Start-up-Bericht der IHK München: Anteil der Dual Use-Start-ups am Rüstungsökosystem höher als erwartet

18. März 2026

Der „Bayern Startup & Scaleup Monitor 2026“ zeigt erstmals eine umfassende Datengrundlage zum Rüstungsstandort München, der im europäischen Vergleich vor Städten wie London, Valkenburg, Helsinki und Berlin liegt. Der Bericht, erstellt von der IHK München und Oberbayern gemeinsam mit dem Startup-Verband, macht deutlich, dass das Münchner Rüstungsökosystem vor allem von Start-ups mit Dual-Use-Technologien geprägt ist. Während 37,3 Prozent der Start-ups in München in diesem Bereich tätig sind (bundesweit 24,1 Prozent), entwickeln nur etwa vier Prozent primär militärische Produkte. Innovationen entstehen damit überwiegend aus zivilen Anwendungen, etwa Erdbeobachtungssatelliten, Drohnen oder autonomer Logistik, die später auch militärisch genutzt werden können.

Der Boom zeigt sich besonders bei den Investitionen in Defense-Start-ups, die sich stark auf Bayern konzentrieren: 2025 flossen über eine Milliarde Euro in entsprechende Unternehmen, darunter die in München ansässigen Scale-ups Helsing, Quantum Systems und Arx Robotics. Ein wichtiger Wachstumstreiber sind die Münchner Universitäten, insbesondere TUM und LMU, von denen viele Start-ups unterstützt werden. Accelerator-Programme führten dazu, dass sich die Zahl der Defense-Start-ups in München von etwa 30 im Jahr 2024 auf rund 60 im Jahr 2025 verdoppelte. Trotz dieser starken Position in Europa bleibt der Abstand zu den USA groß: Dort wurden 2025 rund 7,3 Milliarden Euro in Defense-Tech investiert, in Europa dagegen nur etwa 1,5 Milliarden Euro. Die ganze Analyse lesen Sie im Security.Table. Katharina Horban

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Letzte Aktualisierung: 18. März 2026