CEOs: Warum sich Nachhaltigkeit wirtschaftlich lohnen kann

29. April 2026

Francois Thaler, Chef des französischen Unternehmens Ecovadis, verweist auf Chancen für unter ESG-Gesichtspunkten gut aufgestellte Unternehmen auf anderen Märkten. „Wir sehen eine steigende Nachfrage in Märkten wie Japan, China und Südkorea“, sagt Thaler Table.Briefings, was sich auch im eigenen Geschäft widerspiegele. Zuletzt habe man ein Büro in Abu Dhabi eröffnet, „weil es in den Golfstaaten eine Menge Investitionen in Cleantech und Nachhaltigkeit gibt“.

Eine wichtige Rolle spiele dabei das Nachfrageverhalten großer Unternehmen. Das verdeutlicht Thaler anhand von Japan: „Dortige Unternehmen gehörten seit den 1980er Jahren zu den Vorreitern beim Abfallmanagement, aber Nachhaltigkeit oder soziale Verantwortung waren für sie kein großes Thema.“ Das habe sich mit den Olympischen Spielen 2021 in Tokio geändert. „Große Unternehmen wie Toyota und Hitachi schauen sich ihre Lieferketten mittlerweile wesentlich genauer auf ökologische und soziale Risiken hin an – damit sehen wir ähnliche Netzwerkeffekte, wie es sie in Europa ab den 2010er Jahren gab.“ Gleiches beobachtet er für die USA etwa bei Ausschreibungen von General Motors oder Amazon.

„Je mehr Nachhaltigkeit Teil der Ausschreibungen wird, desto mehr verschafft dies europäischen Firmen einen Wettbewerbsvorteil.” Viele Unternehmen in Europa beschweren sich über heimische Nachhaltigkeitsregulierungen, würden aber verkennen, dass es für ihre Konkurrenten außerhalb Europas viel mehr Aufwand bedeute, so Thaler. Welche wirtschaftlichen Argumente aus Sicht der CEOs von drei ESG-Dienstleistern sonst noch dafür sprechen, sich freiwillig als Unternehmen mit ESG-Risiken zu beschäftigen, lesen Sie im ESG.Table. Caspar Dohmen

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Letzte Aktualisierung: 29. April 2026