Schulabgänger: Wenig Monitoring und Beratung

Wenn Jugendliche die Schule verlassen, verschwinden manche auch aus den Statistiken. Das sind diejenigen, die kein Studium, keine Ausbildung, keine Berufsvorbereitung beginnen. Eine Studie im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung hat nun individuelle Bildungswege nachgezeichnet, um diese Leerstelle zu füllen. Dabei sollte ein umfassendes Bild entstehen, detaillierter als es zum Beispiel der Nationale Bildungsbericht zeichnet. „Wir haben uns daher auch Studierende und deren Probleme angeschaut“, sagt Claudia Burkard, die an der Studie mitgearbeitet hat und Projektmanagerin der Stiftung ist.

Ausgewertet haben die Forscher der Georg-August-Universität Göttingen und der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg Daten des Nationalen Bildungspanels (kurz NEPS für National Educational Panel Study). Seit 2010 werden dabei Teilnehmer regelmäßig nach ihren Bildungs- und Erwerbsverläufen befragt. Das Ergebnis: Bildungswege dauern mehrheitlich länger als vorgesehen. Nach vier Jahren halten erst 43 Prozent einen Ausbildungs- oder einen Studienabschluss in den Händen. Bei jedem Fünften zieht sich der Übergang in eine Ausbildung um ein bis zwei Jahre. Angesichts immer üblicher werdendem Freiwilligem Sozialen Jahr oder Gap Year erstaunt das wenig.

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