Rüstungsexporte: Vor allem US-Unternehmen liefern an Kriegsparteien

09. Mai 2026

Zwischen 2017 und 2025 lieferten vor allem US-Firmen (223) Waffen für völkerrechtswidrige Kriege. Dahinter folgen Russland mit 120 Unternehmen, Großbritannien mit 117, China inklusive Hongkong mit 107, Deutschland (96), die Vereinigten Arabischen Emirate (78), die Türkei (70) und Frankreich (66). 57 Prozent der Unternehmen, denen entsprechende Rüstungsexporte nachgewiesen wurden, stammen aus diesen acht Ländern. Das geht aus der ExitArms Datenbank hervor, die die Nichtregierungsorganisation Facing Finance am Freitag aktualisiert hat. Von den 96 erfassten deutschen Unternehmen sind Airbus Defence and Space, die Rolls-Royce Tochter MTU Friedrichshafen, KNDS, Rheinmetall und Volkswagen am häufigsten vertreten. Oft auch über Tochterunternehmen.

Die NGO will mit ihrer Datenbank Finanzinstitute erreichen. Sie soll Basis für Kreditrichtlinien, Engagement oder Divestment sein. Rüstungsunternehmen bemühen sich verstärkt, in nachhaltige gelabelte Investmentfonds aufgenommen zu werden. „Die ExitArms-Datenbank zeigt, dass westliche Rüstungsunternehmen nicht nur EU-Armeen ausrüsten, sondern auch Waffen in Kriegsgebiete wie den Jemen, Syrien, Libyen, Sudan, Gaza und Myanmar exportieren“, sagt Frederike Potts, Geschäftsführerin von Facing Finance. Aus welchen Ländern Unternehmen weniger exportieren, lesen Sie im Security.Table. Gabriel Bub

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Letzte Aktualisierung: 09. Mai 2026