherheit, persistenter Inflation und hoher Staatsverschuldung will das Forum Wege zu neuem Wachstum aufzeigen.

Da es nur noch geringe Spielräume bei Geld- und Fiskalpolitik als Wachstumsmotoren sieht, setzt das WEF auf Innovationen zur Steigerung der Produktivität. Unternehmen, Regierungen und Zivilgesellschaften müssten dafür enger zusammenarbeiten – unter dem Dach des Forums. Da sich die Arbeitswelt durch künstliche Intelligenz grundlegend verändern werde, sollen Investitionen in Umschulungen und Weiterbildungen weltweit „widerstandsfähige Belegschaften“ schaffen. Zudem soll eine jährliche Finanzierungslücke von 10,5 Milliarden US-Dollar in den Gesundheitssystemen geschlossen werden. Auch hier setzt das WEF auf die Zusammenarbeit von Unternehmen, Regierungen und Zivilgesellschaften.

Für die Teilnahme von US-Präsident Donald Trump sollen sich die neuen Organisatoren Berichten zufolge sogar verpflichtet haben, dass „woke Themen“ wie der Klimawandel keine herausragende Rolle mehr spielen. Ob das WEF unter diesen Vorzeichen eine Zukunft hat, bleibt offen. Bereits beim Treffen 2024 kritisierte der neu gewählte argentinische Präsident Javier Milei das vorherrschende Denken in Davos scharf. Nicht der Kapitalismus sei Ursache wirtschaftlicher und sozialer Probleme, sondern zu lockere Geldpolitik, ausufernde Staatsausgaben und eine problematische Vermischung von Wirtschaft und Politik.

Nach Friedrich August von Hayek ist freier Wettbewerb ein Entdeckungsverfahren für Innovation und Effizienz. Expansive Geldpolitik und politische Eingriffe stören diesen Prozess. Auch Walter Eucken zufolge entsteht Wachstum durch einen zurückhaltenden Staat, der stabile Rahmenbedingungen für freien Wettbewerb schafft. Ein Treffen großer Unternehmen mit einflussreichen Politikern sei für mehr Wachstum und die Stabilisierung der Sozialsysteme nicht notwendig.

Gunther Schnabl ist Professor für Volkswirtschaftslehre und Direktor des Thinktanks Flossbach von Storch Research Institute. In seiner Kolumne beleuchtet er regelmäßig Themen rund um die internationalen Finanzmärkte.

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Grafik der Woche

Die krisengebeutelte deutsche Autoindustrie setzt große Hoffnungen auf Indien – und auf Bundeskanzler Merz. Der drittgrößte Automarkt der Welt lockt als Wachstumschance und strategische Alternative zu China, doch bisher bremsen hohe Importzölle die Exporte. Ein Freihandelsabkommen zwischen EU und Indien könnte die Blockade endlich lösen. Die Branche hofft, dass Merz beim EU-Indien-Gipfel in Delhi Ende Januar für den entscheidenden Durchbruch sorgt. Ergebnisse, Analysen und Hintergründe hierzu lesen Sie im China.Table.

[Deutsche Autoexporte: Absatzrückgang in den Schlüsselmärkten China und Indien]. Zur Darstellung von Grafiken und Karten aktivieren Sie bitte den Bilderdownload in den Einstellungen oberhalb dieses Briefings.

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CEO.Picks

[Porträt Christoph Burger und Joachim Wuermeling]. Zur Darstellung von Grafiken und Karten aktivieren Sie bitte den Bilderdownload in den Einstellungen oberhalb dieses Briefings.

Digitale Währungen werden zu einem strategischen Faktor im globalen Wettbewerb

Die USA setzen auf privat emittierte Stablecoins und stärken damit marktgetriebene Innovation. China verfolgt mit dem digitalen Yuan das Gegenteil: weitgehend staatliche Kontrolle über digitales Geld, kombiniert mit strikten Verboten privater Stablecoins. Europa versucht, mit MiCAR und dem digitalen Euro eine Balance zu schaffen. Diese drei Modelle prägen den Wettbewerb um die Währungsordnung der Zukunft.

Für Unternehmen entsteht dadurch eine neue strategische Realität. Die Wahl der digitalen Zahlungsinfrastruktur beeinflusst Geschwindigkeit, Kosten, Compliance, Datenflüsse und Marktzugang. Stablecoins ermöglichen eine schnelle, kostengünstige und programmierbare Abwicklung. CBDCs bieten Stabilität und regulatorische Sicherheit, können jedoch stärker überwacht werden. Klassische Bankrails bleiben verlässlich, sind im globalen Digitalgeschäft aber häufig zu langsam.

Für CEOs heißt das: Zahlungsinfrastruktur wird zu einer strategischen Gestaltungsaufgabe. Jede internationale Expansion sollte berücksichtigen, welche digitalen Währungen in einem Markt zulässig und verbreitet sind, wie Regulierer sie einordnen und welche Technologien sich belastbar in die eigene Systemlandschaft integrieren lassen. Wer jetzt an einer klaren Positionierung arbeitet, reduziert operative Risiken in grenzüberschreitenden Transaktionen und bleibt handlungsfähig in einem zunehmend fragmentierten Umfeld.

Der Pick stammt von Christoph Burger, Senior Lecturer an der ESMT Berlin, und Joachim Wuermeling, Executive in Residence an der ESMT Berlin. Die CEO.Picks sind eine Kooperation zwischen der ESMT und Table.Briefings.

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CEO.Quote

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