VW-Konzern: Gewinn bricht um fast die Hälfte ein

Europas größter Autohersteller Volkswagen hat 2025 einen deutlichen Ergebniseinbruch verzeichnet. Gewinn, Umsatz und Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge gingen deutlich zurück.

11. März 2026

Europas größter Autohersteller Volkswagen musste 2025 einen deutlichen Ergebniseinbruch verzeichnen. Das Konzernergebnis nach Steuern sank um rund 44 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro. Im Vorjahr lag es noch bei 12,4 Milliarden Euro.

Belastet wurde das Ergebnis von VW vor allem durch Sondereffekte rund um die Neuausrichtung bei Porsche sowie durch US-Zölle, die allein mit rund 2,9 Milliarden Euro zu Buche schlugen. Bereinigt um diese Einmaleffekte lag die operative Marge bei 4,6 Prozent. Finanzchef Arno Antlitz betonte jedoch: „Das aktuelle Ergebnisniveau von bereinigt 4,6 Prozent reicht langfristig nicht aus, um kraftvoll in die Zukunft investieren zu können.“
Die Zahlen im Überblick:

  • Der Umsatz ging leicht auf knapp 322 Milliarden Euro zurück. Das operative Ergebnis lag mit 8,9 Milliarden Euro rund 53 Prozent unter dem Vorjahreswert, die operative Marge bei 2,8 Prozent.

  • Bei den Auslieferungen gab es ein leichtes Minus von 0,5 Prozent: Weltweit lieferte der Konzern 8,98 Millionen Fahrzeuge aus. Zuwächse in Europa und Südamerika konnten Rückgänge in China und Nordamerika nicht ausgleichen. Die Auslieferungen von Elektrofahrzeugen stiegen um 32 Prozent.

  • Der Netto-Cashflow im Automobilbereich stieg auf 6,4 Milliarden Euro – besser als nach einer Prognosekorrektur im Herbst erwartet. Konzernchef Oliver Blume wertete dies als Zeichen intakter Substanz: „Mit einem starken finanziellen Momentum zum Jahresende haben wir die Basis für den nachhaltigen Erfolg unseres Unternehmens weiter gestärkt.“

Der erzielte Cashflow übertraf damit die Höchststufe im Bonussystem. Heißt: Konzernchef Blume erhält einen kurzfristigen Bonus von rund zwei Millionen Euro. Die übrigen Vorstandsmitglieder bekommen Jahresboni auf Vorjahresniveau. Insgesamt zahlt der Konzern seinen Topmanagern Boni in Höhe von rund 13,6 Millionen Euro aus.

Allerdings: VW werde nun „weiter konsequent unsere Kosten senken“, so Antlitz. Heißt: Es wird weitere Stellenkürzungen geben. „Insgesamt sollen bis 2030 rund 50.000 Stellen im gesamten Volkswagen-Konzern in Deutschland abgebaut werden“, schrieb Konzernvorstand Oliver Blume in einem Brief an die Aktionäre.

Damit soll der Ausblick etwas besser werden: Für 2026 erwartet der Konzern ein Umsatzplus von bis zu drei Prozent und eine operative Marge zwischen 4,0 und 5,5 Prozent. Die Dividende je Vorzugsaktie soll 5,26 Euro betragen. Das sind 17 Prozent weniger als im Vorjahr. Nina Anika Klotz

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Letzte Aktualisierung: 11. März 2026