Energiepreise: Mittelstand fordert zusätzliche Entlastungen

15. April 2026
Unter anderem die ehemalige Vorstandsvorsitzende von Thyssenkrupp, Martina Merz, unterzeichnete den "Action Brief". (picture alliance / SZ Photo | Sepp Spiegl)

Zwölf Unternehmensverbände fordern mehr Unterstützung für den Mittelstand von der Bundesregierung als nur die temporäre Senkung der Energiesteuer. Ohne weitere Maßnahmen drohten eine sinkende Wettbewerbsfähigkeit, Deindustrialisierung und weniger Investitionen. Besonders mittelständische Unternehmen seien durch steigende Energie- und Mobilitätskosten, unsichere Lieferketten und begrenzte Möglichkeiten zur Weitergabe von Kosten stark belastet.

Die Unterzeichner der Stellungnahme fordern unter anderem eine Überprüfung und vorübergehende Anpassung von CO2-Kosten. Außerdem verlangen sie eine technologieoffene Energie- und Verkehrspolitik sowie den Verzicht auf neue Abgaben und strengere Regulierungen. Zudem solle die Politik stärker darauf achten, ob Transformationsvorgaben wirtschaftlich umsetzbar sind.

Bereits vor ein paar Tagen haben 40 andere Führungspersonen einen „Action Brief“ zur deutschen Wirtschaft veröffentlicht. Darin sagen sie eigene Beiträge zur Reduktion von Energieverbrauch und zur Förderung nachhaltiger Lieferketten zu. Gleichzeitig fordern sie von der Politik Bürokratieabbau, Digitalisierung, bessere Innovationsbedingungen, schnelleren Infrastrukturausbau und mehr Planungssicherheit. Auch die Erwerbsbeteiligung von Frauen soll verbessert werden.

Zu den Unterzeichnern dieses Papiers gehören Martina Merz (ehemals CEO Thyssenkrupp), Hans Jürgen Kalmbach (CEO Hansgrohe), Rolf Buch (ehemals CEO Vonovia), Steffen Greubel (CEO Metro) und Saskia Juretzek (Head of Sustainability Tengelmann Group). Mehr dazu lesen Sie im ESG.Table. Marc Winkelmann

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Letzte Aktualisierung: 15. April 2026